Kid Icarus Uprising

Kid Icarus Uprising

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Nintendo
Genre: Shoot \'em up
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 23.03.2012
USK 12

Kid Icarus Uprising   12.06.2012 von Benji

Nintendo hat es sich im letzten Jahr nicht nehmen lassen, den 25. Geburtstag von The Legend of Zelda gebührend zu feiern. Dabei ging in den ganzen Feierlichkeiten unter, dass mit Kid Icarus eine weitere Serie ihr Jubiläum feierte. Die Reihe um den jungen Engel, der sich durch die Schergen der bösen Medusa kämpft, ist bei Nintendo allerdings nicht ganz in Vergessenheit geraten. Seit einiger Zeit fliegt der Protagonist Pit wieder in Kid Icarus Uprising auf dem Nintendo 3DS durch die Gegend. Zeit also, dass die Sofahelden sich dem Spiel annehmen. Ob die Göttin des Lichts mit diesem Ableger zufrieden sein kann?

Man wundert sich im ersten Augenblick schon, wenn man sich die dicke Verpackung von Kid Icarus Uprising anschaut. Das Spiel erschien in einer Box, die deshalb notwendig war, weil dem Spiel ein Nintendo 3DS-Aufsteller beiliegt. Auch wenn Nintendo diesen Aufsteller an der als eine Art Gimmick bewirbt und mit mehr „Komfort“ preist, ist diese Beilage letztlich nicht weniger als ein Einknicken des Publishers vor den grausamen Schnitzern im Spieldesign. Doch gehen wir der Reihe nach vor, denn eigentlich ist Kid Icarus Uprising bis auf ein kapitales Problem gar nicht mal so schlecht.

Ihr schlüpft natürlich wieder in die Rolle von Pit dem kleinen Engel der Göttin Palutena.
Diese hat mal wieder Probleme mit der bösen Medusa und so werdet Ihr ohne große Umschweife wieder auf die Erde gesandt. Dort lässt sich die Action nicht lange bitten. Ohne groß zu warten, wird der Spieler in eine der neuen Luftkämpfe gesteckt. Diese spielen sich wie ein Starfox mit zehnfacher Geschwindigkeit. Gegner rauschen an einem vorbei und man selbst hat Mühen, mit dem Schießen hinterherzukommen. Die Inszenierung ist dabei grandios. Mittels des 3D-Effektes bekommt Ihr ein tolles Gefühl für die Tiefe im Level. Außerdem steigert dies die Wahrnehmung der Gegner im Geschwindigkeitsrausch des Levels. Trotzdem bleiben die Flugeinlagen größtenteils hektisch, was nicht zuletzt an der Steuerung liegt, aber dieser Punkt wird bewusst ganz ans Ende des Artikels geschoben. Der Level-Aufbau bleibt in den einzelnen Kapiteln konstant. Nachdem Ihr Euch zunächst durch den Luftraum gekämpft habt, steigt Ihr zu Boden und wechselt in den Nahkampf. Hier verändert sich das Spielkonzept stark und mutiert zu einem 3rd-Person-Shooter mit Anlehnungen an ein Action-Adventure. Am Ende wartet natürlich ein Bosskampf, der nicht selten mit recht gut inszenierter Action aufwartet.

Bildergalerie von Kid Icarus Uprising (12 Bilder)

Vor dem Start eines Kapitels lässt sich der Schwierigkeitsgrad variabel in zehn Stufen einstellen. Dabei ändert sich in erster Linie der Schaden durch die Gegner sowie eventuell noch das Gegneraufkommen. Weiterhin ist es möglich, dank bestimmter Tore, mit einem höheren Schwierigkeitsgrad in neue Regionen des Levels zu kommen. Nicht nur deswegen lohnt es sich, ein Level auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu starten, denn die Gegner lassen mit jeder Stufe bessere Waffen fallen.

