Cerro Torre - Nicht den Hauch einer Chance

Cerro Torre - Nicht den Hauch einer Chance

Originaltitel: Cerro Torre: A Snowballs Chance in Hell
Genre: Dokumentation
Regie: Thomas Dirnhofer
Hauptdarsteller: David Lama • Peter Ortner
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (103 Min)
Label: EuroVideo
FSK 0

Cerro Torre - Nicht den Hauch einer Chance   01.12.2014 von DeWerni

David Lama ist schon als junger Erwachsener am Olymp des Klettersports angekommen. Doch auch wenn er die Kletterhallen dieser Welt beherrscht wie kein anderer, ist er noch längst nicht an seinem persönlichen Höhepunkt angekommen: Immer wieder träumt er davon, einen der schwersten Berge der Welt im Freiklettern zu bezwingen: der Cerro Torre …

 

Bereits in jungen Jahren gilt David Lama als der neue Star des Klettersports. Als Europa- und Weltmeister erobert er die Kletterhallen auf der ganzen Welt. Zuschauer staunen, mit welcher Leichtigkeit der erst 19jährige einige richtig schwere Kletterpassagen scheinbar spielerisch meistert. Doch schnell wird ihm der Hallensport etwas zu eintönig, er verlangt nach mehr. Und so gedeiht in ihm eine Faszination heran: Er möchte einen der schwierigsten Berge der Welt im Freiklettern bezwingen: den sagenumwobenen Cerro Torre in Patagonien.

 

Dabei ist der Berg selbst für erfahrene Alpinisten teilweise noch immer eine große Herausforderung. Die erste Besteigung des als unmöglicher Berg benannten 3128m hohen Gipfels gelang angeblich dem Trentiner Cesare Maestri und dem Tiroler Toni Egger. Da Egger beim Abstieg durch einen Absturz ums Leben kam und Maestri keinerlei Beweise hatte, musste er sein Vorhaben im Jahre 1970 wiederholen. Dabei wurde die berüchtigte Kompressorroute geboren: Er transportierte einen 70kg schweren Kompressor Stück für Stück den Berg hinauf, um den Cerro Torre mit Bohrhaken zu durchsieben. Schließlich gelang sein Vorhaben. David möchte sich nun daran versuchen, den Berg lediglich mit Hilfe von Sicherungen im Freiklettern zu erklimmen. Und so plante er im Jahre 2011 sein erstes Projekt. Doch im alpinistischen Bereich ist er damals noch grün hinter den Ohren. Er stellt sich das Ganze etwas zu leicht vor, was schließlich führt, dass er zunächst in einem Desaster scheitert. Doch Aufgeben kommt trotz aller Häme nicht in Betracht für ihn. Er führt weitere Expeditionen durch, besteigt den Berg auf normalem Weg und analysiert dabei akribisch die Routen und den Berg nach seinen Chancen. Im dritten Anlauf scheint dann die große Chance mit seinem Kumpel Peter Ordner und einem Kamerateam gekommen. Die Wettervorhersage ist sehr positiv, die Aussicht grandios und der Gipfel fast komplett frei von Schnee und Eis. Ein Wettlauf gegen die Zeit und Wind, Wetter und die Naturgewalten beginnt …

 

Bildergalerie von Cerro Torre - Nicht den Hauch einer Chance (8 Bilder)

Wird es dem mittlerweile erfahrenen David Lama gelingen, den Berg auf seine Art des Freikletterns zu bezwingen? Welche Hürden wird er auf seinem Weg noch nehmen müssen? Und wird damit sein großer Traum in Erfüllung gehen können?

 

Aus technischer Sicht kann das Werk auf voller Linie überzeugen. Die Bilder sind meist klar, extrem scharf und können viele Details aufzeigen. Das war so nicht unbedingt zu erwarten, zumal Aufnahmen in Schnee und Sonne nicht immer ganz einfach zu handeln sind. Die Farben wirken meist nicht zu kräftig, dafür allerdings umso authentischer. Kontrast und Schwarzwert gehen in Ordnung. Einige der Bilder, die man geboten bekommt, sind einfach atemberaubend. Tontechnisch kann man an dieser Stelle gar nicht allzu viel bewerten, schließlich handelt es sich um eine Dokumentation, die vor allem mit natürlichen Hintergrundgeräuschen, den Interviews mit den Protagonisten und einigen Erzählungen auskommt. Effekte sind keine vorhanden. Interviews und Erzähler sind dabei jederzeit gut verständlich. Für Ungeübte des österreichischen Dialekts werden die Interviews zusätzlich mit deutschem Untertitel begleitet. In Summe ein im technischen  Bereich überzeugendes Release, das Spaß macht.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Die Dokumentation ist erstaunlich gut geworden und bringt eine gekonnte Mischung aus tollen, teils atemberaubenden Bildern und der Spannung der Bezwingung der Naturkräfte und schließlich auch dem Berg. Zudem bekommt der Zuseher – vor allem zu Beginn – eine Menge Hintergrundinfos zum Einstlieg in die Materie präsentiert. Das Werk packt eine Menge Informationen zusammen und wirft sie dem Zuseher zur Verarbeitung hin. So kommt es doch hin und wieder vor, dass es einfach etwas zu viel wird. Nichtsdestotrotz gibt es auch Phasen, die wirklich Spaß machen und man einfach nur mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzt. Wer Spaß am Klettersport und tollen Gebirgsaufnahmen hat, der sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen.


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