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Burg Schreckenstein
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BEWERTUNG |
29.03.2017 von MarS
Die Jugendbuchreihe Burg Schreckenstein, welche vom deutschen Autor Oliver Hassencamp in den Jahren 1959 bis 1988 geschrieben wurden, war ein großer kommerzieller Erfolg und wurde später auch als Hörspiel und Hörbuch vertont. Nun treiben die Internatsschüler auch in ihrem ersten Filmauftritt ihr Unwesen, der von der FBW (Deutsche Film- und Medienbewertung) sogar mit dem "Prädikat wertvoll" ausgezeichnet wurde, und wir haben die Jungs auf ihren Abenteuern begleitet...
Burg Schreckenstein ist ein spaßiges Abenteuer für die ganze Familie und transportiert dabei gekonnt die etwas in die Jahre gekommenen Geschichten von Oliver Hassencamp in die Gegenwart. Wie bereits Detlev Buck mit seiner Bibi & Tina Filmreihe (hier unsere Kritik zu Bibi & Tina - Mädchen gegen Jungs) setzt auch Ralf Huettner auf leichte Unterhaltungskost mit viel Humor, Themen mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann sowie einen kraftvollen und eingängigen Soundtrack, und auch hier funktioniert dieses Rezept einfach sehr gut. Während die Kinder allesamt sehr sympathisch und glaubwürdig agieren lassen sich überzeichnete Figuren lediglich bei den Erwachsenen ausmachen, wo vor allem Harald Schmidt als Graf von Burg Schreckenstein sowie Sophie Rois als hexengleiche Direktorin Horn auffallend unnatürlich ausgefallen sind, sich aber dennoch gut ins Gesamtbild einfügen ohne auf Dauer nervig zu werden. Auch überzogene Slapstick-Szenen findet man nur in der Fantasie der Charaktere, nicht jedoch im realistisch gehaltenen sonstigen Verlauf der Geschichte. Figuren mit Tiefgang, inhaltlichen Anspruch oder eine aussagekräftige Story sucht man in Burg Schreckenstein zwar vergeblich, doch letztendlich macht der Film genau das, was er soll. Er schafft es die ganze Familie mit seiner lockeren und spaßigen Inszenierung zu unterhalten und für knapp 90 Minuten richtig gute Laune zu verbreiten.
Das Bild der DVD ist überzeugend und liefert trotz fehlender High-Definition sehr scharfe und detailreiche Bilder, die nur selten etwas weicher ausfallen. Filmkorn ist nur minimal auszumachen, andere Schwächen sind eigentlich nicht zu finden. Der Kontrast ist ausgewogen und auch der Schwarzwert liefert saubere Werte, wobei selbst in satten dunklen Bereichen keine Details verloren gehen. Ebenso hochwertig ist auch die Tonspur, die durch eine kräftige, dynamische Abmischung sowie ihre differenzierte Signalortung und Weitläufigkeit punkten kann. Highlight im tonalen Bereich ist der großartige Soundtrack, der immer wieder für gute Laune sorgt und zum mitwippen einlädt. Cover & Bilder © Concorde Home Entertainment GmbH Das Fazit von: MarS
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