The Commuter

The Commuter

Originaltitel: The Commuter
Genre: Actionthriller
Regie: Jaume Collet-Serra
Hauptdarsteller: Liam Neeson
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (105 Min)
Label: Studiocanal
FSK 12

The Commuter   18.05.2018 von Born2bewild

The Commuter, der Berufspendler, ist ein treffender Titel für den neuen Actionthriller mit Liam Neeson. Der Ire ist spätestens seit der Taken-Trilogie ein Garant für solide Actionfilme, in denen meistens die Familie als Druckmittel eine Rolle spielt. Nach Unknown Identity und Non Stop ist es nun das dritte Projekt, bei dem Neeson zusammen mit Hilfe des Regisseurs Jaume Collet-Serra um sich schlägt oder schießt. Ob er dabei überzeugen kann oder es nur eine Neuauflage seiner bisherigen Filme ist, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Inhalt

 

Michael MacCauley (Liam Neeson) führt mit seiner Frau Karen (Elizabeth McGovern) ein relativ normales Leben. Während sie eine Immobilienmaklerin ist, verkauft er seit seinem Ausstieg vor zehn Jahren bei der Polizei Versicherungen. Der gemeinsame Sohn Danny (Dean-Charles Chapman) geht bald auf die Uni und seine Eltern tun Alles, um ihn dabei zu unterstützen. Doch eines Tages wird Michael eiskalt erwischt, als ihn sein Boss zu sich zitiert und dem mittlerweile Sechzigjähren aus heiterem Himmel kündigt. Michael bringt es nicht übers Herz seiner Frau davon zu erzählen. Also trifft er sich erst einmal mit seinem Ex-Partner Murphy (Patrick Wilson). Murphy erzählt ihm von der Korruption bei der Polizei, bietet ihm aber auch seine Hilfe an, die Michael dankend ablehnt.

 

Am Abend fährt Michael dann, wie jeden Tag, mit dem Zug nach Hause. Dabei trifft er auf die gewohnten Gesichter der anderen Pendler. Doch eines ist neu. Eine Frau (Vera Farminga) setzt sich zu ihm. Sie stellt sich vor als Joanna und scheint eine Psychologin zu sein. Sie verführt ihn zu einem Gedankenspiel, bei dem er einhunderttausend Dollar bekommen kann. Schnell stellt sich heraus, dass sie es ernst meint. Michael soll bis zur Endstation eine Person mit einer Tasche im Zug finden und sie identifizieren. Anfangs glaubt er nicht so recht daran, doch als er erfährt, zu was seine Auftraggeberin fähig ist, bleibt ihm nicht viel übrig, als den Auftrag durchzuführen. Dieser stellt ihn jedoch vor einen moralischen Konflikt: Rettet er das Leben derer, die er liebt und opfert dafür das der unbekannten Person?

 

Wie wird sich Michael entscheiden und wer ist die Person, die er finden soll? Wird Michael die Drahtzieher ausfindig machen können?

 

Anders als der Trailer vielleicht vermuten lässt, ist The Commuter nicht wieder ein Film, bei dem es um die Rettung von Liam Neesons gepeinigter Filmfamilie geht, sondern geht eher in die Richtung von Non Stop. Allerdings bietet The Commuter hier mehr Tiefe und wie auch bei Non Stop einen hervorragenden Spannungsbogen und viel Action. Man fühlt mit Michael dauerhaft mit und es gibt eine Vielzahl von Charakteren im Zug, die alle eine gewisse Rolle spielen. Der Plot an sich ist nicht so neu und man kann ihn, kennt man Non Stop, gewissermaßen voraussehen. Negativ aufgefallen ist auch eine Kampfszene, die mit erhöhter Geschwindigkeit wiedergegeben wurde. Das soll zwar ein Stilmittel sein, wirkt aber sehr seltsam. Davon abgesehen wissen sowohl die Schauspieler als auch die Leute hinter der Kamera, was sie tun und bieten dem Zuschauer das, was sie erwarten: einen sehr guten Liam Neeson Actionstreifen.

 

Bildergalerie von The Commuter (10 Bilder)

Details der Blu-Ray

 

Die Blu-ray bietet eine ausgezeichnete Bildqualität, die sich nicht nur in der Schärfe und dem Kontrast wiederspiegelt. Negativ fällt hier nur besagte High-Speed-Kampf-Szene auf, bei der sehr viel mit Unschärfe gearbeitet wird und die eher nach einer schlechten Computeranimation aussieht. Positiv fällt dann aber wieder der Klang ins Gewicht. Der Surround Sound ist sehr gut abgemischt und sorgt für einen actiongeladenen Raumklang. Die Filmmusik ist ebenfalls passend, wirkte in einigen Passagen wie aus dem Repertoire von Hans Zimmer, aber dann doch wieder eigenständig. Die Extras wirken mehr wie eine Art Alibi. Hier ist eigentlich nur das relativ kurze Making-Of und das Interview mit Liam Neeson erwähnenswert. Wir hätten uns, gerade beim Making-Of, ein wenig mehr Umfang gewünscht.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Wir sind bekennende Fans von Liam Neeson. Seit der Taken-Reihe versuchen wir uns jeden Film von ihm zu Gemüte zu führen. Non Stop war für uns der erste außerhalb der Trilogie und doch hatte er gewisse Ähnlichkeiten. The Commuter erinnert wiederum vom Trailer her eher an Taken, da es wieder um eine Gefahr für die Familie zu gehen scheint. Doch der ganze Plot geht eher wieder in Richtung von Non Stop und ist daher leider auch ein wenig vorhersehbar. Dennoch nimmt man dem Iren seine Rolle als sechzigjährigen Ex-Versicherungsvertreter und –Polizist ab. Die Hintergrundgeschichte an sich ist nicht so innovativ, sie aber in einem Zug spielen zu lassen und das Ganze drum herum wirkt glaubwürdig. Sieht man also noch von der seltsamen Kampfszene in etwa der Mitte des Films ab, bekommt man einen sehr spannenden Actionthriller geboten. Wir vergeben hier solide 7/10 Punkte mit einer vorsichtigen Empfehlung für alle Fans des Iren.


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