Cold comes the Night

Cold comes the Night

Originaltitel: Cold comes the Night
Genre: Thriller • Drama
Regie: Tze Chun
Hauptdarsteller: Bryan Cranston
Laufzeit: DVD (87 Min) • BD (90 Min)
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 16

Cold comes the Night   25.06.2014 von Zahnfee

Viele von uns kennen Bryan Cranston vielleicht noch aus der Serie Malcolm Mittendrin. So richtig bekannt wurde er allerdings erst seit seiner fast schon epischen Rolle als Crystal Meth-Produzent Walter White im US-Serienhit Breaking Bad. In Cold comes the Night bleibt er seiner neuen, dunklen Seite treu. Schauen wir doch einfach mal, ob er seinem Image in diesem Film gerecht bleibt ...

 

Chloe (Alice Eve) ist verwitwet und muss nun allein für sich und ihre Tochter Sophia (Ursula Parker) sorgen. Da nach dem Unfalltod ihres Mannes kein Geld mehr da war, um den beiden ein angenehmes Leben zu ermöglichen, schuftet Chloe Tag und Nacht in ihrem Motel, um genug Geld für einen Umzug in ein besseres Leben zu sparen. Da das Motel schon für eine beträchtliche Anzahl an Strafdelikten berüchtigt ist, sitzt der jungen Mutter zu allem Unglück auch noch das Jugendamt im Nacken und droht, die kleine Sophia in eine Pflegefamilie zu geben.

 

Eines Nachts buchen zwei Männer Zimmer bei Chloe. Der jüngere der beiden nimmt eines der örtlichen leichten Mädchen mit auf sein Zimmer. Als es dort zu einer Auseinandersetzung kommt und sich die beiden im Handgemenge gegenseitig umbringen, wird die Lage auch für Chloe brenzlig. Denn der andere Mann, Topo (Brian Cranston), ist ein Kurier, und das Paket das er abgeben muss, befindet sich im Wagen seines toten Kumpanen, der gerade von der Polizei abgeschleppt wurde. Topo überwältigt Chloe und zwingt sie dazu, ihm beim ausfindig machen des Wagens zu helfen. Das schafft sie auch, doch leider ist das Paket samt Inhalt dem korrupten Polizisten Billy (Logan Marshall-Green) in die Hände gefallen. Und nun hat Chloe alle Hände voll zu tun, um das Leben ihrer Tochter und ihr eigenes zu schützen ...

 

Bryan Cranston war schon in seiner Rolle als kurz vor dem Wahnsinn stehender Familienvater in Malcom Mittendrin eine Wucht. Der Charakter des Walter White aus Breaking Bad gab ihm ebenfalls Raum zur Entfaltung und war ihm wie auf den Leib geschneidert. Und so ist Cranston schließlich auch in Cold comes the Night eine Konstante was gute schauspielerische Leistung betrifft. Doch leider kann ein Schauspieler allein nicht gut machen, was dem Film an so vielen anderen Stellen fehlt.

 

Dabei hat die Story wirklich Potential, das an einigen Stellen auch wirklich zum Tragen kommt. Der Spannungsbogen leidet jedoch unter anhaltenden Müdigkeitserscheinungen, ebenso wie die Handlung selbst, die sich des Öfteren gern in die Länge zieht. Bis auf Cranston kann zwar keiner der anderen Schauspieler so richtig überzeugen, aber immerhin sind die Actionszenen in sich stimmig. Die Schießereien sind gut inszeniert und angemessen grafisch, so dass die FSK 16 Wertung unter dem Strich auch durchaus gerechtfertigt ist.


Bildergalerie von Cold comes the Night (7 Bilder)

Auch die technische Umsetzung lässt selbst auf der Blu-ray zu wünschen übrig. Das Bild ist streckenweise unscharf und viel zu bleich. Auch wenn der Film im Winter spielt, wäre ein besserer Kontrast wünschenswert gewesen. Der Ton ist dumpf und teilweise hat man das Gefühl, als würde er nach links buchstäblich verschwinden, was den Filmgenuss ingesamt doch ein wenig trübt. Auch wenn das Budget eines Films nicht riesig ist, schließlich kann nicht jeder FIlm ein Hollywood-Blockbuster sein, finde ich es schon enttäuschend, wenn nicht einmal auf ein durchgängig scharfes Bild und einen stabilen Ton Wert gelegt wird.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Tja … ich hatte mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr erwartet. Nicht unbedingt nur wegen Bryan Cranston, sondern weil die Beschreibung des Films alleine schon ziemlich gut klang. Doch leider bewegt sich hier nicht nur die Bildtechnik auf dem Niveau einer Fernsehproduktion, sondern auch gleich noch die Handlung, respektive der Spannungsbogen. Die Actionszenen an sich sind zwar gut gemacht, aber weder die Entwicklung der Charaktere noch die der Handlung sind sonderlich überzeugend. Anstatt wie gebannt vor dem Fernseher zu sitzen, sind plötzlich Belanglosigkeiten wie Wäsche aufhängen interessant, und das ist schon ein untrügliches Zeichen dafür, dass ein Film höchstens mittelmäßig umgesetzt ist.


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