The Poker House

The Poker House

Originaltitel: The Poker House
Genre: Drama
Regie: Lori Petty
Hauptdarsteller: Selma Blair • Jennifer Lawrence
Laufzeit: DVD (90 Min) • Blu-ray (90 Min)
Label: Polyband
FSK 16

The Poker House   05.11.2013 von DeWerni

Schon längst ist der Traum des trauten Familienlebens ausgeträumt. Agnes und ihre Schwestern leben notgedrungen im Haus ihrer Mutter – dem Poker House. Während ihre Mutter tagsüber vollgepumpt mit Drogen ist, wird das Haus gegen Abend zur Spielhölle und Heimat für Zuhälter. Agnes und ihre Schwestern versuchen, dem drohenden Elend zu entkommen …

 

Agnes (Jennifer Lawrence) und ihre beiden jüngeren Schwestern Bee (Sophi Bairley) und Cammie (Chloe Grace Moretz) können sich kaum noch an die guten Zeiten in ihrem Leben erinnern. Seit ihr Vater urplötzlich verschwunden ist, leben sie mit ihrer Mutter allein in einem großen Haus. Doch was sich auf den ersten Blick gar nicht so grausam anhört, sieht bei genauerem Hinsehen ganz anders aus. Denn die drei Mädchen und Teenager sind nahezu auf sich alleine gestellt. Ihre Mutter Sarah (Selma Blair) ist den ganzen Tag mit Drogen vollgepumpt, empfängt ständig neue Freier, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und motzt die Mädchen nur an. Agnes versucht dabei Tag für Tag, sich und ihre beiden jüngeren Geschwistern vor dem drohenden Schicksal der Prostitution zu bewahren. Sie selbst hat diverse Nebenjobs in Kneipen und einer Redaktion, Bee trägt früh am Morgen die Tageszeitungen aus. So gelingt es ihnen zumindest, sich über Wasser zu halten.

 

Doch wenn der Abend kommt, dann wandelt sich das Leben. Es geht für die Drei vom Regen in die Traufe – denn das Poker House macht seinem Ruf alle Ehre. In ihrem Haus tummeln sich dann Zuhälter, Prostituierte, seltsame Gestalten und anderer krimineller Abschaum. Das geht sogar so weit, dass sich vor allem Bee in Ihrem Zimmer verbarrikadiert und mit Ohrenstöpseln schläft, während Cammie gleich bei ihrer Freundin pennt. Nur Agnes bekommt als die Größte jeden Abend alles mit. Doch auch sie hat ein paar Dinge, die sie tagtäglich motivieren: Sie ist der große Star des örtlichen Basketballteams und mit dem Zuhälter Duval (Bokeem Woodbine) ihrer Mutter zusammen. Während die Drei so in den Tag hineinleben und eines Tages darauf hoffen, aus diesem Wahnsinn auszubrechen, steht am Abend eine große Herausforderung an. Agnes hat ihr wichtigstes Spiel um die regionale Meisterschaft und hofft auf einen Sieg. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr, der Abend bringt für sie einen heftigen Schicksalsschlag, der das Leben von ihr und ihren Schwestern komplett über den Haufen werfen soll …

 

Bildergalerie von The Poker House (6 Bilder)

Wird es Agnes gelingen, sie und ihre Schwestern vor der Prostitution zu bewahren? Welche unmenschlichen Verhältnisse müssen die drei Kinder ertragen? Und was wird aus Agnes Beziehung zu Duval und ihrer Basketballkarriere?!

 

Technisch gesehen wird das Werk einwandfrei präsentiert, ohne mit Highlights aufzuwarten. Die Bilder sind meist klar und scharf und zeigen nur in einigen wenigen Einstellungen Schwächen. Die Farben wurden passend zur bedrückenden Atmosphäre blass gewählt und unterstützen so das Geschehen. Kontrast und Schwarzwert wurden passend realisiert. Auch der Ton wird dem Genre gerecht. Denn dabei braucht man bei einem Drama auf nicht allzu viele räumliche Effekte zu hoffen. Und so sind die Dialoge dann sehr gut verständlich, die wenigen Effekte können überzeugen, auch wenn man diese etwas intensiver hätte umsetzen können. In Summe handelt es sich also um ein Werk, das dem aktuellen Stand der Technik durchaus entspricht und sich bei der Realisierung zudem an den Vorgaben des Genres orientiert.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Auch wenn ich eigentlich nicht unbedingt ein Fan von Dramen bin, so hat mich dieses Werk doch gut unterhalten. Die Machart ist eine ganz eigene, zudem gelingt es den Machern und Schauspielern so richtig, die Atmosphäre und Gefühle der Charaktere zum Zuseher zu transportieren. Man merkt einfach, dass die Macher wussten, was sie da taten. Schließlich handelt es sich bei der Sache um die Verfilmung einer realen Begebenheit. Zudem gibt es Menschen, die sich in ähnlich grausamen Verhältnissen wiederfinden, mit Sicherheit die Motivation für ein besseres Leben zu kämpfen. Die drei Mädchen geben auf jeden Fall nicht auf und versuchen Tag für Tag, das Leben besser zu gestalten. Dass es dabei auch Rückschläge gibt liegt in der Natur der Sache und macht das Geschehen umso spannender, auch wenn manches menschenunwürdig ist. Wer auf Dramen steht, der muss sich dieses Werk einfach zulegen. Wer einmal einen etwas anderen Film sehen mag, der eine Story zum Nachdenken erzählt, der sollte ebenfalls einen Blick riskieren. Vorsicht – nichts für leichte Gemüter!


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