Two Worlds II

Two Worlds II

Publisher: TopWare Entertainment
Entwicklerstudio: Reality Pump
Genre: Action
Sub-Genre: Action - Rollenspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 09.11.2010
USK 16

Two Worlds II   04.12.2010 von CricketTomcat

Rollenspielfans wird nun das Herz aufgehen, denn endlich gibt es Two Worlds 2 aus dem Hause Topware. Viele Screenshots und Videos ließen den Spieler auf ein umfangreiches und gutes Rollenspiel hoffen. Doch, ob das fertige Spiel überzeugen kann und alles beinhaltet, was ein Rollenspiel besitzen sollte, werdet ihr in diesem Test erfahren. 

Fünf Jahre sind vergangen, seit der namenlose Held seine Abenteuer des ersten Teils bestanden hat. Jetzt finden wir uns in einem Kerker des Oberschurken Gandohar wieder, in dem sich unser Held nicht gerade wohl fühlt. Doch den Orks sei Dank, ja ihr habt richtig gehört, die fiesen Orks, unsere Feinde aus Teil eins, helfen uns zur Flucht. Durch diese unerwartete Gelegenheit müssen wir unsere geliebte Schwester, die wir im Vorgänger bereits retten durften, schweren Herzens zurücklassen. Doch so einfach sich die Geschichte jetzt auch anhört, ein Spaziergang wird es bestimmt nicht und viele Wandlungen werden euch erwarten, denn der Tyrann Gandohar lässt sich nicht so einfach stoppen.

Doch fangen wir mal ganz am Anfang an, hier erwartet uns ein Charaktereditor, der es in sich hat. Allein dabei könnte man sich schon einige Zeit aufhalten, denn man kann wirklich jede Kleinigkeit ändern, seien es die Lippen, Ohren, Nase oder gar die Beinlänge, hier wurde an nichts gespart. Haben wir dann unseren namenlosen Helden frei nach unseren Wünschen kreiert, kann es auch schon losgehen. Auf unserer Flucht aus dem Kerker erlernen wir die Grundsteuerung und den Umgang mit Nahkampfwaffen. Dabei merkt man schon, dass Two Worlds 2 sehr dynamisch ist und ein schnelles Gameplay beinhaltet. Nach zahlreichen, wundervoll gestalteten Zwischensequenzen ist uns die Flucht endlich gelungen und wir finden uns an der Oberfläche wieder. Vegetation soweit das Auge reicht, eine beeindruckende Weitsicht und eine schlichtweg sehr gute Umgebungsgrafik warten hier auf den Spieler. Nun werden wir mal die ersten Quests erledigen, um auch die restlichen Grundlagen des Spiels zu erlernen, denn im Gegensatz zum Vorgänger werden wir hier nicht einfach in das kalte Wasser geworfen und können uns gleich in der riesigen Welt austoben. Natürlich besitzen wir nach einer Zeit auch wieder Pfeil und Bogen, mit der sich Gegner kinderleicht aus großer Entfernung überlisten lassen. Entweder zielen wir mit einem Fadenkreuz manuell oder wechseln dank Auto-Aiming ganz einfach zwischen unseren Gegnern. Nach kurzer Zeit erlernen wir dann noch die Fähigkeit Multipfeil, mit der man gleich zwei Pfeile auf einmal abfeuern kann. Als erstes werden die einzelnen Gegner markiert, eure Wahl bestätigt und schon haben wir zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigt. In einem Dungeon erfahren wir dann auch noch den Umgang mit der Magie, brennen Skelettkrieger nieder und wenden die verschiedensten Formen der Feuermagie an. Doch welche Gegner lassen sich nun am besten mit Magie erledigen und welche im Nahkampf? Eine Anzeige des anvisierten Gegners verrät uns immer seine Resistenzen und seine Schwachpunkte, was uns einen klaren Vorteil verschafft, wenn wir uns diese Anzeige genau anschauen. Jedoch können wir immer nur eine Waffe ausrüsten und diese auch benutzen, doch das ist kein Problem. Im Inventar stellen wir uns die verschiedensten Waffensets zusammen und weisen diese einer Taste zu, so lassen sich die Waffen im Spiel ganz einfach wechseln. Wenn wir gerade schon beim Inventar sind, dieses ist von seinem Gewicht her begrenzt und man sollte sich gut überlegen, welche Gegenstände man behält, verkauft oder in eine Truhe ablegt. Steigen wir im Level auf, steigt der Wert, den wir mit uns tragen können.

