Das Haus der Geheimnisse 3D

Das Haus der Geheimnisse 3D

Originaltitel: Derrière les murs
Genre: Thriller
Regie: Pascal Sid • Julien Lacombe
Hauptdarsteller: Thierry Neuvic • Laetitia Casta
Laufzeit: Ca. 87 Minuten
Label: Universum Film
FSK 12

Das Haus der Geheimnisse 3D   03.07.2012 von DeWerni

Suzanne Berancourt ist eine erfolgreiche Autorin. Doch nach dem Tod ihrer Tochter macht ihr eine Schreibblockade schwer zu schaffen. Sie entscheidet sich dafür, die Einsamkeit des verlassenen Landhauses ihres Verlegers zu suchen. Als sie dort eine abgelegene Kellerhöhle entdeckt, scheint sie zu kurieren. Bis plötzlich in dem kleinen Dorf ein paar Mädchen auf mysteriöse Art und Weise verschwinden …

 

Frankreich im Jahre 1922 – Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter leidet die berühmte Autorin Suzanne Berancourt (Laetitia Casta) an einer Schreibblockade. Da ihr Verleger aber langsam Druck auf sie macht und endlich neue Werke sehen möchte, entscheidet sie sich, die Abgelegenheit eines einsamen Landhauses ihres Verlegers zu suchen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Als die Einwohner des kleinen Dorfes bemerken, welche Pariser Persönlichkeit sich in ihren Reihen befindet, ist die Aufregung zunächst groß. Vor allem der kleine Einzelhändler Paul (Jacques Bonnaffé) ist völlig aus dem Häuschen, er steht total auf Suzanne. Doch zunächst scheint ihr auch die Abgelegenheit nicht zu nutzen, es kommen keine klaren Gedanken zu Papier. So lenkt sie sich zunächst mit dem Unterricht der Sklaventochter Valentine (Emma Ninucci) ab und findet so auch etwas Ablenkung zum Verlust ihrer Tochter.

 

Doch ihre Lage scheint sich in dem Moment zu entspannen, als sie im Keller einen angrenzenden Höhlenraum entdeckt und wieder mit dem Trinken beginnt. Denn sobald sie sich mit der Schreibmaschine in die Höhle begibt, fliegen ihr die kreativen Gedanken nur so zu. Gleichzeitig werden aber auch die Bewohner des Dorfes etwas misstrauisch, da sich Suzanne ab diesem Moment teilweise verschlossen und seltsam präsentiert. Als sie dann noch zufällig auf den sympathischen Philippe (Thierry Neuvic) trifft, scheint sich ihre Situation wirklich zum Guten zu wenden. Doch dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu: Auf einmal verschwindet ihre lieb gewonnene Valentine spurlos, der schicksalhafte Verlust scheint sich zu wiederholen. Plötzlich befindet sie sich in einer Situation, die sie verzweifeln lässt: Nächtliche Schlafwandlungen, alkoholische Exzesse, mysteriöse Halluzinationen und unbewusster, wirrer Schreibwahn, die sie immer mehr von den Menschen im Dorf abdriften lässt. Kein Wunder, dass diese sie verantwortlich für das Verschwinden von Valentine machen. Philippe ist der einzige, der in ihrer schwierigen Lage noch zu ihr hält, auch wenn sich der Rest langsam aber sicher gegen sie verschwört und die Situation immer brenzliger wird …

 

Bildergalerie von Das Haus der Geheimnisse 3D (5 Bilder)

Warum geben die Dorfbewohner auf einmal Suzanne die Schuld am Verschwinden der kleinen Valentine? Welche kuriosen Situationen muss sie noch überstehen? Und gibt es sowohl für Ihr Leben als auch das von Valentine noch eine Chance?

 

Qualitativ kann die Blu-ray auf jeden Fall voll überzeugen. Das Bild ist zu jeder Zeit klar, extrem scharf und detailreich gestaltet. Das ist vor allem beeindruckend, wenn die vereinzelten Landschaftsbilder eingespielt werden. Die Farben sind stilistisch sehr kräftig und kontrastreich gestaltet. Der Kontrast an sich ist kann ebenso mit Linearität überzeugen. So muss eine aktuelle HD-Produktion einfach aussehen. Auch die Akustik steht dem Bild in nichts nach. Die gelieferte DTS-HD 5.1 Tonspur kann von vorne bis hinten glänzen, auch wenn sich der Film oftmals recht ruhig präsentiert. Die eingespielten Effekte sind dann aber effektvoll über die Kanäle verteilt und tragen sehr gut zur mystischen Gesamtatmosphäre des Films bei. Die musikalische Untermalung ist genauso gelungen wie die Dialoge, die bis auf einige wenige Ausnahmen sehr gut verständlich sind. Insgesamt eine exzellente Veröffentlichung im HD-Bereich, die man von einem solchen Film mit Sicherheit so nicht erwarten konnte.

 

Die 3D-Optik ist zudem ein Highlight. Dabei wurde nicht übertrieben, sondern allenfalls generell mit ausreichender Tiefenwirkung des Bildes gearbeitet. So wurden zusätzlich in einigen Szene einige Effekte verstärkt, die die gelungene Atmosphäre des Films unterstützen. Wer die Möglichkeit hat, die 3D-Technik zu nutzen, der sollte das bei diesem Werk auch tun.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ein Vergleich mit Genreklassiker wie Das Geisterhaus oder The Others, wie er auf dem Cover angegeben ist, verbietet sich aus meiner Sicht. Denn dazu hat der Film einfach zu wenig Spannung und vor allem fehlt ihm der überraschende Knall am Ende. Dies heißt aber nicht, dass der Film schlecht ist, denn vom grundlegenden Stil orientiert er sich schon an diesen Vorlagen. Es gelingt zudem, eine mysteriöse und unwissende Atmosphäre aufzubauen. Sowohl der Inszenierung an sich als auch den Schauspielern gelingt es, den Zuseher bei der Stange zu halten. Man weiß nie so ganz genau, was sich in den Gedanken der angeschlagenen Hauptdarstellerin und was in Realität abspielt. Der Film wird so nie langweilig und kann überzeugen – und das bis zum Ende hin. Aus meiner Sicht ist das Werk für Genrefans absolut sehenswert – gerade auch in der HD-Qualität der Blu-ray -, jedenfalls dann, wenn man die Erwartungen nicht allzu hoch schraubt.


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