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Goodnight Nobody
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BEWERTUNG |
08.04.2012 von DeWerni
Diese Dokumentation zeigt das Leben von vier außergewöhnlichen Menschen in ihren individuellen Lebensräumen in unterschiedlichen Metropolen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie Insomniacs sind – Leute, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr schlafen. Dabei erfährt man, dass unser wertvolles Gut Zeit für andere nicht wirklich nutzbar ist …
Vier verschiedene Leute in vier komplett unterschiedlichen Regionen der Welt: Jeremie Kafando aus Burkina Faso, Mila Dean aus dem amerikanischen Arizona, Fedir Nesterchuk aus der Ukraine und Lin Yao aus Schanghai in China. All diese Personen können seit geraumer Zeit nicht mehr schlafen und berichten in dieser Dokumentation über den alltäglichen Umgang mit der krankhaften Situation und der Herkunft des Ganzen. Jeremie ist Nachtwächter in einem Theater. Genau wie Fedir, der im Bergwerk in der Unterwelt gearbeitet hat, kann er aus beruflichen Gründen nicht mehr schlafen. Das Ganze hat sich von einem auf den anderen Tag ergeben. Während die Arbeitskollegen gegen Morgen immer müde wurden, war er hellwach. Fedir ist wohl der berühmteste Fall von Insomniacs – der Schlaflosigkeit. Er hat seit nun über 20 Jahren nicht mehr geschlafen und wurde dadurch berühmt. Auch Mila und Lin haben ihre eigenen Gründe, warum sie auf einmal nicht mehr schlafen konnten. Allerdings haben sie auch eines gemeinsam: viel zu viel Zeit.Und so geht jeder der Vier auf eigene Art und Weise mit der überschüssigen Zeit um. Während sich einer im Bett wälzt und den Schlaf sucht, treiben sich andere auf der Straße rum oder fahren die ganze Nacht mit dem Auto in der Gegend herum. Die Dokumentation von Jacqueline Zünd zeigt dem Zuseher dabei die Schwierigkeiten, die die Vier in ihren unterschiedlichen Welten haben. Dies ist aber gleichzeitig auch die Krux an der Sache. Denn das triste Leben besteht oftmals aus Langeweile. Was tun, wenn alle anderen Menschen – vor allem Freunde und Bekannte – sich ihrem wohl verdienten Schlaf widmen? Was tun, wenn alle Geschäfte geschlossen und keiner mehr auf der Straße ist?! Und wie soll man diese Situation dem Zuschauer spannend vermitteln? Mit diesen Problemen haben die Macher der Dokumentation zu kämpfen. Denn auch wenn die grundlegende Thematik sicherlich für den einen oder anderen spannend ist, so gelingt es nicht, diese Spannung auch in den Verlauf und die Darstellung des Werks zu transportieren. Vielmehr hat man das Gefühl, der Film sei etwas zu zäh – vielleicht genau auch wie das Leben der vier Insomniacs. Zugute halten muss man Jacqueline Zünd aber sicherlich, dass sie die Bilder passend zu den Situationen der Betroffenen ausgewählt hat. Doch irgendwie scheint die Dokumentation an den Wurzeln der eigenen Thematik in Monotonie und Langatmigkeit unterzugehen …
Welche Situationen müssen die vier in ihren Leben meistern? Wie geht man mit zu viel Zeit um, wenn der Rest der Menschheit immer unter Zeitdruck steht? Welche Auswege aus der Situation werden gesucht?
Das Fazit von: DeWerni
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Umgang mit der krankhaften Situation und der Herkunft des Ganzen. Jeremie ist Nachtwächter in einem Theater. Genau wie Fedir, der im Bergwerk in der Unterwelt gearbeitet hat, kann er aus beruflichen Gründen nicht mehr schlafen. Das Ganze hat sich von einem auf den anderen Tag ergeben. Während die Arbeitskollegen gegen Morgen immer müde wurden, war er hellwach. Fedir ist wohl der berühmteste Fall von Insomniacs – der Schlaflosigkeit. Er hat seit nun über 20 Jahren nicht mehr geschlafen und wurde dadurch berühmt. Auch Mila und Lin haben ihre eigenen Gründe, warum sie auf einmal nicht mehr schlafen konnten. Allerdings haben sie auch eines gemeinsam: viel zu viel Zeit.


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