Der Weihnachtsmuffel

Der Weihnachtsmuffel

Originaltitel: Nativity!
Genre: Weihnachtskomödie
Regie: Debie Isitt
Hauptdarsteller: Martin Freeman • Marc Wootton
Laufzeit: Ca. 106 Minuten
Label: Pandastorm Pictures
FSK 0

Der Weihnachtsmuffel   20.11.2012 von DeWerni

Paul Maddens hat in der Weihnachtszeit viele private Rückschläge erlebt, weswegen er die Zeit nicht wirklich mag. Der Weihnachtsmuffel wird nun aber ausgerechnet von der Grundschule, in der er als Lehrer arbeitet, dazu bestimmt, das jährliche Krippenspiel zu inszenieren. Zunächst geht er missmutig an die Sache ran, bis die Kinder und Hollywood ihn zu außergewöhnlichen Taten hinreißen…

Der Grundschullehrer Paul Maddens (Martin Freeman) mag aus mehreren Gründen das Weihnachtsfest und seinen Rummel darum nicht mehr:
Der Hauptgrund dafür ist die Trennung von seiner Freundin Jennifer Lore (Ashley Jensen) vor ein paar Jahren am Weihnachtstag. Doch nun wird er von der Schule, an der er als Grundschullehrer angestellt ist, dazu bestimmt, die Geschichte rund um das Geschehen in Bethlehem zu inszenieren – und das, obwohl er vor ein paar Jahren bereits richtig damit auf die Nase geflogen ist und gegen seinen großen Gegenspieler und früheren besten Freund Gordon Shakespeare (Jason Watkins) untergegangen ist, der an der rivalisierenden Grundschule Jahr für Jahr Bestnoten für die Inszenierung einheimst. Zunächst ist Paul alles andere als begeistert von dieser Entscheidung. Zu allem Überdruss bekommt er auch noch einen Assistenten: Mr. Poppy (Marc Wootton), ein Verwandter der Schulleiterin Mrs. Bevan (Pam Ferris), soll ihn bei seiner Arbeit entlasten und unterstützen. Doch Paul hat so gut wie keine Hoffnung auf eine vernünftige Ausführung, was auch daran liegt, dass die Schüler der Schule eher als Loser gelten.

Doch dann verplappert er sich bei einem Aufeinandertreffen mit Gordon und behauptet, Hollywood würde bei seiner Aufführung mit von der Partie sein und seine Inszenierung eventuell sogar verfilmen wollen.
Die Kinder sind auch extrem motiviert und überbieten sich dabei, die Rollen zu bekommen, die sie gerne hätten. Spaß an der Sache bekommen sie dabei von Mr. Poppy vermittelt, der das Kind im Manne raushängen lässt. Schließlich wird auch Paul von der positiven Stimmung mitgerissen. Nach einem ernsten Gespräch mit Mr. Poppy und der Drohung, seine Lügen auffliegen zu lassen, lässt er sich schließlich von der positiven Stimmung mitreißen und beschließt, seine Verbindungen nach Hollywood einzusetzen. Denn Jennifer hat ihn damals nicht ganz umsonst verlassen, die ging nach Hollywood, um nicht mehr nur eine einfache Schauspielerin ohne Einfluss zu sein, sondern sich um die produktive Seite zu kümmern. Mittlerweile ist nahezu das ganze Dorf in seine Idee vernarrt, er bekommt sogar die Kathedrale als Hollywoodbühne zur Verfügung gestellt. Auch wenn Paul sich in eine schwierige Situation katapultiert hat und der erneuten Begegnung mit Jennifer entgegenfiebert, die er immer noch in sein Herz geschlossen hat, versucht er alles, um seiner Inszenierung und der Darstellung der Kinder den richtigen Hollywood-gerechten Rahmen zu verpassen…

 

Bildergalerie von Der Weihnachtsmuffel (11 Bilder)

Wird es ihm schließlich wirklich gelingen, Hollywood von seiner Idee zu begeistern und zu der Aufführung einzuladen? Was wird bei der Begegnung mit Jennifer passieren? Und wie reagieren die Kinder auf die große Bühnenherausforderung?!

 

Qualitativ passt der Film überhaupt nicht in die Jahreszeit, denn ein Bildkorn oder der typische Bildschirmschnee ist hier nicht zu finden. Das Bild präsentiert sich sehr klar, scharf und farbenfroh. Der HD-Liebhaber wird viele Details erkennen und sich an so einem schönen Bild erfreuen. Soundtechnisch fliegen dem Fan beide Tonspuren (Englisch und Deutsch) in feinstem DTS-HD MA 5.1 um die Ohren. Typisch für eine Komödie ist allerdings, dass der Bass und die hinteren Effektboxen kaum zur Geltung kommen. Wer sich für den Film interessiert, der sollte einen Blick in die Extras werfen, Pandastorm Pictures hat sich hier einiges einfallen lassen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Vom Hocker reißen kann man mit diesem Film mit Sicherheit niemanden. Trotzdem ist er aus meiner Sicht für das Ziel und den Sinn durchaus akzeptabel umgesetzt, sodass man ihn auf dem heimischen Sofa anschauen kann, wenn man nicht gerade Weihnachtsfilme verabscheut. Nichtsdestotrotz ist die Story recht flach gehalten und erinnert schon direkt an andere Filme, die vom Grunde her auch nichts anderes liefern, nur hier wird es halt noch in den Weihnachtskontext gepackt. Im Großen und Ganzen machen die Schauspieler ihre Sache ganz gut und schaffen es auch, ihre Rollen einigermaßen zum Zuschauer zu transportieren, auch wenn mir der Weihnachtsmuffel Paul Maddens zu Beginn etwas zu wenig muffelig ist. Insgesamt gesehen kommt man doch das eine oder andere Mal ins Schmunzeln und kann dem Film einiges abgewinnen. Wer sich nicht selbst zu den Weihnachtsmuffeln zählt und in der Vorweihnachtszeit gerne mal einen dieser typischen Weihnachtsfilme anschaut, der bekommt hier neues Futter geliefert.


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