100 Bloody Acres

100 Bloody Acres

Originaltitel: 100 Bloody Acres
Genre: Splatter • Horror • Komödie
Regie: Cameron Cairnes • Colin Cairnes
Hauptdarsteller: Angus Sampson • Damon Herriman
Laufzeit: DVD (87 Min) • BD (91 Min)
Label: Studiocanal
FSK 18

100 Bloody Acres   18.05.2014 von Zahnfee

Das australische Outback hat schon vielen tollen und weniger tollen Filmen als Kulisse gedient. Auch 100 Bloody Acres spielt im australischen Hinterland und bietet so einige beeindruckende Landschaftsaufnahmen. Was es außer postkartentauglichen Szenarien noch so alles zu sehen gibt, erfahrt Ihr hier bei uns ...

 

Die Brüder Reg (Damon Herriman) und Lindsay (Angus Sampson) haben einen neuartigen biologischen Dünger entwickelt, der die Pflanzen der Farmer wie wild wachsen und gedeihen lässt. Ihr Geschäft kommt gerade so richtig in Schwung und sie ziehen immer größere Aufträge an Land, doch der Nachschub Ihrer Geheimzutat wird langsam knapp. Als Reg einen verunglückten und augenscheinlich toten Autofahrer am Wegesrand sieht, hält er kurzerhand an und lädt die Leiche ein. Denn einen besseren Dünger als frisches Menschenfleisch gibt es nämlich nicht.

 

Einige Kilometer weiter trifft er auf Sophie (Anna McGahan) und ihre beiden Freunde James (Oliver Ackland) und Wesley (Jamie Kristian), die auf dem Weg zu einem Musikfestival mit ihrem Auto liegen geblieben sind. Da Reg eine Leiche transportiert, will er die drei eigentlich nicht bis zur nächsten Stadt mitnehmen. Doch Sophie bezirzt ihn mit ihrem Charme, und so versteckt Reg die Leiche schließlich zwischen den Düngersäcken und lässt die drei in seinen Truck einsteigen. Als Wesley und James die Leiche jedoch durch Zufall entdecken, haben sie damit ihr eigenes Schicksal besiegelt ...

 

100 Bloody Acres ist von Anfang bis Ende total schräg und durchgeknallt. Leider ist die Handlung aber auch ziemlich vorhersehbar und hat einige Längen, was den Spaß stellenweise ein wenig schmälert. Der Film bedient reichlich Klischees, was ihm aber keinen Abbruch tut. Es trägt im Gegenteil ungemein zur Erheiterung bei, weil einfach alle Klischees gnadenlos durch den Kakao gezogen werden.

 

Trotz der Unmengen an Blut, die verwendet und der Menschen, die zur Düngergewinnung durch den Häcksler geschickt werden, ist 100 Bloody Acres nicht übermäßig eklig anzusehen. Dafür bekommen die Lachmuskeln so einiges zu tun, etwa wenn Wesley völlig zugedröhnt durch die Gegend streift um Hilfe zu finden. Richtig widerlich wird es eigentlich erst, als Regs und Lindsays Tante Nancy zu Besuch kommt … aber das müsst Ihr Euch wirklich selbst ansehen.


Bildergalerie von 100 Bloody Acres (7 Bilder)

Der Splatterfilm präsentiert sich im Format 2.40:1 und einer erfreulich guten Bildqualität. Die Farbgebung ist sehr satt und naturgetreu mit guten Kontrasten. Dank der Detailtiefe sehen auch kleine Kunstblutspritzer auf T-Shirts sehr lebensnah aus und auch bei dunklen Szenen ist die Ausleuchtung so gut, dass alles wirklich sehr gut zu erkennen ist. Tontechnisch bewegt sich 100 Bloody Acres auf leisem Niveau und hält sich eher im vorderen Bereich der Soundanlage auf. Bei den Dialogen sackt der Ton leider stellenweise auf ein viel zu leises Niveau ab. In den actionreicheren Szenen dagegen, wenn auch rasantere Hintergrundmusik eingespielt wird, nutzt 100 Bloody Acres das volle Spektrum der Anlage aus.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

100 Bloody Acres ist ein abgedrehter Splatterfilm, der weder sich selbst noch seine Zuschauer besonders ernst nimmt. Von einer Meisterleistung kann man hier zwar nicht sprechen, denn dafür weist der Film zu viele Längen auf, doch er ist durchgeknallt genug für einen humorigen Fernsehabend. Dem Vergleich mit beispielsweise Tucker & Dale vs. Evil kann er meines Erachtens nicht standhalten, muss er aber auch nicht. Wer es blutig und schräg mag ist hier bestens beraten. Wer sich allerdings lieber einen richtigen Horrorstreifen reinziehen möchte, ist mit 100 Bloody Acres eher nicht so gut bedient.


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