Breathless - Immer Ärger mit Dale

Breathless - Immer Ärger mit Dale

Originaltitel: Breathless
Genre: Krimikomödie
Regie: Jesse Baget
Hauptdarsteller: Kelli Giddish • Gina Gershon
Laufzeit: Ca. 92 Minuten
Label: Ascot Elite
FSK 16

Breathless - Immer Ärger mit Dale   29.10.2012 von DeWerni

Lorna traut ihrem Ehemann Dale keinen Meter weit. Dieses Mal vermutet sie, dass er einen Bankraub begangen haben soll und sich die Beute alleine unter den Nagel reißen möchte. Im Affekt erschießt sie ihn unbeabsichtigt. Für sie und ihre Freundin Tiny geht es von nun an darum, die Leiche loszuwerden und gleichzeitig das erbeutete Geld zu finden …

 

Lorna (Gina Gershon) kann es noch gar nicht so richtig fassen. Sie hat diversen Indizien entdeckt, die keinen Zweifel zulassen: Ihr Ehemann Dale (Val Kilmer) muss der Verbrecher sein, den man für den Überfall auf eine nahegelegene Bank gerade sucht. Kurzerhand schlägt sie ihn bewusstlos und ruft ihre Freundin Tiny (Kelly Giddish) an. Sie bittet sie, nur schnell zu ihr zu kommen. Als sie dann in den abgelegenen Wohnwagen, in dem die beiden wohnen, ankommt, glaubt sie erst, Dale wäre etwas Schlimmes zugestoßen. Doch Lorna klärt sie schnell auf, präsentiert ihr die Indizien und fesselt Dale an den Stuhl, aber nicht um ihn der Polizei auszuliefern, sondern um ihn wegen des erbeuteten Geldes in Höhe von 100.000 US-Dollar zu befragen. Schließlich kann sie es nicht fassen, dass Dale sich eine solche Summe alleine unter den Nagel reißen wollte.

 

Doch dann plötzlich geschieht das Unglück. Als Lorna sich noch eifrig und aufgeregt mit der Waffe fummelnd mit Tiny unterhält, löst sich plötzlich und ungewollt ein Schuss. Die beiden starren wie entgeistert auf Dale – dieser hat eine Kugel in den Kopf bekommen und ist mausetot. Doch wer nun gedacht hätte, dass die beiden in große Panik verfallen, der liegt total falsch. Denn es beginnt von nun an ein Schauspiel der besonderen Sorte. Nachdem Lorna und Tiny den Tod verdaut haben, beginnen sie sich darüber Gedanken zu machen, wie man die Leiche sinnvoll und unbemerkt loswerden kann, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Und dann klopft es auch noch an der Tür, vor der der örtliche Sheriff Cooley (Ray Liotta) steht und mit Dale sprechen möchte. Doch Lorna kann den Sheriff abwimmeln und ihnen wieder die notwendige Ruhe verschaffen. Nun beginnen sie mit der eigentlichen Beseitigung, die nur etwas übertrieben und blutig ausfällt. Doch wichtig ist dabei nicht die Arbeit, sondern man könnte meinen, dass der Sitz der Haare, der Lack der Fingernägel und Ähnliches deutlich wichtiger sind, als sich um Dale und das Geld zu kümmern, das sie immer noch nicht haben. Eine Zigarette ist auch immer dabei und gehört zum guten Ton. Nachdem sie nicht mehr weiter wissen, kommen die härteren Werkzeuge zum Einsatz. Von nun an folgt ein Schauspiel um die Beseitigung von Dale der blutigen Sorte, immer auf der Suche nach dem Geld und dem richtigen Sitz der Frisur …

 

Bildergalerie von Breathless - Immer Ärger mit Dale (5 Bilder)

Welche Ideen kommen den beiden noch, um die Leiche sinnvoll fortschaffen zu können? Wird Sheriff Cooley den beiden noch auf die Schliche kommen? Und wer wird sich schließlich das Geld in Freiheit unter den Nagel reißen können?

 

Die Qualität ist in diesem Release wieder einmal richtig gut gelungen. Das Bild ist nahezu zu jeder Zeit scharf und detailreich, da gibt es kaum etwas zu meckern. Das Ganze macht sich im Besonderen bei den Nahaufnahmen bemerkbar. Die Farben wirken authentisch, auch wenn sie etwas blass gestaltet sind, um den Effekt der 80er Jahre im Westen zu simulieren. Der Kontrast ist linear und passend, genauso wie auch der Schwarzwert. Der Ton liegt ebenfalls auf einem guten Niveau, wenn man das von einem Film dieser Art wirklich behaupten kann. Er ist sehr ruhig gehalten und wirkt aufgrund der Dialoglastigkeit etwas frontal verlagert. Die restlichen und vereinzelten Effekte sind dann aber gut über die anderen Boxen verteilt und leisten gute Dienste. Insgesamt würde ich das Release als gutes bis sehr gutes Release im technischen Bereich bewerten.

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Hmm, so einen Film zu bewerten, ist immer ein wenig schwierig. Auf der einen Seite könnte man festhalten, dass im Grunde nicht viel im gesamten Film passiert. Doch irgendwie ist dieses Nichts, das lediglich der unabsichtliche Tod des Ehemanns des Hauptcharakters Lorna darstellt, auch schon wieder so eigentümlich inszeniert, dass es recht unterhaltsam wirkt. Die beiden Hauptdarstellerinnen mit ihrem charmanten Wortwitz halten den Film da am Laufen, wo die etwas zu umsichtige Story Längen aufweist. So richtig mitgerissen hat mich dieses Werk nicht, wer jedoch auf recht durchgeknallte Szenarien im Quentin Tarantino-Stil steht, der sollte sich dieses Lustspiel vielleicht doch anschauen. Insgesamt gesehen hat er zu viele Längen, die allerdings immer wieder mit ein paar makabren Sprüchen und Handlungen aufgewertet werden.


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