Young Sheldon: Die komplette 1. Staffel

Young Sheldon: Die komplette 1. Staffel

Originaltitel: Young Sheldon
Genre: Komödie
Regie: Jaffar Mahmood • Howard Deutch
Hauptdarsteller: Iain Armitage
Laufzeit: DVD (418 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 12

Young Sheldon: Die komplette 1. Staffel   05.12.2018 von Born2bewild

Manchmal, wenn man im Straßenverkehr unterwegs ist, hat man das Gefühl, dass manche Leute ihr Gehirn zuhause lassen. Ähnlich verhält es sich in den „i bims“ sozialen Medien. Anhand dieser Beispiele lässt sich wohl am ehesten Sheldons Leben nachvollziehen, das seinen Ursprung in Young Sheldon - Staffel 1 findet. Ob uns die Spin-Off zu The Big Bang Theory zugesagt hat oder wir wie Sheldon lieber eine wissenschaftliche Abhandlung über den Wärmekoeffizienten von Sandkörnern in der Wüste gelesen hätten, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Inhalt

 

Sheldon Lee Cooper (Iain Armitage) ist hochbegabt und soll mit seinen neun Jahren schon in die Highschool wechseln. Das ist sehr zum Leidwesen seines Bruders Georgie (Montana Jordan), der dann mit ihm in einer Klasse ist. Sheldon ist aber zuversichtlich und freut sich auf den Schulwechsel, der ihn endlich wieder fordern wird. Doch schon am ersten Tag wird klar, dass es kein einfaches Unterfangen wird. Morgens verschwindet seine Fliege, die, wie seine Eltern vorausgesehen haben, nicht wirklich zum Kleidungsstil der Jugendlichen auf der Schule passt. Im Laufe des Tages werden dann gleich mal seine Eltern zum Direktor gerufen, da Sheldon sehr auf die Kleidervorschriften pocht, an die sich nicht einmal die Lehrer halten. Außerdem lässt er alle Lehrer spüren, dass er schlauer ist als sie. Glücklicherweise können Sheldons Eltern einen Schulverweis gerade noch abwenden, denn eine andere Wahl hätten sie auch nicht. Unterdessen wird Georgie im Footballteam, das von seinem Vater (Lance Barber) trainiert wird, von seinen Mitschülern aufgezogen. Das führt dazu, dass er sich wieder einmal benachteiligt fühlt und der Vater, der sich selbst eigentlich sehr zurückhält, das Gespräch mit Sheldon sucht…

 

Wird sich Sheldon in der neuen Schule anpassen können? Wie wird sich das Verhältnis zu seinen Geschwistern entwickeln?

 

Die erste Staffel Young Sheldon beginnt mit dem Schulwechsel des titelgebenden Genies. Dabei gilt es nicht nur die normalen Hürden zu überwinden, die man als neuer Schüler zu meistern hat, sondern vor allem das eigene Ego im Zaum zu halten. Im Fokus steht auch seine Familie mit seinem Bruder, der in der zwölften Staffel von The Big Bang Theory eingeführt wurde, und seiner Zwillingsschwester. Aber natürlich darf auch seine Oma nicht fehlen. Dabei kommt es immer wieder zu ähnlich komischen Situationen wie man sie aus The Big Bang Theory kennt. Sei es durch das Zusammentreffen von Nerds auf normale Menschen oder die Auswirkungen von Sheldons Phobien. Hinzu kommen natürlich dann auch die altersspezifischen Probleme. Sehr gut gewählt ist die Besetzung seiner Mutter mit Zoe Perry, die im realen Leben die Tochter seiner Mutter (Laurie Metcalf) aus The Big Bang Theory ist. Somit passen hier die gesamte Gestik und auch Ähnlichkeit sehr gut. Auch sein Taugenichts von Vater spielt seine Rolle sehr gut. Besonders hervorheben muss man aber die Leistungen der Kinder. Gerade Sheldon Darsteller Iain Armitage wirkt sehr authentisch, aber auch seine Schwester (Raegan Revord) und sein Bruder können überzeugen.

