Yomawari: Midnight Shadows

Yomawari: Midnight Shadows

Publisher: NIS America, Inc.
Entwicklerstudio: Nippon Ichi Software, Inc.
Genre: Abenteuer • Strategie • Survival
Sub-Genre: Anime
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 24.10.2017

Yomawari: Midnight Shadows   29.10.2017 von VanTom

Es wird Herbst, die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und jetzt ist die Zeit der gepflegten Gruselunterhaltung. Gerade in dieser Zeit erscheint mit Yomawari: Midnight Shadows der Nachfolger von Yomawari: Night Alone. In diesem Spiel verfolgt der Spieler die Geschichte zweier Mädchen, welche in der dunklen Stadt bei Nacht unterwegs sind. Spirit-Experte VanTom hat sich den Titel angesehen und berichtet von seinen dunklen Begegnungen...

 

Zunächst bittet das Spiel den Spieler alle Lichter auszumachen und sich nur auf den Bildschirm zu konzentrieren. Ähnlich wie im ersten Teil beginnt dann die Reise des Spielers mit einem kleinen Tutorial, welches die Grundlagen des Spiels erklärt. Dabei übernimmt der Spieler der Rolle des Mädchens Yui, welche in die Grundschule geht. Nach dem Tutorial, zu dessen dramatischen Ende hier kein Wort verloren werden soll, lernen wir die beste Freundin von Yui namens Haru kennen. Beide Mädchen können an den Farben der modischen Haarschleifen, rot und blau, unterschieden werden. Die Beiden wollen gemeinsam ein Feuerwerk besuchen. Während dem Feuerwerk kommt ein ernstes Thema auf den Tisch. Dies wird das letzte gemeinsame Feuerwerk sein, welches sich beide ansehen können. Haru wird in eine andere Stadt ziehen und so werden beide getrennt werden. Haru macht aber klar, dass sie eigentlich für immer bei Yui bleiben möchte. Beide beschließen das Feuerwerk zu Ende anzusehen. Anschließend wollen sie sich auf den Weg nachhause durch das Dunkel machen. Dabei kommt auch das wichtigste Utensil während des Spiels zum Einsatz, die Taschenlampe. Auf dem Weg hören beide eine gruselige Stimme. Da Yui zu dieser Zeit die Taschenlampe hat, schaut sie nach, während Haru sich in einem Gebüsch versteckt. Dabei werden beide Mädchen getrennt und der Spieler übernimmt die Kontrolle von Haru. Diese entdeckt die zurückgelassene Taschenlampe und macht sich auf die Suche nach Yui.

 

So beginnt die nächtliche Reise durch die Stadt, in deren Verlauf der Spieler immer wieder die Spielfigur wechseln. So ist es zu Beginn des Spiels so, dass wir Yui spielen und eine bestimmte Stelle erreichen müssen. Anschließend übernehmen der Spieler Haru und besucht den gleichen Ort. So gelangen wir in ein verfluchtest Haus und müssen hinter das Geheimnis dieses Ortes kommen. Dabei ist Haru immer wieder auf der Suche nach Yui. Leider ist der Spieler nicht alleine in der Stadt unterwegs, sondern trifft immer wieder auf mehr oder minder starke Geister. Da die beiden Mädchen sich nicht verteidigen können, bleibt nur ein Verstecken hinter oder in diversen Objekten (Busch, Schilder usw.) oder ihnen aus den Weg zu gehen. Dazu können beide Mädchen mit einer gewissen Ausdauer rennen. Diese wird aber geringer, je länger sie laufen. Manche der Gegner reagieren unterschiedlich. So bleiben manche Geister stehen, wenn sie angestrahlt werden von der Taschenlampe und rennen auf die Spielfigur zu, wenn der Strahl nicht mehr da ist. Andere reagieren auf Geräusche. Es ist sehr interessant das unterschiedliche Verhalten zu studieren. Auch können wieder Werkzeuge zum Einsatz kommen, welches uns gegen die Geister helfen können. So gibt es die Steine wieder, welche ein Mädchen werfen kann um einen Geist damit abzulenken. Neu ist auch eine Art Plastiktüte unter der wir uns verstecken können, wenn gerade kein anderes Versteck in der Nähe ist. Zum Glück kann die Spielfigur bei einer solchen Aktion nicht sterben. Wenn Geister in der Nähe sind der Herzschlag des Mädchens deutlich zu hören. Eine Berührung eines Spirits reicht um zum nächsten Speicherpunkt zurückzukehren. Diese werden ebenfalls wieder durch Schreine gekennzeichnet. Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es nun auch Innenräume in denen dann per Telefon über einen Anruf nachhause gespeichert werden kann. Das Speichern funktioniert aber nur nach dem Einwurf einer Münze.

