Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr

Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr

Publisher: NeocoreGames
Entwicklerstudio: NeocoreGames
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Action-Rollenspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 05.06.2018
USK 16

Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr   19.06.2018 von VanTom

Es herrscht weiterhin kein Frieden im Warhammer-Universum. Auch im dem neuen Titel Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr geht alles andere als friedlich zu. Anfänger-Inquisitor VanTom hat sich den Action-Rollenspiel-Titel angesehen, welcher schon im Early Access verfügbar war und nun für den PC erschienen ist...

 

Das Spiel Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr verbindet das Spielprinzip von Diablo mit dem reichhaltigen Hintergrund aus dem Warhammer 40000-Universum. Im Mittelpunkt steht der Spieler, welcher die Rolle eines Inquisitors übernimmt. In diesem Universum gibt es die Menschheit noch, aber sie wird von allen Seiten mit der Auslöschung bedroht. Da gibt es verschiedene Alienrassen und die Götter des Chaos, welche das Menschenreich fallen sehen wollen. Gerade das Chaos (Mächte des Warp) geht dabei perfide vor und versucht Menschen zu verderben und ein Klima des Verrats zu erzeugen. Dagegen wird das Imperium vom Imperator geschützt. Dieser befindet sich aber nach einem Verrat durch seinen korrumpierten engsten Vertrauten in einer Art von Koma. Somit kann er selbst nicht mehr agieren. Das Imperium besteht aber nicht nur aus dem Imperator, welcher als eine Art Gott verehrt wird, sondern aus verschiedenen Organisationen, welche den Willen des Imperators umsetzen sollen. Eine dieser Organisationen ist die heilige imperiale Inquisition, welche sich zur Aufgabe gemacht hat die Sicherheit innerhalb des Imperiums sicherzustellen. Sie agieren dabei als eine Art von Geheimpolizei, welche nach Anzeichen von Gefahren und Bedrohungen in und außerhalb der Welten des Imperiums zu suchen. Die Inquisition unterteilt sich dabei in drei verschiedene Arme. So gibt es das Ordo Malleus (Dämonenjäger), das Ordo Xenos (Alien Jäger) und das Ordo Hereticus (Hexenjäger). Inquisitoren sind nun die Vertreter der Inquisition und sammeln Informationen und kämpfen gegen die jeweiligen Bedrohungen. Sie agieren dabei im Verborgenen um ihre Feinde nicht aufzuschrecken. Um das Imperium und die Menschheit zu schützen gehen die Vertreter der Inquisition über Leichen. Auch in der Wahl der Mittel unterscheiden sich die einzelnen Inquisitoren deutlich. So gibt es, Inquisitoren, welche der reinen Lehre folgen und niemals die Mittel des Feindes einsetzen würden. Diese Fraktion sind die Puritaner. Die andere Fraktion, welche durchaus auch verbotenes Wissen und Waffen zum Schutz des Imperiums einsetzen, werden als Radikale bezeichnet. Im Imperium sind Inquisitoren mächtig und sehr gefürchtet.

 

Die Rolle eines solchen Agenten übernimmt der Spieler in diesem Action-Rollenspiel Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr nun. Der Spieler muss einen Account auf den Servern der Entwickler anlegen, denn es handelt sich um einen Always On-Titel. Da es sich um eine Art Sandbox-Spiel handelt, sollen auf diesem Weg gemeinsame Kampagnen und Missionen möglich werden. Natürlich kann damit aber auch ein DRM umgesetzt werden. Der Spieler kann nicht spielen ohne mit den Servern verbunden zu sein. Somit muss der Spieler also zunächst einen Accountnamen vergeben. Dieser Account sammelt die Charaktere, welcher der Spieler im Spiel nutzt. Ein ähnliches Vorgehen zeigt Blizzard mit Diablo 3. Auch hier musste/muss der Spieler online sein, auch wenn er den Einzelspielerteil spielen will. Als nächsten wird der erste Charakter erstellt. Hier hat der Spieler nun die Wahl zwischen drei verschiedenen Hintergründe, welche der Inquisitor haben kann. Er kann ein Psioniker, Kreuzritter oder ein Assassine sein. Diese bilden eigentlich die Klassen in anderen Rollenspielen ab. Dabei ist der Kreuzritter ein klassischer Kämpfer, der Psioniker eher der Magier und die Assassine so was wie eine Schattenkriegerin, welche Geschwindigkeit und exotische Waffen einsetzt um ihre Gegner zu Strecke zu bringen.

