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CSI: Tödliche Verschwörung

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Telltale Games
Genre: Adventure
Sub-Genre: Crimeadventure
Art: Midpricetitel
Erscheinungsdatum: 28.10.2010
USK 12

CSI: Tödliche Verschwörung   02.11.2010 von DeWerni

Werdet wieder Teil des Teams von CSI und macht euch an die Ermittlung von fünf neuen Fällen, die allesamt zusammenhängen. Ermittelt erst die Täter der einzelnen Fälle, um schließlich das Drogenkartell um eine gefährliche Drogenbaronin auffliegen zu lassen und sie dingfest zu machen. Hört sich spannend an?! Na dann lest den kompletten Bericht…

Vor fast einem Jahr erschien das erste Spiel zur Serie CSI: Crime Scene Investigation und wartete mit fünf Folgen auf. Auch wenn das Spiel eher mit mäßigem Erfolg verkauft wurde, so ist die eigentliche Serie von Jerry Bruckheimer mit ihren diversen Ablegern wie „CSI: Miami“ oder „CSI: New York“ weiterhin im Fernsehen sehr erfolgreich und bei den Zusehern allseits beliebt. Grund genug, eine neue Version des Spiels für die Xbox 360, die PS3, die Nintendo Wii und auch den PC mit dem Titel „Tödliche Verschwörungen“ auf den Markt zu werfen. Auch hier wird der Spieler wieder mit fünf Mordfällen konfrontiert, die man gemeinsam mit dem CSI-Team von Las Vegas – übrigens schon dem neuen Team aus Staffel 9 - lösen muss. Damit hat man vor allem als Fan dann auch mal die Möglichkeit, nicht immer nur den Taten der Ermittler im Fernsehen zuzuschauen, sondern gleich selbst bei der Auflösung und der Festnagelung der Täter mitzuwirken. Leider ist vorab zu erwähnen, dass sich das Spiel im Vergleich zu seinem Vorgänger wenig weiterentwickelt hat, sei es aus spielerischer oder technischer Hinsicht, was aber für Fans sicherlich kein wirkliches Kaufhindernis ist und auch nicht sein sollte.

Die Ermittlungen…

Wie schon angesprochen muss man sich an fünf unterschiedlichen Fällen in der Auflösung und der Ermittlung der Täter versuchen. Wenn man die Scheibe einlegt und schließlich nach dem Intro das Hauptmenü erreicht, stellt man fest, dass man hier nicht gerade mit Spielmodi überhäuft wird. Man kann lediglich einer bereits angefangenen Fall fortsetzen oder bei einem neuen mit den Ermittlungen beginnen. Dabei kann man keinerlei Schwierigkeitsstufen auswählen, diese ist immer gleich. Auch wenn es sinnvoll ist, die angebotenen Fälle in der vorgegebenen Reihenfolge zu erledigen, so kann man sie trotzdem beliebig durcheinander bearbeiten. Sinnvoll ist es deswegen, weil die fünf Fälle zusammenhängen. Es gibt also eine Hintergrundstory, die einem neben den eigentlichen Ermittlungen und den Hintergründen dafür präsentiert wird. Wenn man sich dann direkt in den ersten Fall stürzt, dann wird man zunächst als neues Teammitglied vorgestellt. Es wird aber keine große Zeit verschwendet, sogleich folgt das Intro für den ersten Fall, den man gemeinsam mit Teammitglied Sara Sidle lösen darf. Dabei geht es darum, dass es in einem Wellnesssalon mitten in der Nacht eine große Explosion gegeben hat und dieser komplett ausgebrannt ist.

Wenn wir uns ein wenig umschauen, wird auch gleich klar, dass mehr hinter der Sache stecken muss. Erst finden wir eine Leiche, die in einem Schlammbad gebrutzelt wurde und dann auch noch eine durchtrennte Gasleitung. Verdächtig macht sich natürlich gleich der Besitzer des Ladens, der anscheinend überhaupt nicht gut gegangen ist. Nach diversen weiteren Untersuchungen und Ermittlungen taucht plötzlich Agent Gene Huntby vom FBI auf und teilt uns mit, dass der Besitzer irgendwie mit einer gefährlichen Drogenbaronin in Verbindung steht und entweder für sie Drogen verkauft oder Geld gewaschen hat. Naja, den ersten Fall hat man dann nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit erledigt. Und sogleich folgt der zweite. Bei diesem macht es den Anschein, als ob ein Bauarbeiter auf der Baustelle eines neuen Casinos Selbstmord begangen hat. Schnell stellt sich aber auch hier heraus, dass das nicht mit rechten Dingen zuging und Geld und Neid hinter der Sache steckt. Wieder taucht der Name der Drogenbaronin auf. Ob es da irgendeinen Zusammenhang gibt?! So, oder so ähnlich sehen alle Fälle aus, jeder ist nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit gelöst. Jedes Mal darf man als Spieler den Fall mit einem anderen Teammitglied von CSI angehen. So lange, bis man schließlich der Drogenbaronin und ihrer krummen Geschäfte auf die Schliche gekommen ist. Wird es dem Team gelingen, den üblen Machenschaften rund um die Drogenmafia ein Ende zu bereiten?

