Dein Weg

Dein Weg

Originaltitel: The Way
Genre: Drama / Komödie
Regie: Emilio Estevez
Hauptdarsteller: Martin Sheen • James Nesbitt
Laufzeit: Ca. 123 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

Dein Weg   27.12.2012 von DeWerni

Als Daniel Avery den Tod auf dem Jakobsweg findet, ist sein Vater Thomas extrem geschockt und verurteilt die kindischen Ideen seines Sohnes. Doch mit einem Mal beschließt er, Daniels Vorhaben zu Ende zu bringen und den Jakobsweg in seinem Namen zu gehen. Auf seiner Pilgerwanderung macht er nette Entdeckungen, unliebsame Bekanntschaften und eine spirituelle Reise ins Ich …

 

Daniel Avery (Emilio Estevez) ist der Sohn des erfolgreichen Augenarztes Thomas „Tom“ Avery (Martin Sheen) und weiß noch nicht genau, was er mit seinem Leben anfangen soll. Die Eskapaden und Ideen seines Sohnes sind Tom schon lange ein Dorn im Auge, er kann allerdings nichts dagegen machen. Die neueste Idee von Daniel ist die Wanderung entlang des Jakobswegs, was er schließlich auch angeht. Die Welt von Thomas wird anschließend durch einen einzelnen Anruf auf den Kopf gestellt: Die französische Polizei teilt ihm mit, dass sein Sohn in einem Gewitter in den Pyrenäen auf dem Jakobsweg ums Leben gekommen ist.

 

Zunächst ist Thomas einfach geschockt und weiß noch gar nicht so recht, wie er mit der Situation umgehen soll. Später beschließt er einfach, den Leichnam seines Sohnes in seine Heimat nach Kalifornien zu überführen. Doch als er in Frankreich ist, um den Leichnam abschließend zu identifizieren, kommt er plötzlich ins Grübeln. Daniel hat die anstrengende Wanderung aus einem bestimmten Grund gemacht. Um ihm den letzten Willen zu erfüllen, kommt Thomas schließlich zu dem Schluss, die Wanderung für Daniel zu Ende zu bringen. Und so beginnt er selbst, den Jakobsweg zu begehen, auch um die Trauer um den schwerwiegenden Verlust entsprechend zu verarbeiten. Doch auf seiner Wanderung begegnet er ganz unterschiedlichen Facetten des Wegs und auch verschiedenartigen Leuten, die ihre Reise jeweils aus ihren eigenen Gründen angetreten haben: Da ist der gewichtige Holländer Joost (Yorick van Wageningen) aus Amsterdam, der einfach nur abnehmen möchte, um für die anstehende Hochzeit seines Bruders gewappnet zu sein. Oder die eigenwillige und flüchtige Kanadierin Sarah (Deborah Kara Unger), die vorgibt, nur mit dem Rauchen abschließen zu wollen und dabei ganz andere Gründe verfolgt. Und dann ist da auch noch der nervige Ire Jack (James Nesbitt), der seine Karriere als Buchautor angehen möchte und allerlei Informationen über die unterschiedlichsten Leute auf dem Jakobsweg zusammensammeln möchte. Alle Drei wird Thomas auf seiner Wanderung nicht mehr los und gewinnt sie irgendwie lieb. So macht er allerlei interessante Bekanntschaften, spannende Erfahrungen und eine Reise ins Ich, um seinen tragischen Verlust zu verarbeiten …

 

Welche interessanten Charaktere wird Thomas auf seiner Wanderung noch kennenlernen? Wird er seine Trauer überwinden und den Verlust verarbeiten können? Und welche Ereignisse werden ihm wiederfahren?

 

Bildergalerie von Dein Weg (6 Bilder)

Qualitativ bekommt man an bei diesem Release solide Arbeit geliefert. Die HD-Bilder sind meist klar, scharf und kommen mit vielen Details daher. So bekommt man dann auch vereinzelt schöne Landschaftsaufnahmen aus den Gegenden entlang des Jakobswegs geboten. Der Farben wirken kräftig und authentisch. Schwarzwert und Kontrast sind passend umgesetzt und weisen wenig Anlass zum Meckern auf. Der Ton ist ebenfalls gut umgesetzt. Im Allgemeinen ist der Film recht ruhig gehalten und kommt deswegen ohne viele Effekte in diesem Bereich aus. Aus dem gleichen Grund fällt die Soundkulisse dann auch relativ frontlastig aus, was zumindest dafür sorgt, dass die Dialoge gut und jederzeit verständlich sind. Vereinzelt werden aber auch atmosphärische Untermalungen eingeleitet, die auch die vorhandenen Kanäle der Digitalanlage verwenden. Insgesamt würde ich das Paket als eine gelungene Umsetzung im HD-Bereich sehen, die allerdings wenig Highlights im technischen Umfeld zu bieten hat. 


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Im ersten Moment hat der Film einen recht netten Eindruck gemacht, der dann aber schnell verfliegt. Die grundlegende Idee der Pilgerwanderung des verletzten Vaters ist gut, die Umsetzung dann eher nicht. Anfangs muss man noch des Öfteren schmunzeln, später sind dann die einzelnen Geschehnisse doch etwas langatmig umgesetzt und teilweise auch zu vorhersehbar. Nichtsdestotrotz bekommt man einige nette Episoden erzählt und schöne Landschaftsaufnahmen gezeigt. Zudem transportieren die Schauspieler ihre Rollen realistisch zum Zuseher, man nimmt ihnen das Ganze ab. In dem Film steckt eine Menge Potential, das man zu mehr hätte ausbauen können. So verkommt der Film aber zu einer Randerscheinung für Genrefans, die durch die spirituellen Inspirationen entlang des Jakobswegs auf ihre Kosten kommen!


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