 

Hat der Spieler eine Klasse gewählt, so kann er anschließend eine Ausprägung oder Expertise des jeweiligen Hintergrunds auswählen. Auch hier hat er wieder drei verschiedenen Unterklassen zur Auswahl. So gibt es den Kreuzritter in der Ausprägung Taktisch, Sturmangriff oder Schwerer Schütze. Dabei kann der taktische Kreuzritter auf eine Rüstung zurückgreifen, welche zu Unterstützung Geschütztürme herbeirufen kann. Der Sturmangriff-Kreuzritter ist ein Klassischer Nahkämpfer und setzt auf Schwerter und Schilde. Dabei hält er aber auch tüchtig was aus. Um schnell in den Nahkampf zu kommen ist er mit einem Sprungmodul ausgerüstet. Der schwere Schütze trägt eine Rüstung mit einem Raketenwerfer auf dem Rücken. Für den Test habe ich einen Kreuzritter mit der Sturmangriff-Ausrüstung gewählt. Nach der Wahl der Klasse kann der Spieler auswählen, ob er den Story- oder Challenge-Mode spielen will. Damit kann der Schwierigkeitsgrad angepasst werden. Der Spieler kann den Mode jederzeit wechseln. Zu guter Letzt kann noch der Name vergeben werden und los geht es.

 

Der Spieler findet sich im Caligari-System wieder und reagiert auf ein Notsignal, welche uns zu einem uralten Raumschiff bringt, welches scheinbar verlassen und aufgegeben wurde. Somit will ich dieses Kloster betreten. Dabei wird mein Transportschiff zerstört und meine Kommunikation und Teleport-Einrichtung gestört. Somit ist das Schiff wohl doch nicht so verlassen wie zunächst angenommen. Ich finde mich in einer Third-Person-Sicht wieder und kann meinen Inquisitor per Maus steuern. Das Spiel bringt mir dabei die Grundbegriffe des Spiels mit einem Tutorial bei. Die Hallen des Schiffs sehen gotisch aus und somit auch genau, wie ich sie an einem solchen Ort erwarten würde. Kurz danach treffe ich auf den ersten Gegner, welche ich mit einem Energieschwert totklicke. Dabei legt meine Ausrüstung fest, welche Angriffe ich ausführen kann. Trage ich eine einhändige Waffe, so gewährt diese 2 Fähigkeiten, während zweihändige Waffen 4 Fähigkeiten und Angriffe erlauben. Mit meinem ersten Energieschwert kann ich den Klingenhagel und den weiten Schlag ausführen. Der erste Angriff richtet sich dabei gegen ein einzelnes Ziel, während der weiter Schlag gegen eine Gruppe von Gegnern ausgeführt wird. Dazu trägt mein Kreuzritter einen Schild, welcher meine defensiven Fähigkeiten erhöht. Weiterhin trage ein zweites Waffenset, zwischen denen ich hin und herschalten kann. Somit kann ich auf den ersten Slot meine Nahkampfwaffen legen und auf den Zweiten meine Fernkampfwaffe. Während einer Mission kann ich aus diesem Wechsel meine Waffen nicht wechseln. Auch wenn ich bessere Waffen während der Mission finde, kann ich diese erst nach dem erfolgreichen Abschluss anlegen.

