Deadtime Stories - Volume II

Deadtime Stories - Volume II

Originaltitel: Deadtime Stories 2
Genre: Horror
Regie: Michael Fischa • Jeff Monahan • Matt Walsh
Hauptdarsteller: Patrick Jordan • Amanda Frost
Laufzeit: Ca. 101 Minuten
Label: EuroVideo
FSK 18

Deadtime Stories - Volume II   12.05.2012 von DeWerni

Macht Euch gefasst auf einen Märchenonkel der besonderen Art: Der Meister des Horrors George A. Romero persönlich erzählt und präsentiert Euch drei seiner liebsten Kurzgeschichten aus  dem Horrorgenre. Abwechslungsreiche und spannende Action ist bei den drei Geschichten garantiert – die eine ist etwas trashiger, die andere mystisch und die dritte nervenzerreißend …

Das Wohnzimmer von George A. Romero wird für spannende 101 Minuten Euer zuhause. Ihr bekommt von diesem in spannender Manier nacheinander drei Kurzgeschichten des Horrorgenres anmoderiert. Diese orientieren sich abwechslungsreich an unterschiedlichen Subgenres, so dass für jeden Liebhaber etwas dabei sein sollte. Nachfolgend eine inhaltliche Übersicht über die drei Filme:

The Gorge

Die drei Freunde Gary (Patrick Jordan), Donna (Liz DuChez) und Danny beschließen, gemeinsam eine alte Höhle zu erforschen. Doch kurz nachdem sie in die Höhle geklettert sind, stürzt diese halb hinter ihnen zusammen. Zu alle Unglück wird auch noch Gary dabei schwer verletzt und der Ausgang verschüttet. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als auf Rettung von außen zu hoffen. Solange müssen sie mit ihrem Proviant haushalten, doch dieser scheint nur schwerlich so lange zu halten. Irgendwann beschließen sie, dass einer der drei zum Überleben herhalten muss ...

Eigentlich ist diese Geschichte gar kein richtiger Horrorfilm, lediglich die unappetitlichen Speisen regen Ekel hervor. Der Rest bleibt unterdurchschnittlich.

On Sabbath Hill

Eigentlich scheint Professor Richard Weaver (John Romualdi) ein braver und geruhsamer Familienvater zu sein. Doch heimlich steht er auf die Studentin Allison (Amanda Frost) und hat sogar ein Verhältnis mit ihr. Als sie ihm eines Tages preisgibt, dass sie von ihm schwanger ist, schnauzt er sie nur an, sie solle abtreiben und ja wieder zum Unterricht erscheinen. Am nächsten Tag erscheint sie in seltsamer Laune verspätet zum Unterricht. Sie tritt vor ihn, zitiert einen Satz aus einem Gedicht und schießt sich vor der versammelten Klasse in den Kopf. Das Ganze ist die nette Variante ihrer Rache, denn die richtige Rache folgt nach ihrem Tod. Er wird die Bilder nicht mehr los, fühlt sich immer und überall verfolgt. Die Situation scheint ihn schließlich in den Wahnsinn zu treiben …

Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Art Psychohorror und stellt durch die gute Atmosphäre und die heiße Amanda Frost noch die beste Kurzepisode dar.

Dust

Dr. Alex Flesch (Sam Redford) ist Forscher an einer Einrichtung, die an Heilmethoden für Krebs arbeitet. Durch Zufall entdeckt er, dass Marsstaub womöglich die Krebszellen vernichten und die Menschen endlich von dieser Krankheit heilen kann. Doch unglücklicherweise erzählt er dem Sicherheitsbeamten Gary von der Sache. Dessen Frau Audrey liegt mehr oder weniger im Sterben – zerfressen vom Krebs. Da sieht er seine Chance gekommen: Ohne die notwendigen Analysen und Experimente abzuwarten, entwendet er etwas Staub und gibt es Audrey. Zunächst scheint das Mittel wirklich Besserung zu bringen. Doch schneller als erwartet, sieht er sich plötzlich einem Monster im heimischen Wohnzimmer gegenüber …

Dust zeigt einen durchaus interessanten Anfang, mutiert dann aber gegen Ende sehr Richtung Einfallslosigkeit. Die Story hat man leider zu plump abgetan.

Bildergalerie von Deadtime Stories - Volume II (7 Bilder)

Auf technischer Basis kann der Film ebenso nicht wirklich überzeugen. Vor allem The Gorge liefert ein richtig schlechtes Bild ab, da hätte man sich das Release auf Blu-ray schenken können. Die anderen beiden Werke zeigen nicht ganz so viele dunkle Szenen, so dass ein verbessertes Bild nicht ganz so schwierig war. Nichtsdestotrotz geht die Qualität in Ordnung, ohne wirklich überzeugen zu können. Dazu sind teils immer noch zu viele Unschärfen zu erkennen und das Bild wirkt in einigen Einstellungen zu wenig detailreich. Auch der Ton ist nicht immer überzeugend. Vor allem bei etwas lauteren Szenen stört es, dass man die Dialoge nicht richtig gut verstehen kann, was in den ruhigeren Szenen kein Problem ist. Die Effekte wurden leider nur auf alle Kanäle verteilt, eine richtige Abmischung hat man anscheinend vergessen. Schade, dass hier so viel Potential verschenkt wurde, da passt sich die Technik leider nahtlos an die inhaltliche Qualität der einzelnen Filme an.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Als ich den Titel gelesen hatte, musste ich erst mal schmunzeln und war gleich positiv angetan. Und dann noch der Meister George A. Romero persönlich – Da kann doch gar nichts schief gehen, oder? Leider doch. Denn bis auf die Ausnahme On Sabbath Hill bleiben die Stories recht blass und können kaum fesseln, Geschweige denn für einige Schocker sorgen. Da hätte ich doch ein wenig mehr erwartet. Wenigstens werden die Episoden von Romero selber in der Art eines Märchenonkels anmoderiert, das ist aus meiner Sicht doch recht gut gelungen. Die Filme liegen dann eher auf Amateurniveau, das gilt sowohl für die Stories, die Schauspieler und auch die technische Realisierung. Wer George A. Romero mag oder allgemein auf Horrorfilme steht, der kann mit Sicherheit einen Blick riskieren, der Rest sollte sich eher nach Alternativen umschauen. Schade, der Ansatz ist gut, da hätte man durchaus mehr draus machen können.


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