Fifty Shades of Black

Fifty Shades of Black

Originaltitel: Fifty Shades of Black
Genre: Komödie
Regie: Michael Tiddes
Hauptdarsteller: Marlon Wayans • Kali Hawk • Fred Willard
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (92 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

Fifty Shades of Black   03.01.2017 von LorD Avenger

Die junge, unerfahrene Studentin Hannah Steele erhält die Gelegenheit, den Milliardär Christian Black zu interviewen. Sofort besteht eine elektrische Anziehung zwischen den beiden. Hannah verfällt dem souveränen Mann, muss aber feststellen, dass er ungewöhnliche sexuelle Vorlieben hat. Sie gibt sich den Sexspielen hin... und je länger sie andauern, desto mehr stellt sie fest, dass es in Wahrheit Black ist, der nicht mehr ohne Hannah leben kann...

 

Zwar habe ich Fifty Shades of Grey nicht gesehen, aber offenbar gab es selbst nach Fan-Stimmen keinen Grund mehr, den Film überhaupt zu parodieren. Meine einzige Berührung mit dieser Geschichte war das Lauschen des Hörbuchs auf einer langen Autofahrt, die dadurch noch viel länger wurde. Für den direkten Vergleich hatte ich dann aber weibliche Verstärkung neben mir, die bestätigte, dass sich die Parodie sehr genau an der Vorlage orientierte. Kein Wunder - währen in einem Scary Movie schon mal gut und gerne eine zweistellige Anzahl von Filmen auf die Schippe genommen wird, haben wir hier wirklich nur ein Aufs-Korn-Nehmen eines einzigen Films - den kurzen Ausflug zu Magic Mike mal ausgenommen. Szenen wurden eins zu eins übernommen und mit strohdummen Sketchen dezent abgeändert. Und strohdumm ist nicht übertrieben - Marlon Wayans ist schließlich nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Drehbuchautor und Produzent... Was auch immer das Parodie-Genre einst gewesen sein mag, beginnend mit Date Movie und Superhero Movie und wie sie nicht alle heißen, verkörpert "Shorty" Wayans heute die unterste Schublade von genau solchem Nachmach-Humor.

 

Und wirklich - als wären die Gags so gut, dass sie jedes Mal aufs Neue funktionieren würden, kopiert man sie einfach aus anderen Parodien. Die berühmte Kleine-Pimmel-Attrappe gab es schon in Scary Movie vor 16 Jahren - eine Riesen-Pimmel-Attrappe als Kontrast mit einzubringen macht es da nur dezent lustiger. Der Kopf wird von zufahrenden Aufzugtüren eingeklemmt und geht nicht mehr auf? Bustür aus Scary Movie 3, anyone?! Und das sind nur zwei Beispiele, die mir spontan einfallen - wirklich originale Gedanken und Ideen gab es im ganzen Film nicht. Zwei oder drei Mal kann man trotzdem verhalten lachen, schämt sich gleich danach aber fast schon dafür.

 

Bildergalerie von Fifty Shades of Black (4 Bilder)

Bild- und tontechnisch bewegen wir uns hier zumindest auf sehr hohem Niveau und kriegen gestochen scharfes Material geliefert (wobei ich leider nicht von den Darstellern rede), sowie die gewohnten wie auch gekonnten Synchronsprecher. Auch das Set und alles andere wirken optisch so, als hätte der Film dasselbe Budget bekommen wie das Original.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Fifty Shades of Black bleibt seinem Namen treu und parodiert nicht nur ausschließlich den einen Film, sondern füllt auch alle Gags mit den typischen Schwarzen-Witzen der untersten Schublade - personifiziert durch Marlon Wayans. Im Grunde genommen hangeln wir uns also viel zu lang erscheinende 90 Minuten durch die geklauten Originalszenen, versehen mit geradezu peinlich-dümmlichem Humor, der nur sehr selten und sehr verhalten zündet. Immerhin Bild und Ton überzeugen auf ganzer Linie, täuschen aber nicht über den miserablen Cast hinweg, der gefühlt nur in solch eigens produzierten Niveauleichen eine Rolle bekommt. Hätte ein paar mehr abwechslungsreiche Parodien und einen besseren Schreiber vertragen - zumindest Letzteres hätte nicht schwer sein sollen...


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