Zombie Hunter

Zombie Hunter

Originaltitel: Zombie Hunter
Genre: Horror
Regie: Kevin King
Hauptdarsteller: Martin Copping
Laufzeit: DVD (89 Min) • BD (93 Min)
Label: Entertainment One
FSK 18

Zombie Hunter   18.06.2014 von GloansBunny

Man nehme Danny Trejo, ein mit Waffen voll beladenes Auto, Alkohol und ein paar Zombies ... und fertig ist er, der Film Zombie Hunter. Ist das neueste Zombie-Werk feurig wie ein Tequila oder zäh wie Haferbrei? GloansBunny ist mal wieder in ihrem filmischen Lieblingsgenre unterwegs ...

 

Was in heutiger Zeit das Crystal Meth ist, ist in naher Zukunft die Designerdroge "Natas". Wer sich das neonpinke Zeug spritzt, erlebt den Rausch des Lebens und gleichzeitig die unumkehrbare Verwandlung zum hirnlosen Zombie. Binnen weniger Monate mutieren Milliarden Menschen zu Junkies und schließlich zu Untoten, die Welt verwahrlost und verwandelt sich in einen trostlosen, von nach Frischfleisch gierenden Zombies bevölkerten Ort. Nur einige Wenige überleben und sind fortan auf sich allein gestellt. Der namenlose Hunter (Martin Copping) ist einer von ihnen und rast tagein, tagaus mit seinem heiß geliebten Camaro durch die Landschaften, um dabei schamlos seinem Lieblingshobby zu frönen: Zombies jagen. Damit es nicht zu langweilig wird, metzelt er nebenbei noch ein paar Untote nieder oder zerlegt herumziehende Hirnfresser. Kurzum: es gibt während der Apokalypse nicht allzu viel zu tun. Als Hunter eines Tages gedankenverloren ("Wie mache ich den nächsten Zombie am besten platt?") an eine Gruppe Überlebender heranrauscht, pflücken ihn diese kurzerhand samt Karre von der Straße und ballern ihn mal eben über den Haufen. Als Jesus, der priesterliche Anführer der Truppe (Danny Trejo) jedoch zwischen einem ordentlichen Schluck Tequila und einem prüfendem Blick auf den Haufen persönlicher Waffen feststellt, dass Hunter wohl doch kein Zombie ist, gibt er den Verletzten kurzerhand in die Pflege seiner Gruppe. Dass eine der Laien-Krankenschwestern zufällig die nymphomanische Debbie (Jade Regier) ist, stört Hunter natürlich wenig und führt zur raschen Genesung der Blessuren. Kurzerhand beschließt Hunter, sich gemeinsam mit den neuen Freunden auf die Suche nach einem Flugzeug zu machen, um ein neues Leben zu beginnen.

 

Doch können Hunter, Jesus, Debbie und Mechaniker Jerry (Terry Guthrie) samt Chef-Jungfrau Alison (Clare Niederpruem) überleben? Oder werden Fettsack Lyle (Jake Suazo) und Dauer-Masturbierer Ricky (Jason K. Wixom) zum Klotz am Bein und gefährden die gesamte Truppe? Wer wird überleben, wer wird sterben? Und ist Alkohol nicht doch eine Lösung?

 

Die schlechte Nachricht vorneweg: anders als das Cover vermuten lässt, ist Danny Trejo nur für wenige Minuten Teil von Zombie Hunter. Der mexikanische Machete-Star dient nur zum Kundenfang und hat leider eine winzige Nebenrolle in diesem Film. Bedauerlich, denn Trejo hätte sowohl optisch als auch in Punkto Charisma den deutlich besseren Hunter abgegeben, als der bemühte, aber etwas farblose Australier Martin Copping. Die Story um den Outlaw ist  zwar wenig tiefgründig, aber dennoch kurzweilig und die zahlreichen Splattereffekte samt Litern an Blut, grausigen Zombies und optisch ansprechenden, comicartigen Gemetzeln sind gerade für Genrefans ein wahres Fest. Zombie Hunter hätte somit durchaus das Potenzial zum Kultfilm- wenn da nicht der vorhersehbare Plot mit dem "Ene mene muh und raus bist du"-Konzept samt Mangel an Neuerungen wäre. Viel zu schnell ist dem Zuschauer klar, welche der oberflächlichen Figuren als nächstes stirbt, was Zombie Hunter trotz guter Ansätze wie etwa Anspielungen an Filme wie The Texas Chainsaw Massacre einen viel zu bekannten und ausgewaschenen Ausdruck verleiht.

 

Bildergalerie von Zombie Hunter (12 Bilder)

Technisch kann Zombie Hunter mit gestochen scharfen Bildern, hübschen Kulissen und einer guten deutschen Sprachausgabe punkten. Zwar sind die Dialoge nicht immer geistreich und das Gesamtbudget eher mau, den typischen Trash-Charme hat Zombie Hunter qualitativ aber dennoch vollends auf seiner Seite. Im Extras-Bereich herrscht hingegen gähnende Leere, mehr als ein Wendecover ist auf der Blu-ray schlichtweg nicht vorhanden. Gnnnnnh, hamham, Frischfleisch? Naja, eher alter, ausgelutschter Schinken - aber dennoch spassig.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Auch wenn er nicht gerade der Johnny Depp des B-Movies ist, so mag ich Danny Trejo doch ziemlich gerne. Filme wie Machete oder From Dusk Till Dawn liebe ich aus drei Gründen: wegen ihrem Trash-Faktor, ihrem Sarkasmus und wegen Trejo selbst. Umso enttäuschter war ich, als sich das Cover von Zombie Hunter mit dem Konterfei des Mexikaners darauf als klassischer Bauern- bzw. Fanfänger entpuppte. Nicht nur, dass Zombie Hunter erstaunlich vorhersehbar ist und nur allzu bekannte Abläufe bietet, sondern auch der viel zu kurze Nebenrollenauftritt des charismatischen Mexikaners brechen dem Potenzial des Filmes das Genick. Da können auch die sehenswerten Splatterszenen und der unterschwellige Humor nicht mehr viel rausreißen, zumal die Figuren blass und wenig tiefgründig wirken. Das B-Movie-Budget tut sein Übriges, um Zombie Hunter zu einem kaum mehr als solidem Zombiefilm zu transformieren. Hätte Danny Trejo die Hauptrolle gespielt, hätte Zombie Hunter durchaus ein Geheimtipp werden können. Aber "hätte, wäre, wenn" - der Film bleibt halt leider einfach im unteren Mittelfeld der Trashszene hängen. Schade.


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