Jupiter Ascending

Jupiter Ascending

Originaltitel: Jupiter Ascending
Genre: Science-Fiction-Action
Regie: Andy Wachowski • Lana Wachowski
Hauptdarsteller: Channing Tatum
Laufzeit: DVD (122 Min) • BD (127 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 12

Jupiter Ascending   28.06.2015 von Panikmike

Die Wachowski Geschwister wurden durch Matrix weltbekannt und konnten seit der Trilogie noch mehr Erfolge verbuchen. 2012 schrieben sie zusammen mit Tom Tykwer das Drehbuch zu Cloud Atlas und übernahmen auch die Co-Regie. In diesem Jahr war der Kinostart zu ihrem neuen Werk, genannt Jupiter Ascending, den es jetzt fürs Heimkino gibt. Ob Channing Tatum und Mila Kunis in diesem Science-Fiction-Spektakel überzeugen können?

 

Jupiter Jones (Mila Kunis) lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem kleinen Apartment mitten in einer Großstadt. Beide verdienen ihr Geld mit dem Putzen von Wohnungen, richtig reich werden sie dabei jedoch nicht. Eines Tages gibt sich Jupiter als jemand anders aus, um im Krankenhaus ihre Eizellen zu spenden und somit auf einmal einen Batzen Geld verdienen zu können. Als sie halb im Delirium liegt, entpuppen sich plötzlich der Chefarzt und die Helferinnen als Gestaltenwandler und wollen sie töten. Doch zum Glück ist der ehemalige Elitesoldat mit Wolfs-DNA Caine (Channing Tatum) zur Stelle und kann sie gerade noch vor ihrem Tod retten.

 

Beide flüchten und fahren zu Caines ehemaligen Kollegen Stinger (Sean Bean), der seit dem Ausscheiden aus dem Militär auf der Erde wohnt. Dort angekommen finden alle per Zufall heraus, dass Jupiter eine Adelige ist und einen Anspruch auf den Besitz der Erde hat. Allerdings gibt es mehrere Wesen im Weltraum, welche ebenso die Erde besitzen wollen …

 

Jupiter Ascending will irgendwie ein Film sein, der noch nie dagewesen ist. Er möchte eine neue Welt erschaffen, eine Geschichte erzählen und den Zuschauer in seinen Bann ziehen. Leider schafft er in meinen Augen keines seiner Ziele. Die Geschichte selbst ist gut und hat sehr viel Potenzial, doch das wird nicht ansatzweise ausgeschöpft. Die Schnitte sind zu abrupt, die Erzählweise zu schnell und die Schauspieler allesamt zu blass. Es sieht so aus, als wäre Filmstoff für drei bis vier Stunden aufgenommen worden, und dann hat man sich entschieden, alles auf zwei Stunden zu kürzen. Das Resultat spricht für sich! Effekttechnisch geht zwar die Post ab, aber auch da gibt es in meinen Augen Dinge, die ein Science-Fiction-Fan nicht sehen möchte. Der Abschuss sind die Luft-Inline-Skates-Schuhe von Channing Tatum, denn das Laufen im Raum sieht einfach nur billig und lächerlich aus. So hat der Film alle paar Minuten irgendwelche Mängel, über die man auf Grund der Masse nicht mehr hinwegsehen kann. Alles in allem ist Jupiter Ascending ein mit guten Effekten bespickter Reinfall, der eindeutig viel zu viel verspielt – Schade!

 

Bildergalerie von Jupiter Ascending (15 Bilder)

Die Qualität der Blu-ray hingegen ist eine Wucht. Das Bild ist klar und deutlich und beinhaltet sehr viele Details. Das ganze Universum ist farbenfroh und irgendwie doch blass, der Schwarzwert ist selbst in düsteren Szenen perfekt. Warner hat bei der Umsetzung auf die HD-Scheibe ganze Arbeit geleistet. Zum Thema Sound gibt es zu sagen, dass sich die Nachbarn einen Ohrschützer besorgen sollten. Der Bass arbeitet permanent mit, die Effekte kommen von allen Seiten und die Stimmen der Protagonisten sind dabei stets verständlich und klar. Wer den Film gut findet und davon nicht genug bekommen kann, der sollte sich die Extras ansehen. 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Einige von Euch fragen sich sicher, warum ich dennoch vier Punkte vergebe, obwohl ich eigentlich nur am Schimpfen bin.­ Ich bin mir mit der Note total unsicher, aber eines weiß ich definitiv: Der Film gefällt mir nicht und hat in meinen Augen viel Potenzial verspielt. Wäre der Film länger, wären die Schnitte besser, hätte der Protagonist vielleicht ein Surfbrett anstatt solcher komischen Inline Skates und wäre die Geschichte nicht so vollgepackt mit vielen Infos, dann hätte mir Jupiter Ascending wahrscheinlich sogar richtig Spaß gemacht. Die Effekte sind weitgehend toll, die Schauspieler solide und die Geschichte an sich super, doch als Presswurst macht der Film leider keinen Sinn. So bleibt ein schlechter Geschmack in meinem Mund, der nicht mal mit einmal Zähneputzen wieder weg geht. Science-Fiction-Fans sollten sich ihre eigene Meinung bilden, aber ich schaue mir den Film zu 99% nicht noch einmal an – außer vielleicht, wenn ich auf einer einsamen Insel strande und sonst kein Film an Land gespült wird.


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