 

Im Spiel sind viele Objekte zum Sammeln versteckt oder es gibt kleinere Aufgaben zu meistern. Die Stadt lädt also zur Erforschung ein. Jeder Abschnitt hat einen oder mehrere mächtige Gegner. Hier kommt es zunächst darauf an zu erkennen, ob und welche Schwachstellen der jeweilige Gegner hat. Bei manchen der Endgegner gerät dies zur Geduldsprobe, weil der Spieler es nicht schafft einer Attacke auszuweichen und den Kampf wieder ganz von vorne beginnen muss. Dies kann schon, wie beim Vorgänger, zu Frustration führen. Alle Gegner sind aber zu schaffen. Nach vielen Abschnitten hat der Spieler im Haus von Haru die Möglichkeit einen Talisman auszuwählen, welcher meist nach dem Kampf mit einem Zwischen- oder Endgegner gefunden werden kann. Dieses erlauben jeweils unterschiedliche Verbesserungen, z.B. dass das Mädchen schneller laufen kann oder die Ausdauer höher ist.

 

Bildergalerie von Yomawari: Midnight Shadows (16 Bilder)

Im Gegensatz zum vorherigen Titel lässt uns der neue Teil nicht mehr in der dunklen Stadt umherirren ohne zu wissen, wo es denn weitergeht. Das Spiel gibt dazu Hinweise, was als nächstes zu tun ist. So wird alles erforscht und untersucht. Dabei empfindet der Spieler ein latentes Gruselgefühl und ist bemüht allen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Das Spiel geizt aber auch nicht mit Jumpscares, welche durchaus gezielt eingesetzt werden. So erlebt der Spieler die abwechslungsreiche Reise der beiden Mädchen und wird davon in seinen Bann gezogen. Dabei betritt und erforscht der Spieler beispielsweise das schon genannte Haus, einen Schrottplatz oder einen Schrein, welcher furchtbar verdreckt ist. Den jeweiligen Fortschritt hält Haru in Ihrem Tagebuch fest, welches nebenbei auch eine kindgerechte Karte enthält. Die Karte wird immer ergänzt, wenn der Spieler in der Stadt umherstreift.

 

Die Grafik ist sehr schön und niedlich umgesetzt und ist im Vergleich zum Vorgänger noch etwas detaillierter gelungen. Dabei sind die Mädchen niedlich im Anime-Stil dargestellt und das Flair einer Stadt in der Nacht wird gut getroffen. Die Gegner sehen eher aus als wären sie der Kinderphantasie entsprungen. Dazu gibt es aber einige sehr blutige Stellen zu sehen, was insgesamt sehr verstörend wirkt. Dazu passen auch die Geräuschkulisse und die spärliche aber gute Musikuntermalung. Eine wichtige Rolle spielt auch der kleine Hund Chaco, welcher Yui gehört und immer mal wieder auftaucht. Neben der isometrischen Draufsicht gibt es diesmal auch 2D-Level, welches das Geschehen von der Seite darstellen. Die Geschichte birgt einige Überraschungen und Wendungen. Sie motiviert den Spieler immer wieder weiterzumachen, weil er erfahren möchte, was genau passiert ist und wie die Zusammenhänge sind. Somit passt das Spiel ideal in die Jahreszeit und lädt zum Gruseln ein.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Yomawari: Midnight Shadows ist ein Survival-Game der anderen Art. Der Spieler übernimmt die Rolle zweier kleinen Mädchen, welche versuchen sich wiederzufinden. Beide sind keine Superhelden, sondern haben oft nur die Chance sich zu verstecken oder schnell zu laufen, wenn sie überleben wollen. Dies gibt beiden Figuren einen verletzlichen Touch, so dass der Spieler beide unbeschadet wieder zusammenführen möchte. Alles in allem wird das Konzept des Vorgängers fortgeführt, aber sinnvoll ergänzt. Das Spiel passt einfach zu einem dunklen Herbstabend. Auch nach dem Ende der Geschichte besteht noch die Möglichkeit die Stadt weiter zu erforschen.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Die bekannt schaurig-süße Anime-Grafik
  • Konzept des Vorgängers sinnvoll fortgeführt
  • Chaco
  • Nette Geschichte
  • Einige unfaire Stellen bei Endgegnern
  • Nicht abrechbare Zwischensequenzen





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