Die Ozeane - Geheimnisse der Weltmeere

Die Ozeane - Geheimnisse der Weltmeere

Originaltitel: The Nature of Things: One Ocean
Genre: Dokumentation
Regie: Diverse Regisseure
Hauptdarsteller: --
Laufzeit: Ca. 186 Minuten
Label: Arthaus
FSK 0

Die Ozeane - Geheimnisse der Weltmeere   25.03.2013 von DeWerni

In dieser Dokumentation bekommt der Zuseher tolle Bilder und einige interessante Informationen rund um unserer Weltmeere geboten: Von der Entstehung bis hin zum aktuellen Einfluss des Klimawandels sind viele Aspekte berücksichtig und erörtert. Wagt auch Ihr einen Blick in die unendlichen Tiefen der Weltmeere mit seinen seltsamen Bewohnern …

 

Dokumentationen sind spätestens mit der Verbreitung der Blu-ray deutlich im Kommen. Das gilt im Besonderen auch für Werke, die sich mit dem Thema Meere, Ozeane und seinen Bewohner auseinandersetzen. Dabei lassen sich immer wieder tolle, hochauflösende Bilder präsentieren, die den einen oder anderen Zuseher ins Staunen versetzen. Genau in diesem Fahrwasser bewegt sich auch die Dokumentation Die Ozeane – Geheimnisse der Weltmeere. In den folgenden vier Abschnitten bekommt man unsere Weltmeere aus unterschiedlichen Perspektiven präsentiert:

 

  • Die Entstehung der Ozeane
  • Der Mensch und das Meer
  • Die Geheimnisse der Tiefe
  • Ozeane im Klimawandel

 

Die Aufteilung mit ihren Schwerpunkten ist dabei sehr gut ausgefallen. Alles beginnt mit der Entstehung der Ozeane. Es werden dabei Fragen beantwortet wie: Wie kommt das Wasser überhaupt auf unseren Planeten? Wie sind die riesigen Weltmeere entstanden? Welchen Einfluss hatte und hat das Wasser auf die Evolution von Menschen und Tieren? Auch wenn man das Thema der Entstehung des Lebens sicher nicht neu ist, wird es trotzdem verständlich und zugleich spannend erläutert. Im Anschluss geht es darum, wie der Mensch mit dem Meer und seinen Bewohnern umgeht. Welche Einflüsse haben der CO²-Ausstoss, Umweltverschmutzung und unser täglicher Umgang mit dem Meeresbewohner als Speise? Es treten teilweise seltsame Verhalten und plötzliche Auftauchen und verschwinden von Meeresbewohnern auf. Dabei wird auf verschiedenste Aspekte eingegangen und diese schön erläutert. Gut gefallen hat mir zudem, dass es auch alternative Beispiele gibt, wie gewissenhaft mit der Flora und Fauna des Meeres umgegangen wird. Dabei steht die Menschheit zudem noch am Beginn der Erforschung der Tiefsee, da diese bis vor nicht allzu langer Zeit gar nicht wirklich zugänglich war. Erst seit Beginn des neuen Jahrtausends wird die Tiefsee intensiver erforscht. Dies führt - aus meiner Sicht -zum interessantesten Teil Die Geheimnisse der Tiefe, in dem einige interessante und faszinierende Bilder aus einem uns unbekannten Reich gezeigt werden. Es gibt auch hier negative Beispiele, die den Einfluss des Menschen zeigen. Denn auch hier macht die Wirtschaft nicht halt, auch wenn die Auswirkungen noch gar nicht ersichtlich sind. Im letzten Teil wird noch einmal intensiv beleuchtet, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Ozeane hat. Ganze Ökosysteme, wie Korallen-, Austernriffe und Tangwälder verschwinden und entstehen plötzlich ganz woanders. Es wird hier versucht, dem Zuseher einen Einblick in die Zusammenhänge zu geben, auch wenn es so scheint, als könnte der Mensch nicht alles verhindern. Doch noch ist es nicht ganz zu spät …

 

Bildergalerie von Die Ozeane - Geheimnisse der Weltmeere (5 Bilder)

Welche Einflüsse des Menschen sind besonders gravierend und wie wirken sie sich aus? Welche Tiefseewesen sind bisher unserer Aufmerksamkeit komplett entronnen? Wie werden unsere Meere in Zukunft aussehen?

 

Technisch gesehen bekommt man bei dieser Veröffentlichung gute Qualität im HD-Bereich geboten. Die meisten Bilder sind klar und scharf und warten mit entsprechend vielen Details auf.  Nur einige wenige Aufnahmen in der Tiefsee oder bei einzelnen Expeditionen sind etwas zu sehr verwaschen, verwackelt oder kommen einfach in SD-Qualität daher. Die Farben wirken zudem meist authentisch und kräftig, Schwarzwert und Kontrast sind gelungen. Der Ton liegt auf einem Niveau, das man von einer Dokumentation erwartet. Der Erzähler ist jederzeit gut zu verstehen, Effekte gibt es so gut wie gar nicht und ein räumlicher Effekt kann so kaum aufkommen. Das Ganze fällt zudem genretypisch recht frontlastig aus. In Summe bekommt der Zuseher eine technisch saubere Umsetzung ohne Glanzpunkte geboten.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ich bin leider von dieser Dokumentation enttäuscht und hatte etwas mehr erwartet. Heutzutage bekommt man leider in jeder Meeresdokumentation groß und breit erläutert, wie verheerend sich das zerstörerische menschliche Verhalten gegenüber der Natur auch auf die Weltmeere und dessen Bewohner auswirkt. Klar, dieser Aspekt gehört in eine Dokumentation hinein, hier wird es allerdings zu breit getreten. In den vier Episoden bekommt man teils schöne, teils aber auch zu viele Bilder geboten, bei denen das Grübeln beginnt: Umweltverschmutzung, CO²-Ausstoss und Überfischung sollten hier als Aufhänger genügen. Aber es gibt auch interessante Informationen und tolle Bilder zu Tiefseebewohnern, die man wohl so bisher noch nicht gesehen hat. Wen das Thema interessiert, der kann durchaus einen Blick wagen. Wer allerdings auf Sonne, Strand und Rifftauchen gehofft hatte, der sollte zu Alternativen greifen.


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