The Whiskey Bandit

The Whiskey Bandit

Originaltitel: A Viszkis
Genre: Biografie • Thriller • Action • Drama
Regie: Nimród Antal
Hauptdarsteller: Bence Szalay • Zoltán Schneider
Laufzeit: DVD (121 Min) • BD (126 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

The Whiskey Bandit   07.06.2018 von MarS

Nach seinem zehnjährigen Ausflug in die USA, wo er unter anderem bei Filmen wie Armored, Predators und Metallica - Through the Never Regie führte, kehrt Nimród Antal für sein aktuelles Werk zurück in seine Wahlheimat Ungarn. Wir haben uns The Whiskey Bandit, der auf realen Ereignissen beruht, für Euch angesehen...

 

Inhalt

 

Attila Ambrus, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Rumänien, findet nach zahlreichen Schicksalsschlägen in Ungarn eine neue Heimat. Zunächst versucht er als semi-professioneller Eishockey-Spieler sein Glück, doch seine wahre Bestimmung findet er bei einer ganz anderen Tätigkeit. Attila beginnt, zunächst nur um das Geld für die ungarische Staatsbürgerschaft zu beschaffen, Banken auszurauben. Das Ganze entpuppt sich als äußerst lukrativ und immer wieder kommt er mit mehr Glück als Verstand davon, bis er eines Tages und nach beinahe 30 erfolgreichen Überfällen schließlich gefasst wird. Doch zu diesem Zeitpunkt ist Attila, der sich vor jedem Raub Mut antrinkt, längst zu einer Art Volksheld geworden, der von der Presse nur "Der Whiskey Bandit" genannt wird...

 

Attila Ambrus, der "Whiskey Bandit", der in den 90er Jahren durch seine ungewöhnliche Raubserie Berühmtheit erlangte, ist in seiner Heimat Ungarn tatsächlich eine echte Legende. Leider hat Nimród Antal seinen Film auch dementsprechend aufgebaut, so dass dieser für alle, denen die Person des Attila Ambrus nicht geläufig ist, nur wenig Spannung parat hat. Die Charakterzeichnung wiederum liest sich trotz der realen Hintergründe wie ein einziges Klischee: Junge aus ärmlichen Verhältnissen wird durch zahlreiche Schicksalsschläge auf die schiefe Bahn getrieben, wo er erstmals in seinem Leben erfolgreich ist. Was sich daraus entwickelt ist ein etwas zähes Drama, das frei von Überraschungen in Rückblenden abgespult wird und damit nur bedingt für Unterhaltung sorgen kann. Für ein großes Fragezeichen sorgt dabei das Coverzitat "Ein Actionspektakel, wie man es noch nie gesehen hat", denn die Actionszenen im Film kann man an einer Hand abzählen und diese sind ebenso schnell wieder vorbei, wie sie angefangen haben. Lediglich ein paar Verfolgungsjagden sowie die Schlusssequenz reißen den Zuschauer hier aus dem unspektakulären Erzählteil. Diese sind jedoch sehr schön gefilmt und sehr dynamisch und liefern damit den Beweis, dass Regisseur Nimród Antal eigentlich ein fähiger Mann ist. Der Rest des Films allerdings ist zwar ein Denkmal für den "Whiskey Bandit", bietet aber für alle die ihn nicht kennen zu wenig unterhaltsames Material, um die kompletten zwei Stunden ohne Langeweile zu überstehen.

 

Bildergalerie von The Whiskey Bandit (5 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray liefert ein scharfes, wenn auch nicht ganz perfektes HD-Bild. Details und Tiefenschärfe sind ordentlich, aber ebenso nicht auf höchstem Niveau. Sehr schön ist die natürliche, ausgewogen kontrastierte Farbgebung sowie der kräftige Schwarzwert. Auch auffälliges Filmkorn oder Rauschen ist nicht auszumachen. Die Tonspur bietet eine saubere Abmischung, wenngleich der Film auch wenig Spielraum für Surroundeffekte liefert. Die wenigen Actionszenen jedoch liefern eine gute Dynamik sowie gezielt ortbare Effekte. Die Sprachausgabe ist im Vergleich zu Effekten und dem Soundtrack etwas zu leise abgemischt, wodurch immer wieder kleinere Dialogteile untergehen.


Das Fazit von: MarS

MarS

Für die Fans von Attila Ambros mag The Whiskey Bandit ein schönes Denkmal sein, welches den Werdegang der ungarischen Legende erzählt und dabei ausführlich auf dessen Geschichte eingeht. Allen anderen wird hier für einen sogenannten Actionthriller einfach viel zu wenig geboten, und so stellt sich recht schnell Ermüdung ein. The Whiskey Bandit erfüllt seinen Zweck, Actionfans oder Freunde ausgeklügelter Inszenierungen sollten aber zu anderen Alternativen greifen.


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