10 Cloverfield Lane

10 Cloverfield Lane

Originaltitel: 10 Cloverfield Lane
Genre: Thriller
Regie: Dan Trachtenberg
Hauptdarsteller: Mary Elizabeth Winstead
Label: Paramount Pictures Germany
FSK 16

10 Cloverfield Lane   03.04.2016 von Mario von Czapiewski

Mit 10 Cloverfield Lane kommt aktuell ein interessantes Filmprojekt in die deutschen Kinos. Ursprünglich als eigenständiger Film geplant, zog man dann aber die Cloverfiled-Lizenz drüber und münzte die Geschichte zu einem Cloverfield-Spin-Off um, das nun parallel zum Pseudo-Vorläufer spielen soll. Ob der Film damit nun tatsächlich überzeugen kann, lest Ihr in der folgenden Kritik.

 

Nach einem Autounfall erwacht Michelle (Mary Elizabeth Winstead) in einem Schutzbunker. Besitzer Howard (John Goodman) hat sie hierhin verfrachtet und hält sie zusammen mit einem anderen jungen Mann fest. Laut ihm wäre die Menschheit von einer Seuche dahingerafft worden, und sie wären vermutlich dank seines Bunkers die letzten Menschen, die saubere Luft atmen. Doch mit der Zeit und neuen erlangten Erkenntnissen steigt das Misstrauen gegen Howard und so planen die beiden „Gefangenen“ erste Fluchtversuche.

 

Obwohl der Found-Footage-Hollywoodblockbuster Cloverfield ein Erfolg war, gab es nie eine Fortsetzung. Nun nahm man sich eines inhaltlich fremden Films an und bastelte ihn zu einem Spin-Off von Cloverfield um. So folgt die Geschichte nicht direkt ihrem quasi Vorgänger sondern erzählt zu 80 Prozent eine vollkommen eigene Geschichte, die erstmal mit Cloverfield nur den nichtssagenden Titel gemein hat. Hier merkt man am deutlichsten, dass der Film mit Cloverfield eigentlich nichts zu tun hat.

 

Tatsächlich aber pfropfte man in den letzten 10 Minuten dann doch noch eine Dosis Cloverfield auf den Film, die partout nicht zum Rest passen will. Könnte man das Ganze noch oberflächlich als „Twist“ abstempeln, so nimmt ihn der Titel des Films dann doch vorweg. Denn natürlich ist alles, was in den vorrausgegangene 80 Minuten diskutiert und debattiert wird hinfällig, sobald das nachträglich angehangene Finale eröffnet wird. So endet der Film trotz der relativ spannenden und solide inszenierten Geschichte am Ende mit einem faden Beigeschmack.

 

Grundsätzlich aber bietet der Film drei gut aufgelegte Schauspieler, die das Maximum aus dem 08/15-Drehbuch herausholen. Geboten wird ein nett gemachtes, aber weitgehend vorhersehbares Kammerspiel, dass zwar eine Handvoll Schreckmomente bietet, jedoch vor allem mehr Härten verdient hätte. So wirkt der Film weitgehend wie ein TV-Film – wenig Härten, günstige Settings, kostengünstige, aber bekannte Darsteller und viel Zeitfüllung durch Dialog. Tatsächlich wäre der Film wahrscheinlich auf dem Videomarkt besser aufgehoben gewesen und hätte so auch mit Abzug der letzten 10 Minuten gegen Ende einen noch besseren Eindruck hinterlassen.

 

Bildergalerie von 10 Cloverfield Lane (10 Bilder)


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

10 Cloverfield Lane ist ein solides Kammerspiel, das ohne die drangeklebte Cloverfield-Lizenz weitaus besser davongekommen wäre. So wirken die recht unterhaltsamen 80 Prozent des Films hinfällig und die 20 Prozent Cloverfield-Zusatz aufgesetzt und unpassend. Als VOD oder Film fürs Heimkino sicherlich einen Blick wert, aber im Kino eigentlich nur Kammerspiel-Freunden zu empfehlen.


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