Trivial Pursuit

Trivial Pursuit

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: EA Canada
Genre: Gesellschaftsspiel
Art: Low-Price-Titel
Erscheinungsdatum: 12.03.2009
USK 0

Trivial Pursuit   25.03.2009 von DeWerni

Wann erschien das erste Trivial Pursuit als Brettspiel? Im November 1981. Wo und wann entstand die eigentliche Idee? Im Dezember 1979 in Montreal, Kanada. Wie viele Brettspiele aller Ausgaben wurden bisher ungefähr verkauft? Über 90 Millionen Stück. Willst Du mehr über die neueste Konsolenumsetzung erfahren?

Electronic Arts ist anscheinend im Moment darauf aus, viele von Hasbro’s Brettspielen wieder einmal in eine elektronische Version umzusetzen. Vor Kurzem erschien ja bereits Monopoly für diverse Plattformen, nun ist auch ein alter Klassiker an der Reihe: Trivial Pursuit. Man mag es kaum glauben, das Brettspiel wurde bisher über 90 Millionen mal verkauft. Dabei hat sich an dem eigentlichen Spielprinzip von vor fast 30 Jahren so gut wie gar nichts geändert. Man nehme sich das altbekannte Spielbrett, einen oder mehrere Kartensätze der bisher zahlreich erschienenen Frageneditionen, ein paar Spielfiguren und natürlich die Würfel und mache sich auf die Jagd nach den insgesamt sechs für den Sieg notwendigen Wissensecken. Dieses Prinzip wurde schon mehrfach auch auf elektronische Umgebungen umgesetzt. Kommen wir nun aber mal zum eigentlichen Spielgeschehen:

m Spiel selber gibt es, wie auch im Original, sechs farblich und thematisch unterscheidbare Fragenkategorien: Geschichte (gelb), Sport & Vergnügen (orange), Erdkunde (blau), Unterhaltung (pink), Kunst & Literatur (violett) und Wissenschaft & Technik (grün). Diese Kategorien stellen auch gleichzeitig die Urkategorien dar. Natürlich darf man das Ganze nicht ganz so eng sehen, je nachdem welchen Fragenkatalog man auswählt, passt sich auch das Thema etwas an. Dazu ist gleich zu sagen, dass es schon den ersten Fragenkatalog auf dem Xbox-Live-Marktplatz zum Download gibt, und das sogar kostenlos, zum Thema Film. Weitere Fragen sind bisher leider noch nicht angekündigt, es ist wohl trotzdem zu erwarten, dass es demnächst Nachschub gibt, hoffentlich auch wieder kostenlos, aber das wird wohl ein Wunsch bleiben, leider!

Dabei variiert die Schwierigkeit der Fragen ganz erheblich, was für mich nicht ganz verständlich ist. Zu Beginn dachte ich, das Game versucht vielleicht, den persönlichen Level des Spielers zu bestimmen, allerdings sollte es nach ca. 15-20 Spielen schon gemerkt haben, dass ich kein Kleinkind mehr bin. Es werden beispielsweise Fragen gestellt, in denen ein Bild von einem Staudamm gezeigt wird und ernsthaft gefragt wird, welches Material hier besonders viel verbaut ist: Holz, Pappe, Beton oder Papier. Es mag ja sein, dass man mit dem Spiel alle Altersklassen ansprechen wollte, allerdings hätte man sich dazu eine bessere Lösung einfallen lassen sollen als die Fragen derart stark zu variieren. Vor allem haben Kinder bei den etwas schwereren Fragen auch keinerlei Chancen mehr, die Fragen anders als durch das Zufallsprinzip richtig zu beantworten. Erwachsene dagegen werden sich immer ärgern, wenn der Mitspieler diesmal wieder eine so einfache Frage gestellt bekommen hat und nicht man selber. Was sehr gut gelungen ist, sind die verschiedenen Fragentypen im Spiel. Bei den Standardfragen handelt es sich meist um Multiple-Choice-Fragen, man bekommt also eine Frage gestellt und hat vier verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Dann gibt es noch die eben schon angesprochenen Bilder-Fragen, bei denen ihr ein Bild mit einer dazugehörigen Frage und wiederum vier Antwortmöglichkeiten angezeigt bekommt. Besondere Fragen gibt es, bei denen ihr entweder einen Schieberegler, eine Lupe mit Landkarte oder eine Landkarte mit einigen Punkten zur Auswahl angezeigt bekommt. Diese sind meist mit Abstand auch die schwierigsten Fragen, allerdings gesteht euch das Spiel eine kleine Kulanz bei diesen Typen ein. Je nachdem wie genau ihr allerdings die Antwort trefft, davon abhängig bekommt ihr auch eure Punkte, aber dazu später mehr. Außerdem gibt es im Trivial Pursuit Party-Modus noch den zusätzlichen Fragentyp „Richtig oder Falsch“, bei dem ihr eine Aussage entsprechend bewerten müsst. Ihr seht, man hat sich also redlich um Abwechslung bemüht, was auch ganz gut gelungen ist.

