Damage Inc. - Pacific Squadron WWII

Damage Inc. - Pacific Squadron WWII

Publisher: Mad Catz Interactive
Entwicklerstudio: Trcikstar Games
Genre: Flushooter
Sub-Genre: Flugsimuulation
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 28.08.2012
USK 12

Damage Inc. - Pacific Squadron WWII   13.10.2012 von DeWerni

Und wieder einmal erscheint ein neuer Flugshooter, der sich um das bärtige Thema Zweiter Weltkrieg dreht. Doch hin und wieder haben sich ja gerade hinter den unscheinbareren Titeln ein paar Perlen versteckt. Wir haben uns den Titel auf jeden Fall genauer angeschaut und berichten, ob es gelingt, das angestaubte Thema gelungen in Szene zu setzen …

 

Was kann heutzutage ein Flugshooter aus dem Setting des Zweiten Weltkriegs noch bieten, was Gamer nicht längst schon kennen?! Richtig, es kann einfach nicht viel sein. Obwohl ich dieses Genre vom Prinzip her ganz gerne mag, bin ich also mit einer gehörigen Portion Skepsis an Damage Inc. aus dem Hause Mad Catz Interactive herangegangen. Und dabei klingt das Ganze nicht einmal schlecht: 30 originalgetreue Flugzeugmodelle, in einer Story um die heftigsten und interessantesten Luftkämpfe des Zweiten Weltkriegs. Namen wie Pearl Harbor, die Schlacht um Iwo Jima oder das Pacific Theatre hören sich gut an und lassen auf Einiges hoffen.

 

Japanische oder doch US-Streitkräfte

Auch wenn das Setting mit dem Zweiten Weltkrieg nicht gerade untypisch ist, so ist es dann die Story selbst schon ein wenig. Doch bevor es mitten in die Schlacht geht, steht zunächst eine Mission der leichteren Art und Weise an, in der Ihr in einem Tutorial die grundlegende Steuerung gezeigt bekommt und erlernen dürft. Vorab gilt es, den Spielstil festzulegen, denn Ihr dürft die Karriere sowohl im Simulations- als auch  im Arcademodus durchleben. Dann geht es direkt in die ersten Kämpfe, in die man allerdings behutsam eingeführt wird. Zu den ToDos zählt auch, dass man Starts- und Landungen durchführen muss. Der Unterschied zwischen perfekter Landung und heftigem Absturz ist dabei fließend und nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Die Unterschiede zwischen und Arcade- und Simulationsmodus ist nicht wirklich riesig, sorgt aber wenigstens für etwas mehr Abwechslung. In der Simulation wird zudem gefordert, dass Ihr Euch direkt in das Cockpit begebt, während Euch im Arcadestil mehrere Ansichten und Möglichkeiten offen stehen. Die Cockpits sind im Übrigen optisch ganz gut gelungen, während der Rest der Grafik am Horizont doch teilweise etwas verpixelt wirkt, was auch für das Kampfumfeld am Boden gilt.

 

Bildergalerie von Damage Inc. - Pacific Squadron WWII (13 Bilder)

Nachdem man sich mit der Steuerung vertraut machen konnte, geht es auch schon mitten in die legendäre Schlacht um Pearl Harbor. Dort müsst Ihr die amerikanische Flotte und ein paar andere wichtige strategische Einheiten vor den Japanern beschützen. Seit Euch sicher, am Ende des Kampfs habt Ihr gefühlsmäßig die komplette japanische Luftwaffe ausgeschaltet (es können schon durchaus an die 100 Flieger in einer einzelnen Mission sein). Denn Struktur und liebevolles Leveldesign schaut anders aus. Vorsicht, hier kommen ein paar Flieger! Achtung, da sind Bomber, die die Flotte angreifen. Ach, und wieder ein paar Japaner! So und so ähnlich schaut es oftmals aus. Dabei sind die einzelnen Kämpfe noch nicht einmal langweilig, nein, die eintönige Summe macht einfach keinen Spaß, weil es kaum Abwechslung gibt. Das ändert sich auch in anderen Missionen kaum. Das soll dann aber gleichzeitig nicht bedeuten, dass das Game zu einfach ist. Denn die Gegner haben schon was auf dem Kasten und wehren sich. Um den gekonnten Manövern des Gegners entgegen zu wirken, stehen Euch dann auch wieder ein paar Mittel und Wege offen. Zum einen gibt es den gut klingenden War Speed, übersetzt der Afterburner, der es erlaubt, dem Gegner mit kurzen aber heftigen Geschwindigkeitsschüben auf die Pelle zu rücken. Zum anderen gibt es den Reflex-Modus, der eine Art Zeitlupenmodus darstellt, um die gegnerischen Flieger leichter ins Fadenkreuz nehmen zu können. So werden die Aufgaben dann doch wieder etwas entspannender und leichter.

