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Michael Phelps - Push The Limit
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BEWERTUNG |
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So richtig hat sich die Kinect-Steuerung für die Xbox 360 noch nicht platziert, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Markt auch mit wenig nennenswerten Titeln dafür angegangen wird. Trotzdem erscheinen immer wieder einmal interessante Titel, die Lust auf mehr machen. Ob auch diese Schwimmsimulation im Namen von Michael Phelps dazu zählt, erfahrt Ihr in unserem Bericht…
Irgendwie ist es leider um die Bewegungssteuerung Kinect für Microsofts Konsole Xbox 360 in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden, auch wenn hin und wieder ein interessanter Titel für die Plattform erscheint oder einige größere Titel wenigstens ein paar zusätzliche Kinect-Features einbauen, wie beispielsweise der Show-Room in Forza Motorsport 4. Nichtsdestotrotz erschien nun vor Kurzem Michael Phelps – Push The Limit, was aus meiner Sicht mit einer Schwimmsimulation schon einmal vom Grunde her neugierig macht. Dass dann auch noch der mehrfache und amerikanische Weltmeister Michael Phelps seinen Namen dafür hergibt, sollte doch eigentlich schon einiges bedeuten.Bauchplatscher oder Weltmeister Wenn man die Scheibe das erste Mal in die Konsole eingelegt hat, darf man sich per Wink-Befehl ins Hauptmenü katapultieren, das als Hintergrund ein Schwimmbecken von oben zeigt, was mit optisch einwandfreien Wasseranimationen versehen ist, wenn man den Kinect-Cursor im Menü bewegt. Das Ganze macht schon einmal einen gelungenen Eindruck, auch die Erkennung der Bewegungen funktioniert einwandfrei. Hier hat man nun die Wahl zwischen einem Schnellen Rennen, sich online mit anderen menschlichen Mitspielern zu messen, an einer Konsole mit einem weiteren Freund zu spielen oder sich alleine der Karriere zu widmen. Da ich gerade keinen weiteren Spieler zur Hand habe, entscheide ich mich direkt für die Karriere. Dabei darf man zunächst seinen eigenen Schwimmer per Kinect kreieren und die wichtigsten optischen Merkmale festlegen. Hier beschränkt man sich natürlich auf das Wichtigste mit jeweils einer Handvoll Variationen, mehr wäre wohl mit Kinect auch schlecht steuerbar gewesen. So ist das Ganze schön gehalten und funktioniert gut. Per Knopf darf man sich durch die einzelnen Variationen schalten, was auch zügig und flüssig von der Hand geht. Nach etwa 10-15 Minuten habe ich nun meinen Spieler erstellt, der fortan im Game aber immer nur als Player bezeichnet wird. Schade und unverständlich, dass man hier keinen Namen festlegen kann. So, nun geht es weiter ins Hauptmenü der Karriere. Dort muss ich einen Eventbaum von links nach rechts durcharbeiten, um eine Saison abzuschließen. Je nach Platzierung bekommt man Punkte, mit denen man seinen Schwimmer in fünf Kategorien aufwerten darf. Ein Event besteht meist aus einem Rennen in einem der Schwimmstile Freistil, Brust-, Rücken- oder Delfinschwimmen über verschiedene Distanzen. Zum Ende jeder Saison gibt es Prüfungen in einzelnen Bereich, wie beispielsweise Startprüfungen, bei denen man beim Startschuss möglichst schnell reagieren muss, um eine Punktevorgabe zu erreichen. Ansonsten hat man Events immer dann abgeschlossen, wenn man mindestens unter die ersten drei Schwimmer kommt. So darf man sich schließlich durch drei Saisons kämpfen und so dem Weltmeister Michael Phelps nacheifern.
Sportler oder Bewegungslegastheniker
So, nun aber ein paar Worte zur eigentlichen Bewegungssteuerung. Vorab allerdings die Information, dass es zu jedem der wichtigsten Elemente und Schwimmstile Tutorials gibt, die einem die detaillierte Steuerung erläutern. Diese sind zwar nicht interaktiv, bringen aber die wichtigsten Punkte trotzdem verständlich rüber, sodass man sich schnell mit zurechtfindet. Die Rennen sind in allen Modi gleich gestalten. Zunächst betritt man die Schwimmhalle, von denen es im Spiel eine Handvoll gibt. Nach der Vorstellung der Schwimmer, die man per englischem Sprachbefehl überspringen kann, wird der eigene Schwimmer eingeblendet. Nun muss man die Menge aufheizen, was man am besten mit hampelnden Armbewegungen macht. Die Reaktion der Steuerung ist dabei gut, was dieses Gehampel soll, bleibt aber wohl eher Geheimnis der Entwickler. Nichtsdestotrotz bekommt man einen Energieschub, wenn man seine Sache gut macht. Im Anschluss geht es nun schließlich auf den Startblock, indem man leicht in die Knie geht, die Arme nach unten streckt und einen krummen Buckel macht. Nun gilt volle Konzentration. Beim Startschuss muss man möglichst schnell die Beine durchstrecken, sich aufrichten und die Arme gerade von sich Strecken, um einen idealen Absprung zu erwischen. Danach geht man in die Schwimmbewegungen über, die sich relativ authentisch an den originalen Schwimmstilen orientieren und gut umgesetzt sind, als Rhythmus ist dabei immer ein Piepsen vorgegeben. Hält man diesen gut ein, sammelt man Bonuspower für den späteren Sprint, der jeweils auf der letzten Bahn ansteht und bei dem man die entsprechenden Armbewegungen schnellstmöglich durchführen muss. Bei den Wenden muss man zu einem bestimmten Zeitpunkt die Arme nach vorne weg strecken, beim Finish lässt man die Arme zunächst baumeln, um sie bei der richtigen Markierung im richtigen Moment nach vorne zu werfen und so den optimalen Anschlag zu erwischen. Eine kleine taktische Komponente sorgt noch für etwas Disziplin. Denn wenn man zu Beginn etwas schnell schwimmt, kann es durchaus sein, dass zum finalen Sprint hin die Kraft fehlt und man auf der Strecke bleibt. Die Ausdauer wird einem zudem immer an der linken Seite des Bildschirms per farblicher Leiste angezeigt.
Insgesamt funktioniert diese Steuerung recht gut und sorgt für eine Menge Spaß. Doch es gibt auch ein paar Mankos. So reagiert die Steuerung beim Start nicht immer, sodass man hier doch öfter neustarten muss, weil der eigene Schwimmer nach dem Startschuss beharrlich auf seinem Startblock verweilt. Außerdem kann man sich vorstellen, dass das Ganze doch relativ schnell eintönig wird, da in den Armbewegungen zu den einzelnen Schwimmdisziplinen die einzigen Unterschiede liegen, der Rest verläuft meist analog. Etwas Abwechslung kommt zum einen durch die integrierten Sprintrennen, bei denen man einfach wild wedelnd die Armbewegungen des Stils schnellstmöglich durchführen muss – analog zum Ende eines jeden Rennens hin. Die Multiplayerrennen gegen Freunde an einer Konsole (maximal 2 Spieler) und gegen anderen menschliche Gegner online (maximal 4 Spieler) sorgen weiterhin für kurzzeitigen Spaß, der online aber die Geduld teilweise etwas auf die Probe stellt, da man doch recht lange auf Gegner warten muss.
Grafik und Sound Das Fazit von: DeWerni
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