The Big Bang Theory - Das geniale Spiel

The Big Bang Theory - Das geniale Spiel

Genre: Kartenspiel
Autor: Michael Schacht
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 25 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

The Big Bang Theory - Das geniale Spiel   10.03.2016 von Born2bewild

Zu erfolgreichen Filmen oder Serien gibt es immer wieder Ableger in Spielform. So auch zu The Big Bang Theory in Form des Kartenspiels The Big Bang Theory – Das geniale Spiel. Ob es wirklich so genial ist, wie der Titel ist, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

The Big Bang Theory – Das geniale Spiel erscheint in einem für Kosmos ungewöhnlich kleinen und rechteckigen Format. Die Verpackung ist hell und freundlich gestaltet. Auf der Front sind die Seriencharaktere abgebildet und auf der Rückseite ist eine kurze Beschreibung neben einem beispielhaften Spielstand aufgedruckt. Nach dem Öffnen des Kartons müssen zuerst die Paradoxon- und das Startspieler-Plättchen aus den Karton- und die Karten aus ihren Kunststoffgefängnissen befreit werden.

 

Anschließend kann man zur richtigen Spielvorbereitung übergehen. Es gibt vier Sets aus je fünfzehn Spielkarten, die anhand ihrer Rückseite unterschieden werden können. Jeder Mitspieler erhält ein solches Set und mischt es. Jeder Spieler legt die Kartenstapel verdeckt vor sich hin und zieht fünf Karten. Nun werden die Paradoxon-Plättchen gezogen und ebenfalls verdeckt vor den jeweiligen Spieler gelegt. Jeder Spieler darf seine eigenen Plättchen jederzeit anschauen. Die Anzahl der Paradoxon-Plättchen richtet sich nach der Zahl der Spieler. Bei zwei Spielern vier, bei dreien drei und bei vier Spielern zwei. Anschließend werden die „Haben Will“-Karten sortiert nach ihren Farben gemischt und in drei Stapeln verdeckt in die Mitte gelegt. Die Vorbereitung ist nun abgeschlossen und der Spieler, der das Katzentanzlied am schönsten singen kann, darf anfangen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung umfasst acht Seiten und enthält neben sehr viel Text auch ein paar Bilder, die die einzelnen Passagen veranschaulichen. Neben den Spielregeln finden sich einige Beispiele, welche diese noch einmal veranschaulichen. Insgesamt ist die Anleitung sehr verständlich geschrieben und man hat alles nach etwa 5-10 Minuten verinnerlicht. Allerdings beeinträchtigt der Hintergrund sehr die Lesbarkeit der Anleitung und der Abschnitt zur Spielvorbereitung ist etwas missverständlich geschrieben. Es liest sich als würde man bei weniger als vier Spielern nur fünf Karten ziehen und den Rest wieder in den Karton legen. Gemeint ist aber, dass man sich nur zwei oder drei Sets an Karten nimmt und die nicht benötigten Sets wieder in den Karton zurücklegt.

 

Das Spielziel

 

Ziel ist es, innerhalb von sechs Runden durch überbieten seiner Mitspieler und geschicktem Einsatz von Paradoxon-Plättchen viele „Haben will“-Karten zu erhalten. Auf diesen Karten sind Siegpunkte aufgedruckt, die am Spielende zusammengezählt werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Sollte es zu einem Gleichstand kommen, gewinnt der Spieler, der sagen kann, ob Schrödingers Katze lebt oder tot ist :)

 

Der Spielablauf

 

Die sechs Runden des Spiels sind in jeweils fünf Phasen unterteilt, die im Folgenden erklärt werden. Angefangen wird mit neuen „Haben will“-Karten. Von jedem der drei Stapel in der Mitte wird eine Karte umgedreht. Anschließend darf jeder Spieler Paradoxon-Plättchen aktivieren, indem er es in die Tischmitte legt. Dieser Schritt ist von Runde zu Runde freiwillig. Der Spieler mit dem Startspieler-Plättchen darf anfangen. Die Auswirkungen dieser Plättchen zeigen sich am Ende der Runde, wenn alle gespielten Karten ausgewertet werden. Sie reichen vom einfachen Tausch von Farben bis hin zu Bonuspunkten für bestimmte Charaktere, können also das Bieterverfahren erheblich beeinflussen.