Nach kurzer Zeit müssen wir für unseren Questgeber ein Abführmittel brauen, denn das Pferd hat Verstopfung und das können wir nicht auf uns ruhen lassen. Nachdem wir die richtige Zutaten in der Welt gesammelt haben, gehen wir in unser Inventar und werfen die richtigen Gegenstände in den Brautopf. Desto mehr wir verwenden, desto wirksamer wird der Trank dann auch. Wir können auch nach belieben Zutaten in den Topf werfen und sehen was dabei rauskommt, so erhalten wir Rezepte und ausgefallene Tränke. Ist der Trank gebraut und das Pferd von seinem Leid befreit, bekommen wir das Pferd als Fortbewegungsmittel auch geschenkt. Nun geht einiges schneller voran, doch leider wird unser Pferd nicht auf der Karte markiert, was schnell zum Verlust des geliebten Reittiers führt. Dann bewegen wir uns eben zu Fuß weiter, was auch nicht so schlimm ist, denn mit der Sprinttaste ist unser Held ziemlich schnell unterwegs. Sehr schön gemacht ist hier auch, dass wir langsamer werden, wenn es bergauf geht und die Ausdaueranzeige schneller sinkt. Neben der Ausdaueranzeige finden wir noch eine Minimap, Gesundheits- und Manaanzeigen, sowie unsere Schnellwahlleiste. Ein grüner Balken verrät uns immer, wie weit wir vom nächsten Levelaufstieg entfernt sind. Nach jedem Levelaufstieg erhalten wir zum einen Skillpunkte und zum anderen Parameterpunkte. Mit Hilfe der Skillpunkte lassen sich unsere allgemeinen Werte wie Stärke, Ausdauer und Willenskraft verbessern, wobei sich die Parameterpunkte für die spezielleren Werte verwenden lassen. Hier besitzt jede einzelne Klasse Untermenüs, deren beinhaltenden Eigenschaften wir verbessern können. Wie ihr bestimmt jetzt schon merkt, lässt sich hier sehr viel anpassen. Wollt ihr lieber Krieger, Waldläufer, Magier, Assassine oder Handwerker sein? Diese Entscheidung bleibt hier jedem selbst überlassen. Und solltet ihr eure Punkteverteilung bereuen, so lässt sich dies gegen ein kleines Entgelt auch wieder rückgängig machen. Allein im Menü des Magiers könnte man schon einige Zeit damit verbringen, die verschiedensten Zauber zu kombinieren und DEN ultimativen Zauber zu erstellen. Die anderen Klassen bieten nicht weniger Auswahlmöglichkeiten, wobei aber viele Fertigkeiten durch den Erwerb von Skillbüchern erst freigeschaltet werden. Diese finden wir in der kompletten Welt verteilt oder kaufen sie uns bei dem Händler unseres Vertrauens. Neben den Skillbüchern lassen sich noch viele andere Dinge finden, zum Beispiel Rüstungsteile, Waffen oder auch Altare, die kurzzeitig einige Werte verbessern. Natürlich können wir auch schmieden, indem wir das Inventar öffnen und den gewünschten Gegenstand auswählen. Hierzu brauchen wir bestimmte Rohstoffe und Gegenstände, die wir einschmieden und unsere Waffen und Rüstungsteile somit verbessern können. Fast jeder Gegenstand lässt sich zurück in seine Einzelteile zerlegen, wodurch wir wertvolle Bestandteile für unsere Schmiedekunst erhalten. Natürlich bringen uns seltenere Gegenstände einiges mehr als oft vorhandene. Man sollte sich wirklich lange mit dem Crafting System beschäftigen, denn so lassen sich überragende Teile schmieden. In der Welt von Two Worlds 2 ist jede Menge los und viele Quests warten auf Euch. Die Nebenquests erledigen wir meist für bestimmte Gilden, wodurch bei Beendigung unser Ansehen bei der jeweiligen Gilde steigt und wir dadurch nützliche Rabatte bei Händlern bekommen.

Das Spiel besitzt auch einen Mehrspielermodus, in dem sich Städte umgestalten und spannende Deathmatch Partien bestreiten lassen. Doch leider konnte ich den Mehrspielermodus nicht ausführlich testen, denn es war auf den Servern (noch) nichts los. Ich hoffe sehr, dass sich dies noch ändert. Wie am Anfang schon erwähnt, ist die Grafik hervorragend und bietet einiges für das Auge, vor allem in belebten Dörfern und Städte kann diese vollends überzeugen. Man wird zwar auch teilweise detailarme Stellen finden, doch der Gesamteindruck ist stets positiv. In den Dialogen haben wir einen schönen Unschärfeeffekt, wobei der Fokus auf den angesprochenen Personen liegt. Meist können wir uns während dem Gespräch auch bewegen und die Kamera steuern. Leider sind die Gesten meist dieselben und somit wirkt nicht jeder Dialog wirklich überzeugend. Die Sprachausgabe wiederum ist sehr gut gelungen und die deutschen Sprecher können sich hören lassen. Eine passende Hintergrundmusik und ein gut ausgewählter Soundtrack warten ebenfalls auf den Spieler.


Das Fazit von: CricketTomcat

CricketTomcat

Seit den ersten Screenshots von Two Worlds2 habe ich mich schon sehr auf dieses Spiel gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Angefangen von dem sehr ausführlichen Charaktereditor und der guten Story wollte ich immer mehr. Das Kampfsystem ist wirklich super umgesetzt, sehr dynamisch und macht riesigen Spaß. Nach jedem Levelaufstieg freut man sich, wieder die Punkte an eine große Auswahl von Fertigkeiten verteilen zu dürfen und sich Gedanken über den Werdegang seines Charakters zu machen. Das Brauen von Tränken und Schmieden von Gegenständen bietet eine Menge Möglichkeiten und sollte gut genutzt werden. Erfahrene Rollenspieler werden hier einen Heidenspaß haben, wobei sich bei Einsteigern der Frustfaktor breit machen wird. Die technische Seite kann auch richtig überzeugen und man freut sich immer wieder, wenn man diese wundervolle Vegetation sieht. Kurz gesagt ist Two Worlds 2 genau das Spiel geworden, auf das viele Spieler gewartet haben. Das gibt eine klare Kaufempfehlung von mir, denn ein umfangreicheres und besseres Rollenspiel dieser Art werdet ihr zur Zeit nur schwer finden.


positiv negativ
  • Dynamisches Kampfsystem
  • Sehr schöne Grafik
  • Gute deutsche Synchronisation
  • Mehrspielermodus...
  • Riesiger Umfang
  • Umfangreicher Charaktereditor
  • Dialoge nicht immer überzeugend
  • Durchwachsene KI
  • Überladene Karte
  • ... in dem noch nichts los ist





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