The Night Before Halloween

The Night Before Halloween

Originaltitel: Mischief Night
Genre: Horror-Thriller
Regie: Richard Schenkmann
Hauptdarsteller: Noell Coet
Laufzeit: DVD (83 Min) • BD (87 Min)
Label: Alive
FSK 18

The Night Before Halloween   13.06.2014 von GloansBunny

Wer denkt, maskierte Mörder, die in der Halloween-Nacht ihr Unwesen treiben, sind nicht mehr modern, der hat sich geschnitten. Macht The Night Before Halloween dem großen Michael Myers Konkurrenz oder ist er nur ein Trittbrettfahrer?

 

Für Emily Watson (Noell Coet) erscheint das Leben sinnlos, als ihre Mutter bei einem Autounfall auf tragische Weise stirbt. Als ihr zudem das Schicksal mit einem höhnischen Lachen auch noch die Bürde auferlegt, das Augenlicht zu verlieren, verfällt die traumatisierte junge Frau in Depressionen. Von Schuldgefühlen und Amnesie geplagt zieht Emily zu ihrem Vater David (Daniel Hugh Kelly), der sich selbst ebenfalls die Schuld an den dramatischen Ereignissen gibt. Als Emily ihn ermuntert, in der Nacht vor Halloween auszugehen, ahnt sie noch nicht, welch folgenschwerer Fehler dies sein würde. Kaum allein zu Haus, verschafft sich ein psychopathischer Killer zutritt zum gewaltigen Anwesen, um das blinde Mädchen zu jagen. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel entbrennt, in dem die Chancen für Emily durch ihr Handicap nicht sehr gut stehen ...

 

Kann die junge Frau ihre verbliebenen Sinne nutzen, um dem maskierten Mörder zu entkommen? Was wird geschehen, wenn ihr ahnungsloser Vater zum falschen Zeitpunkt nach Hause kommt? Und wie wasser- bzw. blutfest ist der gelbe Regenmantel des Halloween-Killers wirklich?


The Night Before Halloween gestaltet sich als klischeehafter, kurzweiliger und solider Vertreter des Horror-Thriller-Genres. Trotz vorhersehbarem Handlungsablauf und zahllosen Logikfehlern kann Richard Schenkmanns Film mit dem optisch ansprechend inszenierten Überlebenskampf einer sehbehinderten Frau inhaltlich überzeugen. Der Spannungsbogen hält sich konstant über die gesamte Länge aufrecht und die Rolle der vermeintlich hilflosen Emily regt zum Mitfiebern an. Die Kulisse des großen Anwesens, die teils etwas unrealistisch dummen Vorgehensweisen des Killers und die wenigen, aber umso blutigeren Splatterszenen tun ihr übriges, um eine angenehm fließende Horror-Thriller-Atmosphäre zu erzeugen. Dass die Schauspieler mit ihren durchschnittlichen Leistungen dabei keinen Blumentopf gewinnen ist Nebensache, da The Night Before Halloween keinen Hehl um sein geringes Budget macht. Ob die teils sehr amüsanten Logikfehler nun gewollt sind oder nicht bleibt aber fraglich.

 

Bildergalerie von The Night Before Halloween (8 Bilder)

Technisch bewegt sich The Night Before Halloween auf überdurchschnittlich gutem B-Movie-Niveau. Das Bild ist scharf und nur in den dunklen Szenen mit leichtem Rauschen behaftet. Die deutsche Synchronisation ist gut portiert und glaubhaft besetzt. Im Extras-Bereich gibt es lediglich das obligatorische Wendecover und ein kurzes, prägnantes Behind The Scenes zu entdecken.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Der Titel The Night Before Halloween spricht im ersten Moment durch die Erwähnung des besagten Feiertages Genrefans an, doch mit Michael Myers hat der Film nichts zu tun. Viel mehr stellt Regisseur Richard Schenkmanns den Überlebenskampf einer blinden jungen Frau in den Mittelpunkt, die sich in einem riesigen Anwesen gegen einen maskierten Killer zur Wehr setzen muss. Der klischeebehaftete B-Movie ist gespickt mit Logikfehlern, kann aber einen konstanten Spannungsbogen aufrecht erhalten und zudem an die Empathie des Zuschauers appellieren. Trotz ein Paar weniger Splatterszenen ist The Night Before Halloween weniger Horror denn Thriller und kann, sofern man Low-Budget-Filmen nicht abgeneigt ist, für einen kurzweiligen Film-Abend sorgen.


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