Metro - Im Netz des Todes

Metro - Im Netz des Todes

Originaltitel: Metro
Genre: Thriller / Katastrophenfilm
Regie: Anton Megerdichev
Hauptdarsteller: Sergei Puskepalis • Anatoliy Belyy
Laufzeit: DVD (126 Min) • BD (131 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Metro - Im Netz des Todes   03.06.2014 von DeWerni

Durch unglückliche Umstände gelangen Konstantinov und sein alter Kumpel Garin mit seiner Tochter Ksenia in die Moskauer U-Bahn, die eines Morgens unter der Moskwa stecken bleibt. Dass der Tunnel kollabiert und die U-Bahntunnel geflutet werden, sorgt für Panik, zahlreiche Verletzte und Tote. Doch für die Beiden geht es nicht nur ums Überleben: Garins Frau Irina ist beiderseitiges Objekt der Begierde …

 

Eigentlich führen Irina (Svetlana Khodchenkova) und ihr Ehemann Garin (Sergei Puskepalis) ein durchaus glückliches Leben mit ihrer Tochter Ksenia mitten in Moskau. Beide haben gute Jobs, sind viel unterwegs und ihnen fehlt es an wenig. Doch in der letzten Zeit ist das Liebesleben zwischen den Beiden etwas eingefroren, die Ehe steuert auf den Niedergang zu. Irina hat zudem eine Affäre mit einem alten Bekannten Garins Konstantinov (Anatoliy Belyy). Doch auch Irina und er haben immer wieder Streit über den Zeitpunkt und die Art und Weise der offiziellen Trennung von Garin. Gerade als sie eines Morgens beschließt, der Sache nun endlich ein Ende zu bereiten, schlägt das Schicksal gnadenlos zu.

 

Wie es der Zufall so will, ist es wieder einmal Freitag in Moskau – der Tag, an dem die Straßen standardmäßig verstopft sind. Da Ksenia zeitlich ein wenig spät auf dem Weg zur Schule ist, begleitet Garin seine Tochter mit der U-Bahn zur Schule. Gleichzeitig hat Konstantinov einen wichtigen Termin, der ihn ebenfalls aus zeitlichen Gründen zwingt, die U-Bahn zu nehmen. Doch dass diese und das Tunnelsystem nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand und zudem etwas marode sind, ist kein großes Geheimnis. Und so kommt es, wie es irgendwann kommen musste: Kurz bevor die U-Bahn mit allen Drei an Bord die Moskwa unterfährt, bricht der Tunnel zusammen, ein katastrophaler Wassereinbruch droht. Schon die Notbremsung des Lokführers hat dafür gesorgt, dass die Bahn aus den Gleisen springt und es zu Verletzten und Toten kommt. Die restlichen Fahrtgäste irren meist blutüberströmt und panisch in der Gegend umher, die meisten versuchen durch den Tunnel Richtung Station zu fliehen, auch wenn der Wasserspiegel immer weiter steigt. Mitten in der Menge sind auch Garin und seine Tochter, durch Zufall treffen sie auf seinen alten Bekannten Konstantinov und versuchen, die Sache gemeinsam anzugehen: Panische Flucht oder taktisch Abwarten? Erst als es im Tunnel etwas ruhiger wird und der Strom der Trasse sicher abgeschaltet ist, machen sich die Drei mit einigen weiteren Verletzten auf den Weg. Doch langsam wird die Lage im Tunnel immer bedrohlicher. Schließlich ist ein Wasserschutzbunker in Sichtweite, als sich hinter ihnen anscheinend die Wagons lösen, das Wasser ungebremst aus der Moskwa einströmen kann und sich eine große Druckwelle auf sie zubewegt. Es geht für die Truppe um Leben und Tod in einem gefährlichen Wettlauf gegen die Zeit – während Irina draußen schier verrückt wird vor Sorge …

 

Bildergalerie von Metro - Im Netz des Todes (10 Bilder)

Wird die kleine Truppe den Wasserschutzbunker noch rechtzeitig erreichen? Wird es für Irina und Garin jemals wieder ein friedliches Familienleben geben? Und was passiert, wenn Garin Wind von der Affäre zwischen Irina und Konstantinov bekommt?

 

Aus technischer Sicht kann das Werk nicht ganz mit Hollywoodwerken mithalten, muss es aber auch gar nicht. Nichtsdestotrotz ist das Bild solide, klar und liefert eine Menge Details. Im Großen und Ganzen könnten die Farben etwas kräftiger sein, stilistisch geht der blasse Ton mit leichtem Bildrauschen allerdings voll in Ordnung. Der Schwarzton ist solide, der Kontrast etwas flach, sodass in dunkleren Einstellungen doch das eine oder andere Detail verschluckt wird. Der tontechnische Bereich liegt ebenfalls auf solidem Niveau. Die Dialoge sind gut verständlich, die Kanäle effektvoll eingesetzt, wenn man sich an der einen oder anderen Stelle auch eine etwas intensivere Umsetzung  mit mehr Effekten gewünscht hätte. In Summe bekommt der Zuseher also eine Produktion im HD-Bereich geboten, die sich nicht zu verstecken braucht und durchaus mittelmäßig gute Qualität aufweist.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ich bin mal wieder von einem Werk positiv überrascht worden, von dem ich so gut wie gar nichts erwartet hatte. Auch wenn man keine Hollywood-Qualität präsentiert bekommt, ist der Film durchaus spannend inszeniert und einigermaßen glaubhaft gestaltet. Einige Szenen sind etwas in die Länge gezogen, sorgen allerdings auch für einen gelungenen Wechsel zwischen actiongeladenen und etwas ruhigeren Passagen. Von der Story her liefert Metro dann den typischen Katastrophenfilm, der allerdings einen ungewöhnlicheren Ausgang hat, was aber an den integrierten Liebesgeschichten und -verhältnissen liegt. Wer auf Katastrophenfilme steht, der kann durchaus einen Blick riskieren. Aber auch alle anderen werden über die Laufzeit gut unterhalten werden, auch wenn man das Werk sicherlich kein zweites Mal in den Player legen wird.


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