The Last Sentinel

The Last Sentinel

Originaltitel: The Last Sentinel
Genre: Action • Science-Fiction
Regie: Jesse V. Johnson
Hauptdarsteller: Don ´The Dragon´ Wilson • Katee Sackhoff
Laufzeit: Ca. 94 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 16

The Last Sentinel   12.04.2011 von Tobi

Scheinbar trage ich ein dickes fettes „B“ auf dem Rücken, denn ich werde derzeit wirklich nur mit B-Movies zugeballert. Nachdem mich der Film „Ring Of Death“ doch überzeugen konnte habe ich es nun mit „The Last Sentinel“ zu tun. Regie führte hier Jesse V. Johnson, der sich bereits mit „Hooligans 2“ einen Namen gemacht hat. Leider spielt aber „der Drachen“ Don Wilson die Hauptrolle, den ich persönlich mal so gar nicht richtig mag. Aber wer weiß,  vielleicht steckt in diesem „B“ mehr „Blockbuster“ als „Billig“, denn einen Vergleich zum Will-Smith-Film „I Am Legend“ scheut das Cover nicht…

 

Die Erde ist verwüstet und wird seit einiger Zeit von Killer-Dronen beherrscht. Elite Soldat Tallis (gespielt von Don „The Dragon“ Wilson) hat den Auftrag in einer Schlacht die Maschinen zu vernichten, damit die Menschheit wieder in Sicherheit leben kann. Die Schlacht verläuft zu Gunsten der Maschinen und Tallis ist der einzige Überlebende seiner Truppe. In der Einöde des Landes begibt er sich nun auf die Suche nach anderen Menschen. Eines Tages trifft er auf eine junge Frau, die ihn mit ihrem Kampfgeist und ihrer Energie wieder auf die richtige Spur bringt. Sie lässt sich von ihm ausbilden und zusammen ziehen sie schwer bewaffnet in den Kampf gegen die Maschinen. Sie dringen in deren Basis vor und es kommt zu einen Gefecht, welches das Schicksal der gesamten Menschheit entscheidet.

 

Beim Lesen dieser Geschichte fällt dem geschulten Auge auf, dass dies doch in irgendeiner anderen Form schon mal erzählt wurde, oder? Es werden Gedanken an „The Terminator“ und „Blade Runner“ wach, aber warum sollte dieses Genre nicht mal wieder einen neuen Anstrich vertragen? Ganz einfach – Weil Don „The Dragon“ Wilson hier mitspielt. Die Geschichte als solche ist gar nicht mal schlecht, doch der Hauptdarsteller agiert wie ein Roboter und verzieht keine Miene. Sowas Unterirdisches hat man schon lange nicht mehr gesehen. Der Typ kann irgendwie gar nichts. Alle anderen Charaktere hingegen werden sehr ordentlich dargestellt und erwecken auch ein wenig Sympathie beim  Zuschauer. Das rettet den Film eindeutig vor einer schauspielerischen Katastrophe.

 

Aber warum meckere ich denn, wenn es hier nur um die Action geht. Immerhin steht auf dem Cover „Hier kommt die Action, die in „I Am Legend“ fehlte“. Als ich das gelesen und mir dann den Film angesehen habe musste ich erst mal lachen. Hier wird zwar ordentlich durch die Gegend geballert und einiges in die Luft gesprengt, aber das unterhält leider nicht wirklich. Die Actionszenen wirken stellenweise zu billig und die Baller-Szenen verkommen schnell zur puren Langeweile. Dem Zuschauer wird hier kein Wow-Effekt geboten und man denkt spätestens nach einer halben Stunde ans Vorspulen. Es gibt zwar ab und an mal einige fiese und blutige Einschüsse, aber diese wirken leider nur aufgesetzt. Ich wurde dabei das Gefühl nicht los, dass man damit nur andere Schwächen ausgleichen wollte, was aber nicht funktioniert. Punkten kann der Film eindeutig beim Setting, denn die zerstörte Welt sieht wirklich klasse aus. Das ist für so ein Filmchen keine Selbstverständlichkeit.

 

Die Blu-ray von der MIG Filmgroup erweist sich als recht ordentlich. Das Bild ist zwar wieder nur in MPEG-2 kodiert worden, aber immerhin bekommt man eine Auflösung von 1080p präsentiert. Die Qualität ist schwer zu beurteilen, da hier starke Farb- und Rauschfilter zum Einsatz gekommen sind, die das Endzeit-Szenario besser darstellen sollen. Das funktioniert ganz gut, aber von HD-Genuss kann hier keine Rede sein. Der Ton hingegen kommt recht üppig daher, was an den vielen Baller-Szenen liegt. Hier knallt es des Öfteren mal aus allen Rohren. Ein wenig Bonusmaterial und ein Wendecover runden die ganze Sache ab und bei Kaufinteresse lockt der günstige Preis die Schnäppchenjäger unter uns.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Don „The Dragon“ Wilson ist wirklich einer der B-Movie-Darsteller, der meiner Meinung nach kaum einen sehenswerten Film fabriziert hat. Er guckt immer böse, labert dummes Zeug und kann überhaupt nicht überzeugen. Man nimmt ihm seine Rolle einfach nicht ab, denn er wirkt total unbeholfen. Ein anderer Schauspieler hätte diesem Film wirklich sehr gut getan, denn die hier gezeigten Ansätze sind wirklich gut. Für ein billiges Filmchen werden gute Effekte, ein geiles Setting und gute Masken geboten. Das reicht aber leider nicht aus, um die Langeweile zu besänftigen, die sich ab der fünften Minute bei mir breit gemacht hat. Fans von B-Movies sollten es sich gut überlegen hier mal rein zu schauen, denn der Film wird nicht jedermanns Geschmack treffen. Ich bevorzuge lieber „Mad Max“, „The Book Of Eli“ oder „Children Of Men“.


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