 

Bildergalerie von Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr (17 Bilder)

Was in anderen Spielen die Erfahrung ist, ist bei der Inquisition der Ruhm. Nach einer Mission erhalten wir Ruhm und können Diesen nutzen um im Rang aufsteigen. Haben wir einen neuen Rang erreicht werden oft neuen Gegenstände freigeschaltet welche dann für den Charakter verfügbar werden. Auch kann er Punkte für passive Fähigkeiten einsetzen, z.B. den Schaden von Nahkampfangriffen erhöhen. Als Inquisitor führe ich Untersuchungen durch und sammele Informationen und Hinweise. Bei der ersten Untersuchung finde ich unter anderem einem Space Marine, welcher aus dem Gefolge eines Lord Inquisitors stammt, welcher ebenfalls an Bord dieser alten Klosterfestung unterwegs war. Er hat den Marine allerdings zum Sterben zurückgelassen. Bei dem Einsatz wird der Marine zu schwer verwundet, dass er geheilt werden muss. Dies kann aber nicht jeder, so dass die nächste Mission nach jemanden sucht, welcher dazu in der Lage ist. Diese Dame finden wir dann auch und rekrutieren sie. So füllt sich die Brücke meines eigenen Inquisitionsschiffs nach und nach. Dabei übernehmen die verschiedenen Individuen unterschiedliche Rollen ein. Einen Tech-Priester kann ich nutzen um neue Gegenstände nach gefundenen Bauplänen erstellen zu lassen. Der Marine erlaubt einen PvP-Kampf mit anderen Spielern.

 

Die zuvor genannte Klosterfestung ist übrigens die namensgebende Martyr und das Schiff entkommt mir nach der Rettung des Marines. Somit ist unsere Hauptaufgabe während des Spiels das Schiff wieder zu finden. Nebenbei können wir aber auch andere Kampagnen annehmen oder einzelne Missionen auf jeweiligen Planeten. Es gibt auch zeitlich begrenzte Events im Caligari-System, welche allen Spielern ermöglicht an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, z.B. eine bestimmte Anzahl von Ketzern zu vernichten.

 

Das eigentliche Spiel ist nicht ganz so schnell wie Diablo und kommt eher behäbig daher. Dabei metzel ich mich aber doch durch Horden von Gegnern. Dummerweise haben diese aber auch die Neigung meinen Nahkampfcharakter in Kreuzfeuer zu nehmen. Alles in allem wirkt das Spiel eher taktisch angehaucht, da ich mir vor einem Einsatz erst einmal überlegen muss, welche Ausrüstung hier am sinnvollsten sind. Weiterhin gibt es ein Deckungssystem, welches aber für einen Nahkampf-Charakter wenig Sinn macht, da er schnell zum Gegner kommen muss um diesen auszuschalten. Die Grafik ist dem Universum entsprechend düster gehalten und entspricht dem, was man erwarten kann. Dadurch ist die Umgebung aber nicht so abwechslungsreich. Die Gegner gehen manchmal sehr behäbig vor, was irgendwie die Glaubwürdigkeit trügt. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass ein besessener Anhänger des Chaos auf uns zustürmt und nicht langsam entgegengeht. Die Musik und Vertonung treffen die Atmosphäre sehr gut und wissen zu gefallen. Die deutschen Übersetzungen der Texte sind allerdings noch sehr fehlerbehaftet und teilweise unfreiwillig komisch. Die Untersuchungen machen den Einsatz meines Inquisitors interessant.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr ist ein solides Action-Rollenspiel im Warhammer 40000-Universum. Es ist nicht so schnell, wie vergleichbare Titel, sondern setzt eher den Fokus auf ein taktisches Vorgehen und eine entsprechende Planung vor dem Beginn einer Mission. Eine erhöhte Wiederspielbarkeit kann sich durch die Events ergeben. Hier wird sich zeigen, was der Entwickler/Publisher seinem Publikum bieten wird, um das Spiel weiterspielen zu wollen. Ich bin jedenfalls gespannt darauf und kann es nicht erwarten weitere Untersuchungen als Inquisitor durchzuführen. Der Imperator beschützt.
 


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positiv negativ
  • Action-Rollenspiel im Warhammer 40000-Universum
  • Die Rolle eines Inquisitors übernehmen
  • Drei verschiedene Klassen mit drei Unterklassen
  • Grafik nicht so abwechslungsreich
  • Viele Fehler in der deutschen Textübersetzung
  • Always On-Zwang





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