Requiem for a Dream

Requiem for a Dream

Originaltitel: Requiem for a Dream
Genre: Drama
Regie: Darren Aronofsky
Hauptdarsteller: Ellen Burstyn • Jared Leto
Laufzeit: Ca. 101 Minuten
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 16

Requiem for a Dream   18.12.2011 von DeWerni

Die Witwe Sara ist fernsehsüchtig und wünscht sich selber nichts anderes mehr, als einen Auftritt im Fernsehen. Ihr Sohn leidet darunter und driftet unbemerkt immer mehr in den Drogenkonsum ab. Doch nicht nur er muss den Drogensumpf bekämpfen und deswegen mit seiner Freundin klarkommen, auch Sara rutscht ohne Absicht in eine Zwangslage und ist dem Irrenhaus nahe…

Harry Goldfarb (Jared Leto) hat es in seinem Leben alles andere als einfach, als er zunächst seine Kindheit bei seiner durchgeknallten und verwitweten Mutter Sara (Ellen Burstyn) aufwächst.
Diese hat nämlich nichts anderes im Kopf, als tagein tagaus vor der Glotze zu hängen, was mittlerweile zur Sucht geworden ist. Kein Wunder also, als Harry schließlich nach dem Auszug von zu Hause in den Drogensumpf abrutscht. Mit seinem besten Kumpel Tyrone C. Love (Marlon Wayans) plant er sogar den großen Deal, indem er Drogen kauft, sie streckt und dann teuer weiterkauft. Und das Geschäft läuft sogar richtig gut. Nur als er eines Tages schließlich Marion Silver (Jenniffer Collony) kennenlernt, scheint sich sein Leben das erste Mal in eine richtig gute Richtung zu bewegen. Er verliebt sich in sie und kommt ein wenig von den Drogen weg. Doch schneller als er sich umsehen kann, verfällt er der Sucht und dem schnellen Geld erneut. Und auch Marion gibt sich den Drogen hin.

Währenddessen träumt Sara von ihrem großen Auftritt im Fernsehen:
Sie hat sich tatsächlich nach einem Anruf einer Fernsehanstalt für einen Auftritt beworben: Ihr Ziel ist Fernsehstar zu werden. Dafür möchte sie auch wieder in ihr altes rotes Kleid zu passen, was ihr mittlerweile viel zu klein ist. Dafür nimmt sie es irgendwann sogar in Kauf, auf Anraten einer Freundin hin, ein paar hungerhämmende Pillen einzunehmen. Doch mit der Zeit merkt sie, dass immer nur mit den Pillen gut drauf ist. Wenn sie keine nimmt, wird sie von ihrem Kühlschrank verfolgt. Eines Tages erscheint Harry bei ihr und schenkt ihr einen neuen großen Fernseher. Er bemerkt auch sofort, dass sie Aufputschmittel nimmt. Doch trotz der Warnungen hält sie an den Pillen fest. Während sie also schnurstracks auf die Psychiatrie zusteuert, bekommt auch Harry Schwierigkeiten. Auf einmal versiegt seine Drogenquelle. Der Schmerz des kalten Entzugs der drei Freunde geht so weit, dass sie schließlich sogar beschließen, Marion gegen neue Drogen für Sex zu verkaufen…

Was wird aus dem Geschäft von Harry und Tyrone werden? Gibt es trotz des harten Verkaufs von Marion noch eine Chance für die junge Liebe? Und was wird aus Harrys Mutter Sara: Klapse oder reale Fernsehshow?

 

Technisch gesehen macht der Film mit seinem Transfer in den HD-Bereich vieles, wenn auch nicht alles, richtig. Das Bild ist meist recht scharf, auch wenn man aus Gründen des Stilmitteleinsatzes auch oft unklarere Bilder eingebaut hat. Trotzdem sind viele Details zu erkennen und ein guter plastischer Effekt kommt zum Tragen. Der Kontrast wirkt überzeugend, die Farben sind authentisch. Nur in dunkleren Szenen ist Bildkorn zu erkennen und die Details leiden ein wenig. Der Ton kann auf seine eigene Art und Weise überzeugen, denn in diesem Film spielen oft musikalische Bilduntermalungen die Hauptrolle. Diese sind aber sehr gut eingesetzt, werden akzentuiert und gut über die einzelnen Boxen verteilt. Insgesamt keine geniale, aber doch eine vollends überzeugende Umsetzung in den HD-Bereich!


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Wow, das ist mal wieder einer der Filme, von denen man nicht weiß, wohin man sie stecken soll: Viel zu abgedreht ist die Story, viel zu viele Wendungen sind enthalten. Das Ganze liegt einmal mehr an der Thematik, die der Film gekonnt behandelt: der Drogensumpf. Wer nach diesem Film nicht kapiert hat, wohin übermäßiger Konsum führen kann, dem ist sowieso schon nicht mehr zu helfen. Aber die Wechselhaftigkeiten zwischen Rausch und kaltem Entzug, die ein Konsum harter Drogen mit sich bringen kann, fängt der Film grandios auf und zeigt die auf seine eigene Art und Weise. Wer schon Fear and Loathing in Las Vegas gut fand, der wird diesen Film lieben. Aus meiner Sicht macht dieser all das richtig, was Fear and Loathing in Las Vegas falsch gemacht hat. Hier geht es nicht um die oberflächliche Deutung von Drogenkonsum, nein, der Film versucht wirklich eine Message rüberzubringen: Finger weg von den Drogen und ran an den Film!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen