Arbitrage

Arbitrage

Originaltitel: Arbitrage
Genre: Thriller / Drama
Regie: Nicolas Jarecki
Hauptdarsteller: Richard Gere • Susan Sarandon
Laufzeit: Ca. 107 Minuten
Label: Universum Film
FSK 12

Arbitrage   13.06.2013 von DeWerni

Robert Miller ist ein berühmter und erfolgreicher Immobilienspekulant. Er hat alles, was man sich nur wünschen kann. Doch eines Tages verspekuliert er sich ordentlich. Anstatt sich aber der Blöse zu stellen, taucht eine ganz andere Seite an ihm auf. Schließlich stellen er und vor allem seine Familie schmerzhaft fest, dass Geld einfach die Welt regiert …

 

Robert Miller (Richard Gere) feiert seinen 60. Geburtstag endlich wieder einmal im Kreise seiner Familie. Er hat es in seinem Leben geschafft, in seiner erfolgreichen Laufbahn als Immobilienspekulant ein ordentliches Unternehmen aufzubauen, dessen Führung er nun an seine Kinder übergeben und gleichzeitig an einen Konkurrenten verkaufen möchte. Zudem hat er eine glückliche Familie, seine tolle frau Ellen (Susan Sarandon) und seine Tochter und Nachfolgerin Brooke (Brit Marling) und einen Sohn Peter (Austin Lysy). Doch was auf den ersten Blick wie ein Traum erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als große Seifenblase, denn es ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Als er nach einer Geschäftsreise am Abend müde mit seiner Familie noch seinen Geburtstag in aller Ruhe feiern möchte, scheint noch alles in Ordnung zu sein. Doch spätestens als er vorgibt, erneut einen Termin wahrnehmen zu müssen und sich aus dem Staub macht, ist die Stimmung etwas getrübt. Zudem stößt den Kindern das Vorhaben auf, die Firma an einen großen Konkurrenten verkaufen zu wollen.

 

Als Robert aus der Haustür ist, macht er sich gleich auf zu Julie Côte (Laetitia Casta) – seiner heimlichen Liebe, mit der er noch einmal seinen Geburtstag so richtig feiern möchte. Schon seit längerem bewegt er sich immer auf dem Grat zwischen Familie, Liebe und den Geschäften seiner Firma. Doch selbst dabei läuft nicht immer alles korrekt ab. Seine Tochter und Geschäftsführerin Brooke stellt kurz darauf fest, dass anscheinend einige Zahlen in den Bilanzen gefälscht sind und ein ordentliches Defizit in der Firmenbörse klafft. Das erklärt auch, warum der Deal mit dem Konkurrenten James Mayfield (Graydon Carter) noch immer nicht in trockenen Tüchern ist. Doch von all dem weiß seine Familie nichts und soll auch bis zum Abschluss des Verkaufs nichts erfahren. Doch nachdem Julie bei einem Ausflug tragisch ums Leben kommt und Brooke den Defiziten auf die Spur kommt, droht die Heile-Welt-Blase von Robert zu platzen: Auf der einen Seite ist er der liebevolle Familienmensch, auf der anderen Seite ein skrupelloser Geschäftsmann. Doch bald scheint das Schicksal seinen Lauf zu nehmen und sich an ihm zu rächen – im privaten wie im geschäftlichen Umfeld …

 

Bildergalerie von Arbitrage (13 Bilder)

Wird Robert das skrupellose und illegale Vorgehen beim Verkauf seiner Firma lange genug verheimlichen können? Kommt die Familie hinter seinen Heiligenschein? Und ist es wirklich so, dass man sich schließlich mit Geld alles erkaufen oder ergaunern kann?

 

Technisch gesehen liefern die Macher aus dem Hause Universum im HD-Bereich ganze Arbeit ab. Das Bild ist nicht perfekt, kommt aber doch nahe ran. Denn es ist jederzeit scharf, bietet saubere Kanten und kann mit Detailreichtum aufwarten. Der plastische Ausdruck des Bildes in Kombination mit den satten und authentisch wirkenden Farben sorgt weiter für die überzeugende Bildqualität. Der Schwarzwert ist satt, nur der Kontrast ist manchmal etwas zu steil umgesetzt, sodass einige Details untergehen. Akustisch liefert das Werk ebenfalls überzeugende Arbeit ab. Auch wenn es wenige actionreiche Szenen gibt, so sind diese effektvoll in Szene gesetzt, sodass es an den richtigen Stellen ordentlich kracht – auch mit Unterstützung des Subwoofers. Nichtsdestotrotz bleiben die Dialoge jederzeit gut verständlich und die musikalische Untermalung sorgt für die richtige Atmosphäre. Die Verteilung über die Kanäle bringt Räumlichkeit ins eigene Wohnzimmer. Insgesamt handelt es sich somit um eine sehr gute, referenznahe Umsetzung auf Blu-ray.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Wow, auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Richard Gere bin, so empfinde ich ihn doch schon immer als einen sympathischen Schauspieler. Doch das, was er in diesem Werk bietet, zeigt seine ganze Reife, die er im Laufe seiner Karriere bekommen hat. Der Bösewicht steht ihm sehr gut. Schade, dass der Film an sich nicht auf gleichem Niveau liegt. Man bekommt zwar solide Thrillerkost geboten, doch irgendwie fehlen Wendung, Abwechslung und Überraschung. Man hat das Gefühl, das ganze Geschehen plätschert irgendwie nur so vor sich hin. Nichtsdestotrotz sorgt er für ein einmaligen unterhaltsamen Abend. So kann ich den Film allerdings nur Genrefans oder Fans von Richard Gere ans Herz legen. Alle anderen können, müssen aber nicht unbedingt zuschlagen. Solider Thriller – mehr nicht!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen