Die Verführten

Die Verführten

Originaltitel: The Beguiled
Genre: Drama
Regie: Sofia Coppola
Hauptdarsteller: Colin Farrell
Laufzeit: DVD (93 Min)
Label: Universal Pictures
FSK 12

Die Verführten   26.06.2017 von Born2bewild

Die USA ist bekannt für seine patriotische Einstellung zur eigenen Revolution und dem Kampf gegen die Sklaverei. Mit bekannten Schauspielern hat man nun versucht, einen kleinen Nebenschauplatz in dieser großen Schlacht zu zeichnen. Ob dies gelungen ist, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Wir befinden uns in Virginia drei Jahre nach Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs, also im Jahr 1864. Eine Mädchenschule wird von der Leiterin für alle Mädchen weitergeführt, die keine Eltern mehr haben oder deren Familien sich im Krieg befinden. Die Leiterin Miss Martha Farnsworth(Nicole Kidman) ist sehr bemüht, den fünf zurück gebliebenen Mädchen die Angst zu nehmen und ihnen einen Alltag fast wie bisher zu bieten. Unterstützt wird sie dabei von nur einer Lehrerin, Edwina Dabney(Kirsten Dunst). Als Amy (Oona Laurence) eines Tages im Wald ist, um Pilze für das Abendessen zu sammeln, finden sie den angeschossenen Colonel John McBurney (Colin Farrell). Da er zur gegnerischen Partei gehört, den Nordstaaten, ist sie erst nicht besonders nett zu ihm. Sie erkennt aber schnell, dass er Hilfe braucht und nimmt ihn mit in die Schule. Dort wird er von Miss Farnsworth gesund gepflegt und alle Damen des Hauses helfen mit großer Freude dabei. Der Colonel selbst verliebt sich dabei Hals über Kopf in die schöne Lehrerin Edwina und macht ihr Avancen. Edwina weist ihn aber immer wieder ab und so landet er am Ende mit der ältesten Schülerin, Alicia (Elle Fanning) im Bett. Edwina erwischt die beiden und ist außer sich vor Wut. Im Gerangel stößt sie ihn von sich und er fällt die Treppe hinunter. Sein bis dahin gut verheilendes Bein ist nun ein offener Bruch und Miss Farnsworth hat nur eine Wahl. Sie muss es amputieren und die Grausamkeit nimmt ihren Lauf…

 

Wird der Colonel mit dem fehlenden Bein leben können oder quält ihn der Verlust zu sehr? Können die Mädchen und Frauen ihn besänftigen?

 

Bildergalerie von Die Verführten (10 Bilder)

Der neueste Film von Sofia Coppola ist erwartungsgemäß düster, denn das ist ihr Stil. Im Film gibt es nur wenig Musik, meist nur, wenn die Schülerinnen am Klavier sitzen oder Geige spielen. Die Aufnahmen selbst sind gut gelungen, sowohl die der Landschaft um das Haus herum, als auch die Nahaufnahmen. Von einer schauspielerischen Meisterleistung mag man vielleicht nicht sprechen, aber zum Ende des Films hin, können alle zeigen, was sie drauf haben. Angst, Wut, purer Hass und auch Verständnis prägen die letzten 30 Minuten. An Nicole Kidman kann man das ebenfalls erwartungsgemäß leider selten unterscheiden, aber die mittlerweile in Würde alternde Kirsten Dunst macht das sehr gut. Auch Colin Farrell hat nicht viel zu bieten, aber das gibt der Film auch nicht wirklich her. Er ist einfach nur der schöne Mann, der den Damen den Kopf verdreht.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Josi:

Die ersten ca. 60 Minuten waren echt grausam langweilig. Ich war auch schon kurz davor die Augen zu schließen und einfach meinen Arbeitstag mit einem Nickerchen im Kino ausklingen zu lassen. Man muss die Filme von Sophia Coppola wirklich mögen, ansonsten geben sie einem einfach nichts. Der sehr krasse, plötzliche Wechsel von Heiterkeit zur unbändigen Wut und Angst, kündigt sich in keiner Weise so extrem an. Dennoch macht er durchaus Sinn, da der Colonel schließlich sein Bein verliert. Für mich ist das leider nichts, da in 2/3 der Zeit einfach nichts passiert. Ein kurzer Zusammenschnitt des Alltags hätte auch gereicht, aber dann wäre der Film nur ca. 50 Minuten lang gewesen...


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