Blindlings - Blindspot

Blindlings - Blindspot

Originaltitel: Blindlings
Genre: Mysterythriller
Regie: Wolfgang Weigl
Hauptdarsteller: Barbara Romaner • Mirkus Hahn
Laufzeit: Ca. 86 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Blindlings - Blindspot   27.05.2012 von DeWerni

Eigentlich sollte alles so toll werden: Max hat seine große Liebe Eva vor einem Club aufgegriffen und will sie auf einer einsamen Berghütte auf romantische Art und Weise wieder für sich gewinnen. Doch dann bleiben sie nach einem Streit mit einer Autopanne in einem einsamen Wald liegen. Während beide nach Hilfe suchen, taucht plötzlich der Wilderer Boris auf …

Die Beziehung zwischen Eva (Barbara Romaner) und Max (Mirkus Hahn) ist in letzter Zeit nicht gerade glücklich verlaufen, weshalb sich die beiden vor Kurzem getrennt haben. Allerdings hat Max die Sache noch nicht ganz überwunden, weshalb er Eva vor einer Disco abfängt, mit dem Vorwand, sie nach Hause zu fahren. Doch als sie erwacht, stellt sie fest, dass sie gerade mitten durch die verschneite bayrische Bergwelt fahren. Entsetzt kommt es sofort zu Streit, der schließlich im Straßengraben endet. Danach wird klar, dass es Max eigentlich nur darauf abgesehen hatte, das Wochenende mit ihr in einer einsamen Berghütte eines Freundes zu verbringen. So wollte er sie Aussprache mit ihr erzwingen und gleichzeitig die Chance auf die romantische Wiederversöhnung wahren. Doch zumindest anfangs scheint Eva nicht wirklich von der Idee angetan.

Nun stecken sie aber abseits von jeglicher Zivilisation und ohne Handyempfang mitten in den Bergen fest. Max macht sich zunächst auf die Suche nach der Hütte, die irgendwo in der Nähe sein muss. So hat Eva genügend Zeit, über ihre Beziehung zu Max und vor allem die schönen Momente mit ihm nachzudenken. Doch als Max bis zur vereinbarten Uhrzeit nicht mehr zurück am Wagen ist, bekommt es Eva so langsam mit der Angst zu tun. Außerdem wird es Stück für Stück kälter. Sie sucht sich alle möglichen Decken zusammen und versucht, etwas Schlaf zu finden. Im Auto entdeckt sie in dieser Zeit einige Erinnerungsstücke an die Zeit mit Max: eine CD mit der gemeinsamen Musik, einige unvergessliche Fotos und ein Stofftier, das Max ihr auf dem Rummel erstanden hatte, als sie sich kennenlernten. So verspürt sie in dieser schwierigen Situation doch wieder das Verlangen nach Max und seiner Behutsamkeit. Doch sie wird langsam nervös, als er einige Zeit später immer noch nicht auftaucht. Schließlich macht sie sich auch auf die Suche, doch die scheint vergeblich zu sein. Plötzlich sieht sie eine dunkle Gestalt durch den Wald wandern und gleichzeitig hört sie die Hupe vom Fahrzeug. Max muss doch am Wagen sein. Er hingegen kommt nach einem Sturz zu spät zum Wagen zurück und findet Eva nicht vor. Stattdessen findet er an einem Ast neben dem Wagen ein Armband von ihr. Nachdem sie auf Rufe und Hupen des Wagens nicht reagiert, macht er sich auf die Suche nach ihr. Eine waghalsige gegenseitige Suche beginnt, bei der die dunkle Gestalt des Wilderers keine unerhebliche Rolle einnimmt …

Bildergalerie von Blindlings - Blindspot (5 Bilder)

Welches Spiel treibt die seltsame dunkle Gestalt in den bayrischen Bergwäldern? Werden sich Eva und Max wiederfinden? Und gibt es wirklich noch eine reelle Chance für die scheinbar verflossene Liebe der beiden?

 

Qualitativ kann man dem Release auf Blu-ray nicht viel vorwerfen. Das Setting, das sich hauptsächlich in der schneebedeckten bayrischen Bergwelt abspielt, weist tolle Bilder auf, die meist gute Schärfewerte und überzeugenden Detailreichtum aufzeigen. Die Farben wirken dabei authentisch, auch wenn sie stilistisch etwas blass daherkommen, was aber zur aufkeimenden und beklemmenden Atmosphäre richtig gut passt. Schwarzwert und Kontrast gehen in Ordnung, auch wenn der Kontrast etwa zu steil gewählt wurde und somit einige dunklere Bereiche in einigen Einstellungen überstrahlt werden. Der Film weist ein leises Bildrauschen auf, was sich aber nie störend auf den Genuss auswirkt. Der Ton liegt auf ähnlich gutem Niveau. Da der Film meist recht ruhig und unspektakulär daherkommt, verwundert es nicht, dass die Kanäle recht selten ausgereizt werden und das Ganze eher frontlastig wirkt. Dafür sind aber die Dialoge jederzeit gut verständlich, und wenn man mal Effekte eingesetzt werden, sind diese auch solide und effektvoll. Insgesamt handelt es sich um eine überdurchschnittliche Veröffentlichung im HD-Bereich.

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Schade, schade! Die Idee, die sich hinter diesem Werk des Regisseurs Wolfgang Weigl verbirgt, ist wirklich nicht schlecht. Leider finde ich die Umsetzung nicht richtig gelungen. Die Story ist prinzipiell spannend gestaltet und findet ihren Höhepunkt auch zum Ende hin. Allerdings sind auch viele Phasen enthalten, die einfach zu langatmig und unspektakulär gestaltet sind. Schön dagegen ist, dass man in diesem Thriller durch die gelungenen Rückblenden in das Leben der Hauptcharaktere ein wenig mehr Background über sie geliefert bekommt. Zudem ist die Atmosphäre durch den Stil des Films durchaus gelungen. Nichtsdestotrotz fehlt mir ein wenig das Tüpfelchen auf dem „i“. Insgesamt würde ich dieses Werk als einen mittelmäßigen Film aus deutschen Landen bezeichnen, der aber auf jeden Fall Potenzial für mehr gehabt hätte. Wer Mysterythriller und deutsche Filme mag, der kann auf jeden Fall einen Blick riskieren, allen anderen würde ich höchstens den Gang zur Videothek des Vertrauens empfehlen.


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