 

Im Anschluss an die Rettung von Pearl Harbor geht es direkt weiter mit den Kämpfen gegen die Japaner. Diese haben in Pearl Harbor nämlich dafür gesorgt, dass der Pilot Bobby, den der Spieler in Damage Inc. vertritt, keinen Bruder mehr hat. Und somit ist auch klar, wohin die Reise genau geht: Die Japaner müssen dezimiert, der Krieg gewonnen und der Bruder gerächt werden. Nicht gerade sehr einfallsreich, aber wenigstens konzentriert sich das Ganze einmal nicht auf Deutschland, Italien und Amerika. So müsst Ihr nun als Pilot insgesamt 23 Missionen bestehen, die alle ähnlich gestrickt sind und so schon des Öfteren für Frustmomente sorgen können. Nichtsdestotrotz gibt es auch ein paar motivierende Elemente, denn es gibt am Ende jeder Mission als Belohnung ein oder mehrere neue Flugzeugtypen, die freigeschaltet werden. Zudem dürft ihr Aktionspunkte einsetzen, die Ihr Euch mit dem Bestehen von Missionen mehr als redlich verdient habt. So könnt Ihr das Ausrüstungslevel der Flugzeuge anheben, um gegen die kommenden Gegner etwas besser gerüstet zu sein.

 

Gemeinsam endlich Spaß

Im Multiplayermodus gibt es dann aber doch endlich einen Punkt, der rundum gelungen ist. Mal abgesehen von den technischen Mängeln kann man dabei online zu viert die Kampagnen durchkämpfen. Das macht die Tristheit zwar nicht wett, sorgt aber so wenigstens für eine Menge Spaß, da man sich nicht mehr alleine den Fliegermassen stellen muss. Neben der Kampagne lassen sich zudem Dogfights mit insgesamt acht Spielern austragen. Auch dieser Modus ist im Onlinebereich durchaus gelungen. Wir wären allerdings nicht bei Damage Inc., wenn es nicht auch hier einen negativen Aspekt gäbe. Und dieser ist gravierend. Denn wenn man den Onlinebereich betritt, wird man schnell feststellen, dass das Ganze zwar durchaus reizvoll ist, nur irgendwie geht eines völlig etwas ab: die Mitspieler. Die Server sind nämlich meist gähnend leer. Wenn man Glück hat, findet man mal den einen oder anderen Mitspieler. Die Dogfights allerdings wird man kaum voll bekommen, schade. Was bringt das beste Prinzip, wenn die Basis fehlt. Naja, einziger Trost dabei ist, dass man sich für das kooperative Spiel meist eh mit den eigenen Kumpels verabredet.

 

Präsentation grau in grau

Auch technisch kann das Werk leider nicht wirklich überzeugen. Im Grunde ist die Präsentation anhand von ein paar Bildern und einem Erzähler nicht so schlecht, allerdings nervt die Sprachpräsentation auf Englisch, die zudem noch etwas gelangweilt klingt und es anstrengend ist, den deutschen Text zu lesen und den englischen zu hören. Besser wird das Ganze leider auch nicht direkt auf dem Schlachtfeld. Den die Darstellung mag aus weiterer Entfernung ja noch ganz nett wirken, wenn man in die Details geht, bekommt man allerdings dieselbe triste Farbe, wie die meisten Beton- und sonstigen Strukturen im Gelände. Kurz gesagt, es sieht einfach nicht schön aus, oftmals flimmert das Ganze und Details sind praktisch gar nicht zu erkennen. Zudem hackt es auch noch des Öfteren, wenn mehr als zwei, drei Flieger an der Action beteiligt sind. Mir scheint es so, als ob die Technik im Zweiten Weltkrieg hängen geblieben ist. Die Umsetzung des Sounds ist dann neben den englischen Sprechern durchaus anhörbar. Die Effekte gehen in Ordnung und stellen so fast das technische und spielerische Highlight des Titels dar. Insgesamt bleibt das Spiel aber seiner enttäuschenden Linie treu, man darf für die Zukunft auf Besseres hoffen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Im Grunde sind das Spiel und dessen Gameplay gar nicht so schlecht umgesetzt. Gut, die Story kann unterhalten, bietet allerdings mit dem Setting im Rahmen des Zweiten Weltkriegs doch eher Altbekanntes als innovative und mitreißende Unterhaltung. Was gut klingt, ist dann aber einfach mit zu vielen negativen Aspekten belegt. Das beginnt bei der Technik, die schon bei etwas heftigerer Action in die Knie geht, geht weiter über die teils etwas wenig eingängige Steuerung bis hin zum Missionsdesign, das den Namen eigentlich nicht verdient. Denn man fliegt von Ort zu Ort, um genau wie vorab die nächste Welle an Fliegern auszuschalten oder eines der strategischen Punkte vor Angriffen zu beschützen. So ist die Basis also nicht verkehrt, die Fehler wurden im Detaildesign gemacht. Bleibt die Hoffnung, dass man bei einem eventuellen zweiten Teil einfach mehr Liebe zum Detail erkennen lässt. So bietet das Spiel einfach zu wenig Motivation und wird schnell langatmig.


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positiv negativ
  • Gute Story
  • Nette Präsentation …
  • Verschiedene Gameplaymodi (Arcade/Simulation)
  • Guter Multiplayermodus …
  • Angestaubtes Thema
  • … die viel zu viele Macken aufweist
  • Zu eintönige Aufgaben und Missionen
  • … aber keine Mitspieler
  • Teilweise schlechte Synchronisation





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