Der verlorene Sohn

Der verlorene Sohn

Originaltitel: Der verlorene Sohn
Genre: Drama
Regie: Nina Grosse
Hauptdarsteller: Kostja Ullmann • Katja Flint
Laufzeit: Ca. 89 Minuten
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 12

Der verlorene Sohn   01.03.2012 von DeWerni

Nach einigen Jahren Gefängnis in Israel kehrt Rainer Schröder plötzlich nach Deutschland zurück. Die Situation ist für ihn und seine Familie nicht einfach, auch weil er in der Zwischenzeit zum Islam konvertiert ist. In Deutschland gilt er als potenzieller Terrorist, weshalb er ständig beschattet wird. Es entwickelt sich eine spannende Story um Integration und terroristischem Verdacht ...

Stefanie Schröder (Katja Flint) ist hauptberufliche Trainerin einer Handball-Damenmannschaft, mit der sie gerade am Wiederaufstieg in die nächsthöhere Liga arbeitet.
Sie befindet sich gerade mitten im Training, als sie einen unerwarteten Anruf erhält: Ihr Sohn Rainer (Kostja Ullmann), der eigentlich aufgrund von terroristischen Verbindungen in Israel im Gefängnis sitzt, ist unerwartet nach Deutschland zurückgekehrt. Herzlich empfängt sie den zunächst etwas schüchternen Sohn. Sein Bruder Markus (Ben Unterkoffler) ist ebenfalls erfreut, seinen Bruder nach ein paar Jahren wieder zu sehen. Doch schnell erkennen die drei einige Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung, was nicht zuletzt auch an der Konvertierung zum Islam von Rainer liegt. Seit er zurück in Deutschland ist, wird er permanent vom Landeskriminalamt Niedersachsen beschattet.

Glücklicherweise hat der Verein von Stefanie einen gutmütigen Sponsor, der Rainer sogar einen Job im Lager anbietet, damit er sich sein Lebensunterhalt verdienen kann.
Nachdem es einige Streitigkeiten mit dem LKA in Form des Hauptkommissars Lars Buchner gab, gelingt es den Dreien, die Beschattungen gerichtlich verbieten zu lassen. Stefanie selbst kann nicht glauben, dass ihr Sohn Verbindungen zu islamischen terroristischen Verbindungen haben soll. Doch bald wendet sich das Blatt wieder. Rainer schottet sich, wie bereits vor seiner damaligen Verhaftung, vom Rest der Gesellschaft ab und nimmt wenig am Familienleben teil. Das Ganze gipfelt darin, dass er sich aufgrund der Wiederaufstiegsfeier mit Markus in die Haare bekommt und ihn niederschlägt. Stefanie hört ihn wieder in seinem Zimmer zu Allah beten und findet in seinem Laptop Indizien, die auf eine terroristische Gruppierung hindeuten, die für einen Anschlag vor Kurzem in der Londoner U-Bahn verantwortlich ist. Der Verdacht auf anstehende Anschlagplanungen von Rainer verdichten sich...


 

Ist Rainer wirklich dabei, einen terroristischen Anschlag in Deutschland zu planen? Wird es der Familie gelingen, Rainer wieder auf den rechten Pfad zu führen? Und welche Fakten kennen Polizei und LKA noch, die auf die terroristischen Verbindungen von Rainer schließen lassen?


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Für eine deutsche Produktion kann der Film richtig überzeugen, auch wenn an der einen oder anderen Stelle ein paar kleinere Schwachpunkte zu erkennen sind. Das gilt vor allem für den technischen Bereich, aber auch die Story ist nicht an allen Ecken und Kanten komplett durchdacht. Trotzdem gelingt es einer überragenden Katja Flint die teils beklemmende teils gefühlsduselige Story dem Zuseher so zu präsentieren, dass man sich in die Lage der Charaktere versetzen kann. Für Fans des deutschen Films ist der Fernsehfilm des NDR, der hauptsächlich in Hamburg und Hannover gedreht wurde, ein absoluter Pflichtfilm, wenn man ihn noch nicht gesehen hat. Auch wenn man - so wie ich selbst auch - nicht immer Fan des deutschen Films im Allgemeinen ist, so wird man durch die knapp 90 Minuten gut unterhalten. Vor allem weil dieser ein Thema behandelt, das zum Drehzeitpunkt 2009 genauso aktuell ist wie auch heute noch: der verdeckte Terror in Deutschland.


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