Wo wir bereits beim nächsten wichtigen Feature in Kid Icarus Uprising wären.
Im Spiel kann Pit auf Waffen aus neun verschiedenen Kategorien zurückgreifen. Diese besitzen verschiede Vor- und Nachteile und haben zudem teils sehr unterschiedliche Designs. Zusätzlich können Waffen miteinander verschmolzen werden, um neue Arten zu generieren, die mitunter stärker sind. Das führt letztlich zum genialen Spielkonzept, dass man frühe Kapitel immer wieder spielt, um bessere Waffen zu finden, zu kombinieren und sich für spätere Level oder höhere Schwierigkeitsgrade neu auszurüsten. Abgesehen davon kann man noch mit Effekten arbeiten, die im Grunde kleine Zusatzfähigkeiten im Spiel darstellen.

Wer sich gerne gegen andere Engel schlägt, der kann auf einen gut gemachten Multiplayer-Modus zurückgreifen. Ob Jeder gegen Jeden oder Licht gegen Finsternis, was einem Team-Deathmatch entspricht, kämpft Ihr auf dem Boden gegen andere Spieler. Dies geht sogar erfreulicherweise online, was bei Nintendo zuletzt nicht immer der Fall war.

Kleinere Bonusspiele komplettieren das Gesamtpaket von Kid Icarus Uprising und so ist man letztlich einige Zeit mit dem Spiel beschäftigt. Bleibt die Frage, was den eigentlich recht guten Gesamteindruck von Pits 3DS-Ableger so dermaßen verfinstert. Das hat tatsächlich die Steuerung geschafft. In keinem bisher erschienenen Titel dürfte sich die Grundproblematik von Nintendos aktuellem Handheld so stark manifestieren, wie in Kid Icarus Uprising. Dem Spiel fehlt schlichtweg ein zweites Schiebepad. Während man in den Flugsequenzen bemüht ist, mit dem Stick auf dem Touchpad dem Gegneransturm nachzukommen, wird man in den Bodensequenzen mit einer furchtbaren Kamerasteuerung konfrontiert. Als Spieler muss man daher mit beiden Händen teils verkrampft auf dem Slider und dem Touchpad herumirren und benötigt daher fast schon zwingend den mitgelieferten Halter. Die Nutzung der zuvor erschienenen Slider-Erweiterung hätte eine geeignete Lösung sein können, und tatsächlich wird der Aufsatz sogar im Spiel verwendet. Dabei ist es allerdings nur möglich, auf eine Linkshänder-Steuerung zu wechseln, und somit den verwendeten Slider zu wechseln.

Damit wird Kid Icarus Uprising durch die schlechte Steuerung gravierend beeinträchtigt. Sicherlich könnte das Spiel mit den zugrunde liegenden Gameplay-Elementen einigen Spaß bringen, doch die Steuerung zerstört den Spielfluss einfach zu oft, als das man diese Problematik ignorieren könnte.


Das Fazit von: Benji

Benji

Es ist wirklich schade. Die Grafik von Pits 3DS-Ablegers ist grandios und die Stimmung passt eigentlich auch. Das Einzige, was hier nicht stimmt, ist diese katastrophale Steuerung. Bereits nach den ersten Minuten hätte ich Kid lieber wieder zur Seite gelegt. Quält man sich trotzdem durch das Spiel, wird die Trauer um die gescheiterte Steuerung immer größer. Denn die Ideen, die in Kid Icarus Uprising eingebracht wurden, machen einiges aus. Das System um die Waffen macht Spaß und fordert mich als Spieler zu weiteren Sitzungen heraus, und der sehr variabel einstellbare Schwierigkeitsgrad hilft mir, das Spiel an meine Anforderungen anzupassen. Dass man einen begehbaren Weg mit der Schiebpad-Erweiterung nicht gegangen ist, lässt mich schon wundern. Immerhin konnte man ja auch einen recht nutzlosen Linkshändermodus damit umsetzen.


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positiv negativ
  • Nettes Spielkonzept mit Luft- und Bodenkämpfen
  • Gute Grafik mit grandiosem 3D Effekt
  • Variabel einstellbarer Schwierigkeitsgrad
  • Multiplayer auch Onlinefähig
  • Viele unterschiedliche Waffen
  • Katastrophale Steuerung mit Nutzung des Touchscreens
  • Keine richtige Unterstützung des Circle Pad Pro





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