Hard to Hold

Hard to Hold

Originaltitel: Hard to Hold
Genre: Musik-Drama
Regie: Larry Peerce
Hauptdarsteller: Rick Springfield • Janet Eilber • Patti Hansen
Laufzeit: ca. 89 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 12

Hard to Hold   25.04.2010 von Der Ohm

Jede Zeit hat ihre Helden, so auch die Achtziger. Nachdem Rick Springfield 1982 seinen großen Durchbruch erlebt hat, entstand in Folge der passende Film. Wie passend, dass er auch über jahrelange schauspielerischer Erfahrung verfügt. Rick Springfield spielte zuvor schon in Serien wie „General Hospital“ und „Detektiv Rockford“  mit. Ob es sich bei „Hard to Hold“ nur um ein Zeitgeist-Dokument handelt, oder ob der Film heute noch anzuschauen ist, lest ihr nun hier.

James Roberts (Rick Springfield) ist ein gefeierter Rockstar. Er füllt mit seiner Band ganze Stadien und kann sich mittlerweile nicht mehr frei bewegen, ohne von Fans belagert zu werden. Nach einem Konzert steht er durch ein kleines Missgeschick plötzlich nackt in einem Seitenflur des Stadions. Zu seinem Glück gelingt es ihm sich bis zu seinem Roadie vor zu schleichen, der ihm seine mindestens fünf Nummern zu große Hose und sein Auto leiht. Aufgewühlt von der Situation und in unmöglicher Kleidung kollidiert er mit dem Wagen der hübschen Janet Eilber (Diana Lawson). James versucht mit seinem Status die Lage zu entspannen, doch der recht konservativen Kinderpsychologin ist es vollkommen egal mit wem sie es zu tun hat, sie interessiert sich nicht für derartige Musik.

Um James ist es nun geschehen, er versucht alles um die Liebe der Frau zu erobern. Es beginnt eine komplizierte Romanze, in der zwei Welten aufeinander prallen. Wird es James gelingen seine große Liebe zu halten?

Ich nehme gleich vorweg, dass ich in den Achtzigern großer Rick Springfield Fan war und noch heute die alten Schallplatten von ihm auf dem Dachboden liegen habe. Da ich seinerzeit aber auch erst gerade 10 Jahre alt war und über Rick Springfield nicht allzu viel in der Bravo zu lesen stand, kannte ich den Film bis jetzt überhaupt nicht. Umso interessanter war es für mich nun den Film in den Player zu werfen. Ein paar Gags zünden sogar heute noch, die seichte Story muss allerdings größtenteils als Brücke zu den nächsten Rick Springfield-Songs herhalten. Hier und da erlaubt der Film einen kleinen Einblick hinter die Fassaden der Rock & Roll Glamourwelt um dann wieder in die Romanze abzudriften. Was James Roberts letzten Endes  an der Kinderpsychologin so toll findet, erschließt sich dem Zuschauer nicht unbedingt.

Die Bildqualität ist für das Alter des Filmes - immerhin 26 Jahre - sehr gut. Kräftige Farben im vollen 16:9 Bild lassen die Achtziger wieder auferstehen. Ein ruhiger Bildstand und die nicht vorhandenen Defekte runden das Bild ab. Wenn man etwas bemängeln möchte, so ist das höchstens eine leichte Unschärfe, die allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt.

Beim Ton sieht das leider nicht so gut aus. Beide Tonspuren liegen nur in Dolby Digital 2.0 vor und können ihr Alter nicht verstecken. Ich kann nur empfehlen, den Receiver auf Stereomodus zu stellen, da sonst fast nur noch die hinteren Boxen den Ton angeben. Außerdem fehlt es einfach an Dynamik, die Stimmen klingen recht dumpf.

Als Bonus finden Fans neben dem deutschen und dem amerikanischen Originaltrailer noch sechs Musikvideos von Rick Springfield,  die nicht aus dem Film stammen. Diese liegen allerdings nur im 4:3 Vollbild-Format vor und sind von schlechterer Bildqualität als der Hauptfilm. Auch ein FSK-befreites Wendecover wurde nicht vergessen, es wurde das nebenstehendes Originalplakat als Cover hergenommen.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Wie ich bereits erwähnt habe war ich in den achtziger Jahren großer Rick Springfield Fan. Da ich aber weit und breit der einzige war der ihn überhaupt kannte und in der Bravo auch nicht allzu viel über ihn zu lesen war, ist dieser Film seinerzeit völlig an mir vorbeigegangen. Wahrscheinlich hätte ich den Film früher geliebt, heute schafft er es nicht mehr, mich zu überzeugen. Ein paar Witze können zwar zünden, aber die Romanze wirkt konstruiert. Gut, dass die Bildqualität in Ordnung ist, so zeigt der Film wenigstens einen interessanten Blick in die Achtziger, was nochmals zur Erheiterung beiträgt und Erinnerungen weckt. Ein Film für Fans.


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