Monuments Men

Monuments Men

Originaltitel: The Monuments Men
Genre: Komödie / Action
Regie: George Clooney
Hauptdarsteller: Bill Murray • George Clooney
Laufzeit: DVD (114 Min) • BD (118 Min)
Label: Twentieth Century Fox
FSK 12

Monuments Men   01.09.2014 von DeWerni

Mit Monuments Men bekommt der Zuseher einmal einen etwas anderen Kriegsfilm präsentiert. Der Fokus liegt hier nämlich nicht auf dem eigentlichen Kriegsgeschehen, vielmehr gilt es für einen kleinen erlesenen Trupp um Lieutenant und Kunstprofessor Frank Stokes wertvolle Kunstgegenstände aus den Klauen der Nazis und vor den Kriegshandlungen zu retten …

 

1944 – Der Zweite Weltkrieg neigt sich so langsam dem Ende. In den USA gelingt es dem Kunstprofessor Frank Stokes (George Clooney) den Präsidenten davon zu überzeugen, einen Spezialtrupp mit einem etwas ungewöhnlichen Auftrag ins Kriegsgebiet zu entsenden: Dieser soll zum einen dafür sorgen, dass die eigenen Truppen keine künstlerisch wertvollen Artefakte zerbomben, und zum anderen die durch die Nazis gestohlenen Artefakte auffinden und sicherstellen. Doch da es den Streitkräften an Personal mangelt, bekommt Stokes selbst den Einberufungsbefehl, kann sich seine Truppe nach Belieben zusammenstellen und sich an die Front begeben. Für die sechs auserwählten Kollegen und Freunde von Stokes gilt es kurz darauf, ein militärisches Basistraining zu durchlaufen. Noch finden die Kollegen den Auftrag eher amüsant als anspruchsvoll, auch weil es sich um Kuratoren und Museumsdirektoren handelt – nicht um wirkliche Soldaten.

 

Im Kriegsgebiet Frankreichs angekommen teilt sich die Gruppe in mehrere Trupps auf, um an den verschiedensten Orten unterschiedlichen Hinweisen von Kunstdiebstählen der Nazis auf den Grund zu gehen: James Granger (Matt Damon) reist nach Paris, um mit Hilfe der Kunstkennerin und Nazi-Assistentin Claire Simone (Cate Blanchett) der Enteignung von Kunstgegenständen jüdischer Bürger auf den Grund zu gehen. Donald Jeffries (Hugh Bonneville) reist zum Schutz der Brügger Madonna nach Belgien. Jean-Claude Clermont (Jean Dujardin) begibt sich mit Walter Garfield (John Goodman) nach Aachen. Zunächst kommen sie mit ihren Ermittlungen recht schleppend voran, auch weil an der Front keiner der Soldaten die Notwendigkeit sieht, sein eigenes Leben für die Kunst aufs Spiel zu setzen. Zudem bekommen die frischen Soldaten den Ernst des Krieges mit und werden mehr als einmal selbst in Schusswechsel involviert. Erst als es im Trupp selbst bei Rettungsaktionen für Kunstobjekte  ebenfalls Opfer zu beklagen gibt, wächst die Truppe auch moralisch zusammen. Daraufhin findet Stokes durch Zufall eine Karte, die mögliche Standorte von Naziverstecken enthält. Doch die Zeit drängt, sollten die Deutschen erst einmal der Niederlage nah sein, besteht die Möglichkeit, dass sie all ihre geraubten Kunstgegenstände vernichten. Das gilt es unbedingt zu verhindern. Denn schließlich befinden sich solch wertvolle Kunstgegenstände wie der Genter Altar oder die Brügger Madonna mittlerweile in der Hand der Nazis. Für den unerfahrenen Trupp geht es plötzlich um eine ganze Menge mehr – nicht nur ihr Leben steht auf dem Spiel, auch die Sicherung der wertvollen Gegenstände scheint fast aussichtslos …

 

Bildergalerie von Monuments Men (16 Bilder)

Welche wertvollen Kunstgegenstände haben die Nazis über den langen Zeitraum des Kriegs angesammelt? Gibt es eine Chance für die unerfahrenen Soldaten, die geraubten Gegenstände wieder den richtigen Eigentümern zukommen zu lassen? Und wie endet schließlich das Kriegsgeschehen für den kleinen Trupp?

 

Technisch bekommt der Zuseher ein richtig gelungenes Werk geliefert. Die Bilder wirken fast zu jeder Zeit extrem scharf und detailreich. Das gilt sowohl für die Nah- als auch Landschaftsaufnahmen. Ebenfalls authentisch wenn auch etwas mit Braun- und Gelbton versehen, ist die Farbgebung umgesetzt. Dieser Stil untermauert allerdings die Kriegsatmosphäre des Film gekonnt, was zudem mit einem leichten Filmkorn verstärkt wird. Ein ähnliches wenn auch nicht ganz so hohes technisches Niveau erreicht die tontechnische Darbietung. Diese kommt im DTS Audio 5.1 Format daher und liefert ein schönes, räumliches Klangbild, das mit genügend Wumms auch einzelne Effekte gekonnt in Szene setzt. Die Dialoge sind nichtsdestotrotz jederzeit gut verständlich gehalten. So bekommt der Zuseher in Summe eine hochwertige technische Realisierung  geboten, die ihre Stärken sicher im visuellen Bereich hat.

 


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Auch wenn ich persönlich etwas mehr erwartet hätte, ist Monuments Men ein Werk, das durchaus zu unterhalten weiß. Zumal man als Zuseher mal einen etwas anderen Film präsentiert bekommt: Ein Film über den Zweiten Weltkrieg ohne Weltkrieg. Denn der Fokus liegt hier eindeutig auf der Soldatengruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, monumentale Kulturwerke für die Nachwelt vor dem Weltkrieg und seinen Machenschaften in Sicherheit zu bringen. Die Besetzung ist dabei recht hochwertig, auch wenn die einzelnen Charaktere nicht immer überzeugend und authentisch zum Zuseher transportiert werden. Der Story hätte etwas mehr Tiefgang und gleichzeitig weniger Belanglosigkeit sicher gut getan. Nichtsdestotrotz wird man mit einem Blick in das Werk sicher genreübergreifend unterhalten und macht zudem nicht unbedingt etwas falsch.


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