 

Bildergalerie von Young Sheldon: Die komplette 1. Staffel (10 Bilder)

Details der DVDs

 

Young Sheldon – Staffel 1 kommt hierzulande leider nur in der zweier DVD-Box. Allerdings finden wir das für eine Comedy-Serie ausreichend. Mit zweiundzwanzig Folgen und einer Laufzeit von 418 Minuten ist der Umfang entsprechend einer normalen Sitcom. Die Bildqualität ist für das Medium absolut in Ordnung. Soundtechnisch wird den Zuschauern aber nur Zweikanal-Sound geboten, allerdings ist auch dies vollkommen ausreichend. Schließlich brauchen wir keinen Surround-Sound, wenn Sheldon ein Buch umblättert oder ähnliches.

 

Episodenguide

 

  • Episode 01 - Sheldon, Newton und Euklid
  • Episode 02 - Raketen, Kommunisten und keine Freunde
  • Episode 03 - Poker, Gott und Mülltonnen
  • Episode 04 - Würstchen, Comics und ein Therapeut
  • Episode 05 - Football, Mathe und ein Busen
  • Episode 06 - Ein Aufnäher, ein Modem und ein Magengeschwür
  • Episode 07 - Rinderbraten, Voodoo und Kaffee aus New Orleans
  • Episode 08 - Cape Canaveral, Schrödingers Katze und die Blitze
  • Episode 09 - Spock, Kirk und ein Leistenbruch
  • Episode 10 - Dallas, grüne Bohnen und eine Adlerfeder
  • Episode 11 - Dungeons, Dragons und die Sonntagsschule
  • Episode 12 - Ein Computer, ein Streit und eine Menge Bier
  • Episode 13 - Niesen, nachsitzen und ein echter Texaner
  • Episode 14 - Schlüsselkinder, Whisky und zwei Helden
  • Episode 15 - Geologie, Gefühle und die geheimnisvolle Frau
  • Episode 16 - Killerasteroiden, Rebellion und Lampenfieber
  • Episode 17 - Jiu-Jitsu, Bläschenfolie und die böse Bobbie
  • Episode 18 - Eine Mutter, ein Sohn und ein Tornado
  • Episode 19 - Meemaw, Guacamole und das lila Fahrrad
  • Episode 20 - Ein Hund, ein Eichhörnchen und ein Fisch namens Fisch
  • Episode 21 - Dr. Sturgis, Meemaw und der Morgen danach
  • Episode 22 - Vanilleeis, Herrenbesuche und die blühende Tulpe

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Ich war erst etwas skeptisch, ob die Serie punkten kann oder nur eine Methode zum Melken des „The Big Bang Theory“-Universums sein würde. Doch ich muss sagen, dass sie mich sehr schnell eingefangen hat. Sie steht meiner Meinung humoristisch den Anfängen von The Big Bang Theory etwas nach, hat die neueren Folgen der Serie aber schon überholt. Ein bisschen seltsam fand ich nur eine Szene, in denen Footballregeln ein wenig seltsam dargestellt werden (der Punt findet nicht nach dem vierten Down statt, er ist der vierte Down), was eigentlich gerade in Amerika zu Stirnrunzeln führen sollte. Davon abgesehen finde ich die Charaktere allesamt sehr stimmig und man fühlt sich in vielen Szenen zu Sheldons Erzählungen über seine Omi oder seinen Vater zurückversetzt. An ein paar Stellen sind mir auch Logikfehler aufgefallen, bei denen meiner Meinung nach mal eine Phobie von Sheldon aussetzt. Alles in Allem wurde ich aber sehr gut unterhalten und vergebe 8/10 Punkte, da ich hier noch ein wenig Luft nach oben sehe.

 

Josi:

Ich weiß nicht, ob man den Charakter von Sheldon mögen muss, um diese Spin Off gut zu finden, aber ich mag sie. Es gibt viele neue Möglichkeiten in der Welt des jungen Sheldon seine Phobien und seinen IQ witzig darzustellen. Dabei wird es überhaupt nicht langweilig, obwohl man meint alles schon einmal gesehen zu haben. Schön ist auch, dass Sheldon hier noch im „Originalzustand“ ist, d.h. keine Aufweichung seiner Macken durch die Dynamik der Gruppe in The Big Bang Theory. Quasi der Anfangsstatus der Serie. Ich bin bei jeder Folge wieder neu überrascht wie klasse die Wahl von Zoe Perry als Mutter für die Serie war. Andauernd fallen mir Ähnlichkeiten auf, die das Ganze noch realistischer wirken lassen.


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