…mit den Methoden
Im Chefbüro kann man Captain Jim Brass um  Durchsuchungs- oder Haftbefehle bitten, die man hin und wieder benötigt, vor allem für die Durchsuchung bestimmter Räumlichkeiten. Der Leichenbeschauer obduziert meist die Toten und gibt wertvolle Hinweise zur Todesursache und anderen Mordumständen der Opfer. Im Verhörraum kann man per Haftbefehl eingelieferte Personen befragen und auch mit Demonstration von Beweisen ein wenig unter Druck setzen, so dass sie mehr verraten oder vielleicht schließlich die Tat zugeben. Die Hauptarbeit findet aber im Labor statt. Dort kann man die Beweise genauer forensisch untersuchen und unter die Lupe nehmen. Das Ganze geschieht durch eine Reihe Minispiele. So kann man dann beispielsweise Materialien nach Einzelbestandteilen untersuchen, indem man ein bestimmtes Muster in eine Farbpalette richtig mit Einzelteilen zusammenpuzzelt, zwei DNAs vergleichen, indem man bunte Kugelmuster richtig übereinander platziert, oder zwei Fingerabdrücke vergleichen, indem man den vorliegenden Ausschnitt an der richtigen Stelle platziert. So oder auf ähnliche Weise lassen sich Gegenstände mikroskopisch untersuchen, makroskopisch vergleichen, ganze Computer durchwühlen und Ton- und Videobänder analysieren. Im Labor muss man schließlich die Beweise so kombinieren, dass der richtige Täter durch hieb- und stichfeste Beweise überführt werden kann und schließlich per Haftbefehl im Knast landet, bestenfalls die Tat gesteht und der nächste Fall damit gelöst ist. Für Abwechslung ist also gesorgt, auch wenn das Prozedere immer gleich ist und es einem spätestens nach dem dritten Fall ein wenig nervt. Spaß macht die Auflösung dann aber allemal. Was ich noch sehr positiv finde, sind die Emails, die man auf seinem PDA empfängt. Diese helfen immer dann, wenn man mal eine Weile an einer Stelle festhängt und bieten wertvolle Informationen, wo und wie man noch weitersuchen muss. Diese Emails helfen Frust zu vermeiden, wenn man einmal wirklich hängt und nicht mehr weiter weiß.

Grafik und Sound
Leider wirkt CSI vor allem aus grafischer Sicht ein wenig angestaubt, außerdem kann auch der Rest der Technik nicht wirklich überzeugen. Die Grafik wurde leider nur wenig verbessert, auch wenn man die eigentlichen Charaktere gut erkennen kann, so wirkt das Ganze doch irgendwie auch von den Bewegungen her nicht wirklich authentisch. Die Zwischensequenzen dagegen sind von der Präsentation her auch aufgrund der passenden Schnitte sehr gut gemacht, trotz allem sind einige Einstellungen, wie beispielsweise der oft zur Einleitung verwendete Schwenk über Las Vegas, ein wenig zu unscharf und detailarm. Die Texturen wirken trotz der HD-Grafik oft nicht wirklich plastisch sondern eher aufgelegt. Da hätte man durchaus mit mehr Liebe zum Detail entwickeln können. Zum Ton muss man vorab sagen, dass leider eine deutsche Synchronisation fehlt. Die Sprachausgabe ist komplett in Englisch gehalten, bietet aber wenigstens deutsche Untertitel an. Trotz allem ist das Mitlesen auf Dauer etwas unangenehm, vor allem wenn einige der Charaktere mal eine längere Passage zur Aufklärung Tathergangs nutzen. Die Musik geht in Ordnung und passt zu CSI, stellt aber auch kein Wunderwerk dar. Insgesamt kann man von einer durchschnittlichen technischen Umsetzung mit Luft nach oben sprechen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Wer die Serie CSI egal in welcher Form mag, der wird sicherlich auch an dem Spiel seine Freude haben. Es bietet auf alle Fälle fünf interessante Mordfälle zur Aufklärung, die vom Prinzip und ihrem Hintergrund sehr abwechslungsreich sind. Schön ist an dieser Stelle aber zusätzlich die globale Story, die sich wie ein roter Faden mit durch die einzelnen Fälle zieht und im finalen Abenteuer ihre Auflösung preisgibt. Ansonsten ist das Spielprinzip bei allen Fällen sehr ähnlich, es entscheidet sich praktisch nur von den interessanten Orten zur Untersuchung und den Arten der Beweisführung. Nett sind allemal auch die Minigames zur Kombination der Beweise, auch sind diese zahlreich im Spiel vertreten, so dass es nicht gleich nach den ersten beiden Fällen zu eintönig wird. Generell geht das Spiel gut von der Hand, ohne für grenzenlose Begeisterung zu sorgen. Für alle die auf Adventures stehen oder den Stil von CSI mögen, denen kann ich das Spiel durchaus ans Herz legen, auch weil der Preis nicht allzu hoch ist. Spannende Umsetzung!


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positiv negativ
  • Verschiedene Fälle mit einem, gemeinsamen Hintergrund
  • Viele Minispiele
  • Interessante Ermittlungen
  • Integration der echten Charaktere aus der Serie
  • Hilfsemails, um ewiges Suchen zu vermeiden
  • Etwas altbackene Technik
  • Kaum Neuerungen
  • Sehr linear
  • Nur ein Modus
  • Keine deutsche Sprachausgabe





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