Nachtblende

Nachtblende

Originaltitel: L’homme qui voulait vivre sa vie
Genre: Drama
Regie: Eric Lartigau
Hauptdarsteller: Romain Duris • Marina Fois
Laufzeit: Ca. 114 Minuten
Label: Universum Film
FSK 12

Nachtblende   31.08.2011 von DeWerni

Im einen Moment hat Paul Exben ein tolles Leben mit einer liebenswerten Familie, doch in einem Moment zerplatzt dieser Traum. Paul weiß plötzlich nicht so recht, wie ihm geschieht. Auf einmal befindet er sich auf der Flucht. Vor wem oder was weiß er wahrscheinlich selber nicht. Ist es seine Vergangenheit, die Polizei oder doch sein eigenes Ego…?!

Paul Exben (Romain Duris) hat ein prächtiges Leben.
Er ist verheiratet mit der liebenswerten Sarah (Marina Fois), hat zwei wundervolle Kinder, ein traumhaftes Haus, einen guten Job und sogar positive Zukunftsaussichten. Dabei soll der Rechtsanwalt die gut laufende Kanzlei, in der er angestellt ist und die ihm und seiner Kollegin gehört, komplett übernehmen, weil seine Kollegin todkrank ist und bald sterben wird. Doch eines Tages stellt er fest, dass alles nicht so toll ist, wie es scheint. Er hat die Vermutung, dass seine Frau einen anderen hat, weswegen es auch bei den beiden nicht mehr ganz so gut in der Ehe läuft. Beobachtungen bringen ihn dabei auf den Fotografen Grégoire Kremer (Eric Ruf), der schon die ganze Zeit gut mit Sarah befreundet ist.

Als sich wegen dieser angeblichen Affäre Paul eines Abends auf einer Party ganz schön daneben benimmt, findet er morgens auf dem Küchentisch einen Zettel, mit dem ihm Sarah beichtet, dass sie sich von ihm scheiden lassen möchte. Für Paul bricht auf einmal eine Welt zusammen. Voller Wut geht er zu Grégoire und stellt ihn zur Rede. Das Ganze endet in einer Rauferei, bei der Grégoire unglücklich ums Leben kommt. Paul ist außer sich und weiß zunächst nicht, was er tun soll. Er beschließt schließlich zunächst so weiter zu machen, als wäre nichts geschehen. Er schafft die Leiche weg und schreibt an Grégoires Stelle Emails an Sarah, die sie glauben lassen, er hätte einen Auftrag in Ungarn und sei für zwei Monate nicht erreichbar. Er selbst entscheidet sich, das bisherige Leben hinter sich zu lassen, um seine Familie mit dem Mord nicht zu belasten und sich vor der anstehenden Strafe zu flüchten. So täuscht seinen Tod vor, macht Grégoires Leiche unauffindbar und geht ins Ausland und beginnt sein Leben unter einer anderen Identität neu. Er möchte nur das Leben nur noch ganz einfach genießen und seinem großen Hobby – die Fotographie – nachgehen. Schneller als erwartet hat er schließlich Erfolg damit. Doch auf einmal scheint die Vergangenheit ihn wieder einzuholen und sein Leben erneut über den Haufen zu werfen…

Mit welchen Schicksalsschlägen muss sich Paul noch arrangieren? Wird es ihm wirklich gelingen, seine Mordtat zu vertuschen und hinter sich zu lassen? Oder wird ihn die Vergangenheit nochmals einholen und nie wieder loslassen?

 

Aus technischer Sicht kann die Blu-ray voll und ganz überzeugen, sie bietet zu jeder Zeit des Films ein gestochen scharfes Bild ab. Die Farben wirken meist kräftig und authentisch. Der Kontrast geht in Ordnung. Nur wenige der dunklen Stellen im Film können nicht wirklich überzeugen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern, es ist auch so gut wie kein Bildrauschen zu erkennen. Ähnlich sieht das Ganze im Bereich des Tons aus, der aber leider etwas zu frontlastig ausgefallen ist, was aber an der Machart des Films liegt, die doch eher ruhig und mit wenigen Effekten gespickt ist. Die wenigen räumlichen Effekte sind dann allerdings gut umgesetzt. Insgesamt handelt es sich um eine gute bis sehr gute technische Realisierung.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Der Film war aus meiner Sicht mal wieder etwas anderes. Zu anfangs dachte man noch, dass es sich um ein spannendes Familiendrama handeln würde, doch dann bekommt der Film eine etwas überraschende Wendung, die ihn auch vom Genre her in eine etwas andere, spannendere Richtung lenkt und auf der einen Seite kurzweilig macht, auf der anderen Seite aber auch für einen nachdenklicheren Hintergrund sorgt. Die Schauspieler – allen voran Romain Duris, der vielen aus „Der Auftragslover“ bekannt sein sollte – machen ihre Sache richtig gut und sorgen für eine schöne Atmosphäre, die man allen abnimmt und die nicht zu übertrieben wirkt. Fans des Genres sollten sich den Film unter keinen Umständen entgehen lassen. Selbst ich selbst, der normalerweise den französischen Film nicht besonders mag, wurde sehr gut unterhalten. Tolle Umsetzung – vor allem auch im HD-Bereich!


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