Als Spielmodi stehen euch drei zur Auswahl: Trivial Pursuit Tempo, klassisch oder der Partymodus! Bei der Tempo-Variante handelt es sich um die Singleplayerkomponente, bei der ihr das Spielfeld nach verschiedenen Vorgaben „abräumen“ könnt. Dazu habt ihr ein ganz normales Spielfeld, beantwortet ihr eine Frage auf einem normalen Feld richtig, bekommt ihr eine Erhöhung eines Punktemultiplikators in der entsprechenden Kategorie. Beantwortet ihr eine Frage auf einem Wissenseckenfeld falsch, reduziert sich der entsprechende Punktemultiplikator der Kategorie wieder. Solltet ihr die Frage allerdings richtig beantworten, bekommt ihr eine Wissensecke der Kategorie und alle Fragen der Kategorie verschwinden vom Feld. Auf dem Mittelfeld müsst ihr abschließend die Masterfrage beantworten. Diese Variante könnt ihr auf Zeit oder auf Punkte durchspielen.

Die klassische Variante sollte fast jedem geläufig sein. Bewegt euch über das Spielfeld, beantwortet Fragen, holt euch Wissensecken nur auf den Wissenseckenfeldern, füllt eure Spielfigur mit den farbigen Ecken aller Kategorien und beantwortet die abschließend die Masterfrage. Der Spieler, der das Ganze zuerst erledigt, hat gewonnen.

Die letzte Variante ist Trivial Pursuit Party, die das Multiplayerspiel darstellt. Dabei geht es gemeinsam mit einer Figur über das Spielfeld. Das Besondere daran ist, dass ihr hierbei zum einen keine „Nochmal würfeln!“-Felder sondern Bonusereignisse habt, zum Anderen könnt ihr Wissensecken auch über normale Fragen oder die Wetten gewinnen. Generell bekommt man für vier Punkte einer Kategorie eine Wissensecke, allerdings wird jede Kategorie nur ein einziges Mal vergeben, so dass ihr euch schon ranhalten müsst. Durch richtige Antworten bekommt ihr zwei, auf Wissenseckenfeldern 1-4 und durch Wetten bis zu zwei Punkte. Bei den Wetten geht es darum, dass die Spieler, die gerade nicht an der Reihe sind, tippen müssen ob der Spieler die Frage beantworten kann. Dabei könnt ihr unterscheiden zwischen „Ja, er weiß es!“, „Nein, er weiß es nicht“ (je 1 Punkt) und „Ich weiß es!“, damit könnt ihr dem Spieler die Punkte stehlen, aber nur in dem Fall, dass er es nicht weiß, ansonsten geht ihr leer aus. Bei den Bonusereignissen müsst ihr euch schon überraschen lassen, aber es sei so viel verraten, dass diese das Ergebnis ganz schön durcheinander wirbeln können (man kann zum Beispiel Wissensecken stehlen.). Abschließend gibt es hier keine Masterfrage, sondern jeder Spieler bekommt für jede Wissensecke ein „Leben“. Es werden Fragen gestellt, die jeder Spieler beantworten muss, antwortet ihr falsch, verliert ihr eines eurer Leben. Derjenige, der zum Schluss übrig bleibt, gewinnt das Spiel. Die Idee ist gut, das ganze dauert nicht so lange wie ein klassisches Spiel, bringt etwas Abwechslung und macht garantiert auch ne Menge Spaß

Grafik und Sound
Die Grafik ist ganz nett und passend zu einer Brettspielumsetzung. Dementsprechend ist sie aber auch nichts Besonderes. Das beste Feature ist die Integration der eigenen Xbox-Live-Avatare in das Spiel. Der Rest ist übersichtlich dargestellt, da kann man nicht meckern. Der Sound ist auch gut umgesetzt. Man hört den Sprecher jederzeit klar und deutlich. Allerdings nerven die Kommentare auf Dauer ein wenig, das stört aber den Spielfluss nicht wirklich. Einzig negativ bleibt hier zu sagen, dass die musikalische Untermalung einen, um es mal nett auszudrücken, kleinen übertriebenen Bassanteil hat. Trotz dass ich meine Dolby Digital Anlage schon auf die niedrigste Basseinstellung gestellt habe, dröhnen die Boxen immer noch ganz ordentlich. Manchmal ist weniger mehr, aber man kann das ja zum Glück selber regeln. Die Sprachausgabe bleibt davon übrigens komplett unberührt.

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Eine schöne Umsetzung des Klassikers. Leider kann ich nicht verstehen, warum man ausgerechnet bei einem solchen Spiel den Online-Multiplayermodus weglässt. Wenn man sich schon zusammen treffen muss, dann doch lieber das Brettspiel. Ansonsten sind aber gute Ideen integriert: Der Singleplayer Modus mit den verschiedenen Herausforderungen, die Trivial Pursuit Party oder auch einfach das klassische Spiel. Für Familien und Liebhaber des Spiels bestimmt eine nette Abwechslung, alle anderen sollten lieber hin und wieder zum Brettspiel greifen.


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