The Strangers - Opfernacht

The Strangers - Opfernacht

Originaltitel: The Strangers: Prey at Night
Genre: Horror • Thriller
Regie: Johannes Roberts
Hauptdarsteller: Bailee Madison
Label: SquareOne Entertainment
FSK 16

The Strangers - Opfernacht   20.06.2018 von Mario von Czapiewski

Wer kennt noch The Strangers? Ein Horrorfilm aus dem Jahre 2008, der kurzzeitig für ein wenig Furore im Torture Porn geplagten Horrorgenre sorgte. Nun erscheint (viel zu spät) eine Fortsetzung zu dem Home-Invasion-Horror mit dem Titel The Strangers – Opfernacht in den deutschen Kinos...

 

Als Kinsey (Bailee Madison) mit ihrer Familie zu einem Trailerpark fahren, ahnen sie noch nicht, was für eine Nacht ihnen bevorstehen wird. Unbekannte belagern nicht nur ihre Wohnung, sondern jagen sie quer durch das Wohngelände mit dem Ziel sie zu töten.

 

The Strangers 2 ist ein merkwürdiges Unterfangen. Nicht nur, dass die Fortsetzung, die keinerlei ernstzunehmende Verbindungen zum Vorgänger besitzt, so spät erscheint, sondern auch, dass die gesamte Qualität des Films äußerst fragwürdig wirkt. Schon nach wenigen Minuten merkt man, dass man es hier gefühlt eher mit einer Videotheken-Fortsetzung als einem Kinofilm zu tun hat. War im ersten Teil die Hauptfigur mit Liv Tyler (Der Herr der Ringe) noch hochkarätig besetzt, muss man sich in Teil 2 mit unbekannten, teilweise sehr bemühten Mimen durch die dünne, belanglose Geschichte schlagen, welche an keiner Stelle interessante Wendungen oder erinnerungswürdige Momente besitzt.

 

Auch die Technik, Beleuchtung und Kamera wirken qualitativ stark zurückgefahren und außer dem einen Park für mobiles Wohnen gibt es auch keine weiteren nennenswerten Locations im Film. So rennen und verstecken sich die einzelnen Familienmitglieder im Park und warten förmlich darauf abgestochen zu werden. Wer jetzt auf kreative oder blutige Gewalteinlagen hofft, wird (entgegen der Tradition von Fortsetzungen) ebenfalls enttäuscht werden. Die paar blutigen Einstiche sind absolut auf der vom Film erreichten FSK-16-Linie und locken niemanden mehr hinter dem Wohnwagen hervor.

 

Doch es muss ja nicht immer blutig zugehen, wenn die Geschichte schockieren kann. Hier punktet The Strangers 2 allerdings nur mit unfreiwilliger Komik. Sei es die beinahe durchgehende Inkompetenz der Eltern sich selbst zu verteidigen oder die zahlreichen dummen Entscheidungen der jugendlichen Hauptdarsteller – wirklich Mühe hat sich bei diesem Film offenbar niemand gegeben. Schaut man in die Filmographie des Regisseurs, wird man allerdings schnell merken, wo die "Qualität" ihren Ursprung nahm. Zeichnete er sich doch bereits für Gurken wie Forest of the Damned und Storage 24 verantwortlich.

 

Damit schaffen es alle Beteiligten von The Strangers 2, oder markttauglicher The Strangers - Opfernacht, trotz einem Budget von fünf Millionen Dollar einen unspektakulären Videotheken-Slasher abzuliefern, der nicht mal auf dem Heimvideomarkt gegen Konkurrenz bestehen würde. Langweilig, unspektakulär und albern.

 

Bildergalerie von The Strangers - Opfernacht (8 Bilder)


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

The Strangers - Opfernacht ist ein langweiliger Slasherfilm, der nicht nur mit seinem Vorgänger inhaltlich und qualitativ nichts zu tun hat, sondern auch auf der Leinwand nichts zu suchen hat. In jedem Einzelhandel und auf jeder Streamingplattform findet man inzwischen günstiger produzierte und trotzdem bessere Alternativen. Keine Empfehlung!


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