 

Nun werden die Karten ausgespielt. Beginnend mit dem Startspieler, der mindestens eine Karte legen muss, dürfen die Spieler reihum jeweils eine Karte ausspielen. Dazu wird die Karte mit der gewünschten Farbe nach oben vor sich abgelegt. Alternativ darf man auch aussteigen. Die Phase läuft so lange weiter bis alle Spieler ausgestiegen sind. Ist diese Phase beendet, geht es an die Auswertung. Alle eingesetzten Paradoxon-Plättchen werden aufgedeckt und unter Berücksichtigung dieser werden die Kartenwerte der jeweiligen Farben von jedem Spieler zusammengezählt. Der Spieler mit dem höchsten Wert in der jeweiligen Farbe erhält die entsprechende „Haben will“-Karte. Sollte es zu einem Gleichstand kommen, so erhält keiner der Spieler die Karte. Diese Karten werden dennoch aus dem Spiel genommen. Der Spieler, der die Karte nehmen darf, legt die eingesetzten Spielkarten zurück in die Schachtel (oder einfach einem Ablagestapel), die anderen Spieler dürfen ihre Karten wieder aufnehmen. Im Anschluss darf jeder Spieler, unabhängig von der Anzahl eingesetzter Spielkarten zwei Karten nachziehen. Nach sechs Runden, wenn die „Haben will“-Kartenstapel leer sind, endet das Spiel und die Siegpunkte auf den Karten werden zusammengezählt.

 

Bildergalerie von The Big Bang Theory - Das geniale Spiel (8 Bilder)

Zusätzlich zu den normalen Regeln gibt es noch eine taktische Variante, bei der man entweder die Paradoxon-Plättchen offen hinlegt oder sie komplett weglässt, und eine chaotische Variante, bei der je Runde ein zufälliges, verdecktes Paradoxon-Plättchen gezogen wird.

 

Lieferumfang

 

  • 4 x 15 Spielkarten (ein Set aus 15 Spielkarten für jeden Spieler)
  • 18 „Haben will“-Karten (je 6 in Grün, Blau und Rot)
  • 10 Paradoxon-Plättchen
  • 1 Startspieler-Plättchen

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

The Big Bang Theory – Das geniale Spiel ist zwar zu zweit spielbar, aber bei weitem nicht so spaßig wie mit mehreren Spielern. Das Bieten ist bei zwei Spielern etwas zu übersichtlich, denn so bietet man meistens eher aneinander vorbei als wirklich gegeneinander. Nichts desto trotz macht es dank der Paradoxon-Plättchen aber auch zu zweit Spaß. Ich finde es ist in sich ein gutes Spiel, aber passt meiner Meinung nach nicht so einhundertprozentig zum Titel. Ich hätte bei einem „genialen Spiel“ erwartet, das irgendwie mehr Denken nötig ist, vielleicht in Form von Rechnungen oder Formeln oder ähnlichem. Die Spielidee ist auf jeden Fall ganz gut und als Kartenspiel empfehlenswert. Für Fans der Serie, die hier neben dem Kartendesign und den Texten auf den Karten noch mehr erwarten, nicht oder nur bedingt.

 

Josi:

Ich muss mich Alex anschließen. Zum einen ist die Spielanleitung wirklich schlecht lesbar mit dem karierten Hintergrund und es ist ein Spiel für Zwischendurch, aber ohne großes Nachdenken. Für einen Spieleabend eher was zum warm werden oder falls noch Leute für andere Spiele fehlen sollten. Ansonsten hat es nichts mit der Serie oder Mathematik zu tun.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentare[X]

[X] schließen