Mount St. Elias

Mount St. Elias

Originaltitel: Mount St.Elias
Genre: Dokumentation
Regie: Gerald Salmina
Hauptdarsteller: Acel Naglisch • Peter Ressmann
Laufzeit: Ca. 104 Minuten
Label: Kinowelt Home Entertainment
FSK 12

Mount St. Elias   24.04.2011 von DeWerni

Erlebt faszinierende Bilder des Mount St. Elias in Kanada: Wunderschöne Natur, mächtige Berge, herausfordernde und gefährliche Hänge und unberechenbares Wetter. All diesen Gefahren trotz ein siebenköpfiges Team, um den Berg zu besteigen und anschließend die längste Skiabfahrt der Welt vom Gipfel bis hin direkt an den Golf von Mexiko…

 

Die drei erfahrenen und wagemutigen Alpinisten Axel Naglisch, Peter Ressmann und Jon Johnston befahren die außergewöhnlichsten, schönsten aber auch gefährlichsten Ski-Abfahrten der Welt. Als Axel vor ein paar Jahren wegen einer Expedition in die Berge der kanadischen Eliaskette am Mount St. Elias vorbeiflog, war es um ihn geschehen. Er war von der Pracht und Schönheit des Berges sofort gefangen. In diesem Moment stand seine Entscheidung Fest, er muss diesen Berg mit Skiern befahren. Der Mount St. Elias ist absolut gesehen der höchste Berg der Erde, sein Gipfel liegt auf einer Höhe von 5489 Metern, sein Fuß direkt am Golf von Alaska auf Meereshöhe.

Im Jahre 2007 ist es dann schließlich soweit gewesen. Axel plant mit seinen Freunden und Alpinisten Peter Ressmann und Jon Johnston den Aufstieg auf den Berg, anschließend soll die längste Skiabfahrt der Welt gefahren werden, vom Gipfel direkt hinunter bis an den Golf von Alaska. Die Dokumentation zeigt die Planungen und Vorbereitungen, faszinierende Bilder der Landschaft und des Berges selber und fängt schließlich auch die Atmosphäre ein, in der sich die insgesamt siebenköpfige Crew befindet. Im Jahre 2002 versuchten einige amerikanische Alpinisten die gleiche Expedition durchzuführen. Doch auf tragische Weise stürzten zwei der Teilnehmer in den Tod, auch wenn die genauen Umstände des Unfalls ungeklärt sind. Man merkt in einigen Situationen, wie diese Geschehnisse wie das Damokles Schwert über den Crewmitgliedern schwebt. Denn der  Berg ist nicht nur für seine Schönheit bekannt, allein der Aufstiegt stellt eine enorme Herausforderung dar. Es gibt Hänge, denen man schon als Laie die große Lawinengefahr ansieht. Außerdem ist der Berg für seine tückischen und unerwarteten Wetterwechsel bekannt. So kommt auch diese Expedition kurz vor dem Erreichen des Gipfels in Wetterprobleme, ein gewaltiger Schneesturm zieht auf. Die Teilnehmer rund um den motivierten Leiter Axel Naglisch realisieren, dass es vielleicht nicht nur um den Erfolg der Expedition geht, sondern teilweise auch um das nackte Überleben…

Wird der Expedition schließlich der Erfolg gegönnt sein und sie für die Mühen des Aufstiegs belohnt? Werden sie geknickt aufgeben? Oder wird einem Teil der Crew gar das gleiche Schicksal blühen, wie der Expedition von 2002?!

 

 

Qualitativ gesehen bietet die Blu-ray ein zweischneidiges Spektrum. Auf der einen Seite werden faszinierende und extrem scharfe HD-Bilder der Landschaften und Berge vor allem in der Weitwinkelperspektive geliefert. Auf der anderen Seite gibt es aber Bilder aus dem Herzen der Crew, die teilweise eher unscharf und grobkörnig ausfallen. Das ist aber klar, schließlich wurden auch Helmkameras und ähnliches verwendet, die nicht immer hochqualitative Bilder liefern. Aus meiner Sicht sind diese Bilder aber zwingend notwendig, sie liefern absolut authentische und atmosphärische Bilder. Der Ton bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, nur bei einigen Funksprüchen wird es etwas undeutlich. Der Rest der Toneffekte ist wirklich sehr gut realisiert, man fühlt sich durch den Raumklang immer mittendrin. Dafür sorgen gut abgemischte Kanäle sowie der gute Druck, mit dem der Sound aus den Boxen kommt. Alles in allem eine tolle, technische und vor allem auch atmosphärische Umsetzung und Präsentation der Extremsport- Expedition.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ich war und bin von der Stimmung, der Atmosphäre und den Bildern der Dokumentation wirklich fasziniert. Selten habe ich eine gesehen, die so spannend und interessant aufgebaut wurde wie diesen. Man könnte sie schon fast als Dokuthriller bezeichnen. Es gibt auf der einen Seite wunderschöne Bilder der Besteigung des Berges, der Natur und der damit verbundenen Anstrengungen zu sehen, auf der anderen Seite fiebert man aber auch mit dem Team mit, über dem der Tod von zwei Bergsteigern im Jahre 2002 wie Damokles Schwert permanent über ihnen schwebt. Schließlich faszinieren einen die Bilder dieser Doku aber, egal ob das Team gerade ums Überleben kämpft oder faszinierende Entdeckungen macht. Einziger Wermutstropfen dabei ist aber, dass man dabei weiß, dass es keine Hollywoodproduktion ist, die immer gut ausgeht! Top Umsetzung, die man unbedingt anschauen muss.


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