Die Legenden von Andor - Teil III Die letzte Hoffnung

Die Legenden von Andor - Teil III Die letzte Hoffnung

Genre: Abenteuer
Autor: Michael Menzel
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 60-90 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Die Legenden von Andor - Teil III Die letzte Hoffnung   21.12.2016 von Born2bewild

Die Legenden von Andor gehen mit Die letzte Hoffnung in die dritte Runde. Ob uns das Gesamtpaket erneut überzeugen konnte oder die der dritte Teil eher hoffnungslos ist, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Das Format der Verpackung von Die Legenden von Andor – Teil 3: Die letzte Hoffnung ist an ihren Vorgängern (hier unser Review zum ersten und zweiten Teil) orientiert. So lassen sie sich gut stapeln und von der Gestaltung her ist sie sehr ähnlich dem zweiten Teil. Ansonsten finden sich die üblichen sechs Kartonbögen im Inneren, aus denen das Spielmaterial herausgedrückt werden muss. Anschließend gilt es noch eine Menge Kunststofffüße an den dazugehörigen Figuren zu befestigen. Außerdem gibt es noch eine Art Zelt (Das Lager) und ein Wagen, die geknickt und zusammengesteckt werden müssen. Anschließend kann man sich an das Lesen der Losspielanleitung machen. Hier wird auch der Aufbau im Einzelnen beschrieben.

 

Identisch zum ersten Teil gibt es wieder spezielle Kärtchen für die Quellen (ersetzen sozusagen die Brunnen), Nebelplättchen und Höhlen, die nur für die erste beziehungsweise elfte Legende benötigt werden. Sie erklären den Umgang mit den normalen Plättchen und warten mit einer Belohnung auf. Wie gewohnt müssen sich die Spieler neben dem normalen Aufbau für einen (oder mehrere) Helden entscheiden und sich die Würfel, Charaktertafeln und Holzscheiben zurechtlegen. Je nach Spielfortschritt erfolgt der Aufbau entweder nach der Losspielanleitung oder der „Checklisten“-Karte im Zusammenspiel der jeweils ersten Legendenkarte. Hier werden auch, wie gewohnt, die Charakterwerte sowie der Startspieler festgelegt.

 

Die Anleitung

 

Da der dritte Teil als Stand-Alone verkauft wird, benötigt man weder Spielmaterial aus den Vorgängern noch Vorkenntnisse. Identisch zum ersten Teil kann man mit den ersten zwei Seiten der Losspielanleitung, die die grundsätzliche Bewegung der Charaktere beschreibt, loslegen. Daher ist der Aufwand des Lesens der Regeln sehr gering bis nicht vorhanden. Für den späteren Spielverlauf liegt, wie üblich, ein Begleitheft bei, das als Nachschlagewerk für Regelfragen dient. Ergänzend sind aber auch die FAQ auf www.legendenvonandor.de sehr hilfreich, denn hin und wieder stößt man auf eine gewisse Grauzone, die in den Anleitungen nicht eindeutig geschildert ist.

 

Das Spielziel

 

Wie für Andor üblich gilt es eine gewisse Anzahl an Legendenzielen zu erfüllen bis die Erzählerfigur auf dem Buchstaben N landet. Den Ruhm mit der Bardenfigur aus dem zweiten Teil gibt es nicht mehr. Die Legendenziele werden auf einer oder mehreren Legendenkarte/n definiert. Empfehlenswert ist es immer diese genauestens zu lesen, da es hin und wieder auf die Reihenfolge der Erfüllung dieser Ziele ankommt.

 

Der Spielablauf

 

Hat man den Aufbau der Checkliste (oder Losspielanleitung) abgeschlossen, so liest man sich durch die ersten, mit „a“ gekennzeichneten, Legendenkarten. Sie beschreiben auch immer wie und ob man weiterlesen muss. Anschließend ist dann bekannt wo welcher Charakter steht und wer anfängt. Im Wesentlichen sind die Regeln und der Spielablauf identisch zum ersten Teil. Jedoch gibt es zum Beispiel bei „gemeinsam Kämpfen“ den Unterschied, dass nicht der Willenspunkteverlust auf die Gruppe aufgeteilt wird, sondern jeder den vollen Schaden bekommt. Auch die Helden sind, rein optisch, dieselben wie die des ersten Teils. Allerdings gibt es ein paar Änderungen. So ist zwar beim Magier und beim Bogenschützen die Spezialfähigkeit die gleiche geblieben, beim Krieger und Zwerg jedoch eine andere. Der Krieger ist nun zu Ross unterwegs und darf einen Charakter mitnehmen und der Zwerg hat einen Vorteil beim Tageswechsel. Er kann seine Verpflegung abgeben und erhält dafür Willenspunkte oder Stärke. Außerdem erhält er, wenn er keine hat nur einen Malus von vier statt acht Willenspunkten. Im Laufe des Spiels wird für jeden der Charaktere noch eine weitere Spezialfähigkeit aktiviert.

