Hope Lost

Hope Lost

Originaltitel: Hope Lost
Genre: Thriller • Drama
Regie: David Petrucci
Hauptdarsteller: Francesca Agostini
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (94 Min)
Label: Mad Dimension
FSK 20

Hope Lost    20.08.2015 von Mario von Czapiewski

Mit dem Thriller Hope Lost sicherte sich Mad Dimension die Rechte für einen knallharten Mix aus Dramatik, Erotik und Folter. Leider fiel dieser bei der FSK durch und wird nun von Mad Dimension ausschließlich in ungekürzter Form mit einer leichten Spio-Freigabe auf DVD und Blu-ray veröffentlicht ...

 

Die junge Sofia  (Francesca Agostini) erhoffte sich viel, als sie in einer Disco einen Filmschaffenden kennenlernt, der sie zu einem Casting einlädt. Doch bald stellt sich heraus, dass es gar kein Filmprojekt zu geben scheint. Sofia soll für einen sadistischen Zuhälter anschaffen gehen und Fremdschulden abarbeiten. Ein Strudel von Sex, Gewalt und menschlichen Abgründen tut sich um sie auf.

 

Mit Hope Lost bekommt man einen bunten Thriller serviert, welcher sich durch zahlreiche weitere Genres bewegt. Neben Drama und Erotik bedient er auch Horror- und Folterfans. Obwohl das ernste Thema des Films es nicht vermuten lässt, schwenkt er inhaltlich sehr stark hin und her, und gipfelt eher in Gefilden des „Unterhaltungshorrors“ a la Hostel und Co. Genau hier ist das erste Problem des Films auszumachen. Wirkt er zu Beginn noch wie eine ernste Abhandlung des Themas Zwangsprostitution, so driftet der Film zunehmend in klassische Horrorunterhaltung mit einzelnen brachialen Schauwerten ab. Ernstnehmen kann man ab der Mitte des Films eigentlich gar nichts mehr.

 

Auch die Schauspieler sind schwierig zu bewerten. Trotz prominenter Besetzung, bei der es sich allerdings durchweg um B-Prominenz (nach heutigen Maßstäben bewertet) handelt, schafft es der Film nur selten überzeugende Charaktere zu zeichnen. Zwar sind Hauptdarstellerin Francesca Agostini (L'Oriana) und Michael Madsen (Reservoir Dogs) meist sehr überzeugend, doch Darsteller wie Daniel Baldwin (Bound) und Mischa Barton (American Beach House) ziehen den Film immer wieder runter. Auch die teilweise arg wirre Handlung mit einigen sehr unglaubwürdigen und überspitzten Charakteren ist schwer nachzuvollziehen und so schafft man es als Zuschauer kaum irgendeine Bedrohlichkeit wahrzunehmen, da es wirklich schwer fällt, sich in die Handlung hineinziehen zu lassen.

 

Bildergalerie von Hope Lost (10 Bilder)

Die DVD-Veröffentlichung ist leider ebenfalls eine Enttäuschung. Zwar gibt es den Film in guter Bildqualität und mit der originalen englischen Sprachausgabe zu sehen, doch die deutsche Synchronisation versagt völlig. Während die männlichen Akteure des Films solide synchronisiert sind, erhielten fast alle weiblichen Figuren unpassende und furchtbar schlechte weibliche Synchronstimmen. Wer hier das Synchronsprecher Casting gemacht hat, sollte ernsthaft überlegen, ob er in seinem Job noch länger verbleiben sollte. Selten ging die Qualität von Synchronsprechern innerhalb eines Films so extrem auseinander wie hier, was leider mehr als stark am Filmgenuss zerrt. Extras gibt es ebenfalls keine Nennenswerten. Schade.


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Hope Lost ist ein schwieriger Film. Zwar ist er technisch solide produziert und inhaltlich mit dem besten Willen konzipiert, doch die Ausführung wirkt wirr und unentschlossen. So wird das ernste Thema Zwangsprostitution halb als tragisches Drama und halb als brachialer Horrorunterhaltungsfilm mit zahlreichen überspitzten Charakteren und teils schwachen Schauspielern inszeniert. Fans beider Filmrichtungen können somit einen Blick riskieren, werden aber im Ergebnis deutliche Abstriche machen müssen.


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