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UFC Trainer
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BEWERTUNG |
14.09.2011 von Xthonios
Genießt Ihr es auch, am Abend gemütlich auf der Couch zu liegen und mit einer Tüte Chips oder Popcorn spannende Filme zu schauen. Immer wenn Ryan Reynolds oder Jake Gyllenhaal auf der Leinwand erscheint, knufft Euch Euer Partner in die wohlgenährte Bauchfalte und seufzt leise vor sich hin? Ihr lebt nach der Devise "Warum ein Sixpack, wenn man ein Bierfass haben kann"? Kondition ist für Euch nur eine Antwort im Kreuzworträtsel? Dann schaut lieber einmal auf unserer Filmplattform vorbei, hier präsentieren wir jetzt ein neuartiges Fitness Programm - UFC Personal Trainer...
Heute ist es also soweit. Mein Wohnzimmer hab ich vorsorglich freigeräumt, zwei Handtücher und eine große Flasche Wasser steht bereit. Na wollen wir doch einmal sehen, ob das Programm hält, was es verspricht. Zu Beginn zeigt mir der Trainer erst mal, was UFC aus ihm gemacht hat. Straffe Proportionen, sichtbare Muskelpartien und ein sichtbarer Sixpack. Japp okay! Er hat mich überzeugt, das nehme ich. Einmal nach Hause schicken bitte. Als Erstes geht's zu einem Fitnesstest. Erster Schritt: Aufwärmen. Jeder weiß, ohne Aufwärmen der Muskeln können Übungen schnell Verletzungen verursachen – absolut ein Pluspunkt, dass hier drauf geachtet wird. Anschließend darf ich zeigen, wie fit ich bin. Nach diversen Sit-Ups, Kniebeugen und Liegestützen wird schnell klar: ANFÄNGER. Dank Kinect muss ich keinen Controller in der Hand halten, das Gerät erkennt meine Bewegungen recht sauber und der Trainer führt die Übungen ebenfalls zum Abgleich durch. Nach dem erfolgreich überstandenen Fitnesstest und die Angabe personenspezifischer Angaben wie Alter, Gewicht, Größe etc. befinde ich mich im Hauptmenü. Hier habe ich zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl. Ich kann eigene Trainingsprogramme erstellen, spezielle Übungen durchführen oder mir auch auf Basis meines Fitness Level ein Trainingsprogramm erstellen lassen. Zur Auswahl stehen hierbei Fettabbau-, Ausdauer- oder Krafttraining. Anschließend kann ich mich entscheiden ob ich ein 30-Tages-Programm oder 60-Tages-Programm absolvieren möchte. Ich entscheide mich für ein 30-Tage-Krafttraining. Nun kommt noch eine letzte Abfrage, ob ich das Training gern mit Unterstützung von Gewichten oder ohne durchführen möchte. BITTE erst mal ohne. Es folgt eine kurze Berechnung und ich erhalte meinen Wochenplan zur Ansicht. Drei Tage Training, ein Tag Pause und wieder drei Tage Training. Alles klar los geht’s. Erneut klärt mich mein Trainer auf und führt mich durch ein Aufwärmtraining, bevor es ans Eingemachte geht. Heute erwarten mich 19 Übungen, die circa 30 Minuten in Anspruch nehmen werden. Die erste Übung des Abends heißt Kniebeugen. Die Übung meistere ich innerhalb der vorgegebenen Zeit. Nen Klacks, allerdings bemerke ich, dass mein Herz definitiv schneller arbeitet als auf der Couch. Die nächste Übung ist eine Art Ausfallschritt nach vorn. Auch hier erfülle ich mein Pensum. Es folgen Liegestützen und weitere Armübungen. Nach unterschiedlichen Übungen beginnt der Zirkel von vorn. Nach zehn Übungen läuft mir der Schweiß langsam die Klamotten entlang und ich muss eine Pause einlegen. Trainingsprogramm? Das ist moderne Sklavenarbeit! Nach einer kurzen Verschnaufpause und die Feststellung, dass meine Flasche Wasser bereits leer ist, kämpfe ich mich durch die letzten acht Übungen. Mit Müh und Not besiege ich meinen inneren Schweinehund und komme nicht aus Versehen auf die XBOX-Powertaste. Nach 18 Übungen dann endlich die Erlösung: Dehnübungen und Ausruhen. Geschafft. Jetzt geht’s unter die Dusche und dann noch ne Kleinigkeit essen. Gute Nacht.
Tag Zwei: Ich öffne meine Augen und spüre ich die Auswirkungen meines gestrigen Trainings. Der Muskelkater in den Oberschenkeln, in den Schultern und in den Armen begrüßt mich mit einem herzlichen „Hallo“. Irgendwie denke ich mit Schrecken an mein Work-out heute Abend. Aber nix da, ich habe mich dazu bereit erklärt, also wird am Abend wieder trainiert. Also Xbox eingeschaltet, tief durchatmen und los geht’s. Heute gibt es einige Schlag- und Trittübungen, gepaart mit ein paar Kraftübungen. Es ist mein Glückstag, denn nach 15 Minuten ist die Tortur überstanden. Auch wenn ich diesmal nicht vor Erschöpfung auf dem Boden krieche, erledigt der Muskelkater von gestern den Rest.
Tag Drei:
Jetzt ist es an der Zeit, einmal zurückzuschauen. Hat dieser Test wirklich was gebracht? Ich muss mir selbst eingestehen, dass dem so ist. Rein vom Trainingsplan und den Übungen her ist UFC Personal Trainer durchaus eine gute Alternative, wenn man aus zeitlichen Gründen nicht in ein Fitnesscenter kommt. Ersetzt dieses Spiel das Fitnesscenter komplett? Nein. UFC ist sicherlich eine gute Ergänzung, jedoch für wirkliche Anfänger nur bedingt tauglich. Ich selbst war jahrelang immer wieder im Fitness und verstehe die Wichtigkeit der Bewegungsabläufe. Für absolute Neulinge, die Aufwärmphasen und Übungen zu leicht nehmen, kann schnell Verletzungsgefahr bestehen. Auch wenn die Kinect-Steuerung die Bewegungen gut erkennt, so schützt dies nicht vor falschen Bewegungen. Ein weiteres notwendiges Manko ist der benötigte Platz. Um die Übungen richtig durchführen zu können, ist ein ausreichend großer Platz notwendig, der in kleinen Zimmern schnell an die Grenzen stößt. Grafisch gesehen ist das Spiel keine Besonderheit. Die Konturen sind oft grobkörnig und die Hintergründe sind oft schlicht grau in grau. Besonders unangenehm fallen die Kommentare der Trainer auf. Aufgrund der doch sehr spartanischen Auswahl kommt es vereinzelt vor, dass der Trainer 3x das Gleiche erzählt. Motivation ist was Anderes. Zum Thema Ton gibt’s eigentlich nur zu sagen, man versteht den Trainer gut, sofern man Englisch beherrscht. Eine Synchronisation fand – zum Glück – nicht statt, so konnte man auch nichts verschandeln. Das Fazit von: Xthonios
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