 

Aber auch bei den Objekten gibt es einige Neuerungen. So gibt es nun statt Brunnen Quellen, die nicht nur die Willenspunkte der tapferen Recken wieder auffüllen können. Außerdem sind Höhlen ins Spiel gekommen, deren Erforschung ähnlich der Nebelplättchen positive und negative Auswirkungen auf die Helden haben können. Bei den Nebelplättchen gibt es neben den Gegnern ein neues Symbol. Dieses ist erst ab Legende zwölf nutzbar. Findet man es, so kann man sich einen Ausrüstungsgegenstand von der Ausrüstungstafel nehmen. Anders als im Grundspiel gibt es keine Möglichkeit mehr, diese über Händler zu erwerben.

 

Weitere Änderungen gibt es im Ablauf des Sonnenaufgangs. Nach dem Aufdecken der Ereigniskarte und der Bewegung der Gegner müssen die Spieler pro Charakter eine Verpflegung (Apfelnüsse oder Sternenkraut) abgeben. Können sie das nicht, so erhalten sie einen Malus von acht Willenspunkten. Anschließend werden die Quellen aufgefüllt (beziehungsweise umgedreht) und es wächst gegebenenfalls wichtiges Sternenkraut nach.

 

Bildergalerie von Die Legenden von Andor - Teil III Die letzte Hoffnung (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 großer, doppelseitiger Spielplan
  • 40 Spielfiguren in Kunststoffhaltern
  • 4 Heldentafeln
  • 1 Ausrüstungs-/Kampftafel
  • 142 Kartonteile
  • 1 Tross-Wagen
  • 144 große Spielkarten
  • 33 kleine Spielkarten
  • 25 Würfel
  • 10 Holzscheiben
  • 6 Holzsteine
  • 1 Erzähler
  • 15 Sortierbeutel
  • 1 Losspielanleitung
  • 1 Begleitheft

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Nach dem auf den Schwierigkeitsgrad bezogenen Schock des zweiten Teils war ich unsicher was uns im dritten Teil nun erwartet. Da der dritte Teil keine Erweiterung, sondern ein eigenes Spiel ist, bietet er, wie schon vom ersten Teil gewohnt, eine sehr gute Einführung. Von dort an steigert sich dann der Schwierigkeitsgrad, bleibt aber nach meinem Empfinden etwas hinter dem zweiten Teil, bei dem meiner Meinung nach der Ruhm eine besondere Herausforderung war. Dieser bleibt einem jetzt erspart, dafür gibt es aber andere Herausforderungen wie das Lager, in dem immer nur eine bestimmte Anzahl Monster stehen darf. Alles in allem ist also der dritte Teil dem Ersten am ähnlichsten und bietet ein vergleichbares Spielerlebnis. Ich für meinen Teil finde ihn auch sehr gut und hätte es nicht als negativ empfunden gäbe es weitere Fortsetzungen. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Verpackung, in die immer noch kleine Beutel statt einem Sortiersystem beigelegt sind und dass es nur Papp- und keine Kunststofffiguren sind. Daher von mir eine Empfehlung für den fulminanten Abschluss der Abenteuertrilogie um Andor.

 

Josi:

Ich kann mich Alex eigentlich nur anschließen. Der dritte Teil scheint am ausgewogensten zu sein was den Schwierigkeitsgrad angeht. Manchmal liegt es aber auch einfach nur an der Taktik oder dem Glück bei den Karten, wenn man eine Legende erfolgreich abschließen kann. Es ist auf jeden Fall ein sehr gutes kooperatives Spiel, bei dem man lieber zwei Mal überlegt, welche nächsten Schritte die Gruppe absolviert. Die Verpackung in Tüten finde ich persönlich auch nicht berauschend, wurde aber durch einen Mitspieler überzeugt, dass es zumindest bei Transporten hilfreich ist. Öfter Umziehen werden wir wegen Andor dann aber doch nicht ;)


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