Dusk Diver

Dusk Diver

Publisher: PQube
Entwicklerstudio: JERA
Genre: Brawler • Adventure
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 25.10.2019
USK 16

Dusk Diver   01.11.2019 von Mario von Czapiewski

Man ist so an japanische und auch chinesische Spiele gewöhnt, dass man Dusk Diver doch glatt dazuzählen würde. Doch halt, das von PQube veröffentlichte Spiel kommt aus Taiwan und spielt in Taipeh. Jetzt erscheint es neben der Playstation 4 (Pro) auch auf der Nintendo Switch, und diese Version haben wir uns im Speziellen angeschaut...

 

Das Spiel handelt von dem jungen Mädchen Yumo, die in Taipeh (Taiwan) zufällig und versehentlich die Energie eines sogenannten Guardians (eine Art Gottheit) absorbiert und dadurch böse Mächte auf sich zieht. Nun muss sie selbst als Guardian ihre eigene Dimension vor monströsen Eindringlingen beschützen.

 

Quatschen und Zuschlagen

 

Dusk Diver lässt sich in zwei Teile aufteilen. Den erzählerischen Dialog-Teil und den eigentlichen Gameplay-Teil. Beides fühlt sich von der Aufteilung gleichwertig an und füllt so das Spiel mit über 20 Stunden Spielzeit auf. Der Dialog-Teil präsentiert sich in bekannter Visual-Novel-Art mit großen hübsch-gezeichneten Charakteren und viel Dialog, der abseits asiatischer Schriftzeichen nur in Englisch verfügbar ist. Wechselt das Spiel in den Gameplay-Teil bewegt man sich mit seinem Charakter durch die Stadt Taipeh, nimmt Aufträge entgegen und prügelt sich mit zahlreichen Monstern aus anderen Dimensionen.

 

Persona light

 

In erster Linie ist Dusk Diver abseits der langen Dialoge ein lupenreiner Brawler ähnlich der Dynasty Warriors Reihe. Man schlägt sich mit Yumo durch Gruppen von Gegnern oder bezwingt einzelne stärkere Monster. Dabei gibt es Angriffe in verschiedener Stärke sowie Combos und Spezialattacken. Zusätzlich dazu lassen sich freigespielte Guardians einsetzten, die einen beim Kampf unterstützen. Durch Beziehungsverbesserungen zu seinen Guardians durch Geschenke und Kämpfe erhöht man ihre Stärke und bewegt sich damit auf leichten Persona-Pfaden. Grundsätzlich erinnert abseits des komplett anderen Kampfsystems vieles an die beliebte Rollenspiel-Reihe. So hat man mit Taipeh eine große Stadt, die man erkunden kann und die mit vielen kleinen Aufträgen auf einen wartet, sowie viele Dialoge und einige wenige Alltagsbeschäftigungen, denen man nachgehen kann.

 

Optisch naja

 

Dusk Diver ist ein Midbudget-Titel und das merkt man ihm trotz solidem Inhalt etwas an. Die Grafik ist für Handheld-Verhältnisse zwar solide, wirkt aber auf dem großen Bildschirm etwas steril. Die Stadt wirkt trotz realer Vorlage sehr künstlich und die Figuren sehr simplifiziert. Zwar sind einige Monsterdesigns recht nett, andere wiederum wirken teilweise recht einfallslos. Generell ist die Bezeichnung „Persona light“ durchaus angebracht. Das Kampfsystem ist nicht so komplex, die Möglichkeiten innerhalb der Stadt sind begrenzt und auch die Figuren sind nicht ganz so interessant geschrieben.

 

Trotzdem solide

 

Dennoch bietet Dusk Diver für Fans von Brawlern im Anime-Stil genug Unterhaltung, um hier als Empfehlung zu gelten. Zusätzlich zu den etwas monotonen Kämpfen gibt es beispielsweise an Gacha-Automaten auch Items und Outfits freizuspielen. Der Inhalt stimmt für den Preis von 39,99 € (Stand, Oktober 2019) schon Mal und wer mit der simplen Optik etwas anfangen kann, wird mit dem Spiel sicherlich auch trotz ein paar Schwächen seinen Spaß haben.

 

Bildergalerie von Dusk Diver (9 Bilder)

Cover & Bilder: © 2019 PQube / JERA


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Dusk Diver ist Persona light mit einem actionreichen Brawler-Kampfsystem, schwacher Technik und einer mittelprächtigen Geschichte. Wen die Optik anspricht und wer auf effektreiche Kloppereien im Anime-Stil steht, bekommt hier dennoch gute Unterhaltung.


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positiv negativ
  • Solider Umfang
  • Effektreiches Kampfsystem
  • Teilweise hübsche Charakter-Designs
  • Viel Freispielbares
  • Unspektakuläre Geschichte
  • Technisch etwas rückständig
  • Repetitives Gameplay





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