Die Welle

Die Welle

Originaltitel: Die Welle
Genre: Drama
Regie: Dennis Gansel
Hauptdarsteller: Jürgen Vogel • Frederick Lau
Laufzeit: Ca. 107 Minuten
Label: Paramount Home Entertainment
FSK 12

Die Welle   04.07.2010 von DeWerni

Rainer Wenger ist Lehrer eines Gymnasiums. In der Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ muss er die ungeliebte „Autokratie“ übernehmen. Diese Diktaturform versucht er seinen Schülern in einem Experiment beizubringen. Er ist das Idol seiner Schüler, die alles für ihn tun. Doch schneller als erwartet gerät das Experiment außer Kontrolle…

 

Rainer Wenger (Jürgen Vogel) geht zunächst richtig gut gelaunt zum Thema Projektwoche über. Doch dann erfährt er von der Schulleiterin, dass er nicht sein bevorzugtes Thema „Anarchie“ bekommt, und das, obwohl er selbst früher einmal Hausbesetzer war und sich deswegen mit dem Thema bestens auskennt. Stattdessen muss er das ungeliebte Thema „Autokratie“ mal wieder mit den Schülern durchkauen. Da er aber sehr beliebt ist und von den meisten seiner Schüler auch geduzt wird, ist der Kurs zum Ende des Anmeldezeitraums gerammelt voll. Als er seine Schüler zu Beginn der Woche dann begrüßt, stellt sich schnell heraus, dass weder er selbst, noch seine Schüler große Lust darauf haben, das Thema wieder einmal anhand des zweiten Weltkriegs durchzuarbeiten. Außerdem sind die meisten sowieso der Meinung, dass die Gefahr einer erneuten Diktatur durch die Aufklärung der Bevölkerung in Deutschland so gut wie ausgeschlossen sei. Dies veranlasst dann aber Rainer zu einem interessanten, pädagogischen Selbstexperiment.

 

Er selbst übernimmt die Rolle eines Diktators innerhalb der Klasse. Ab sofort müssen die Schüler strenge Regeln beachten, oder sie werden sofort aus der Klasse geworfen. So müssen sie beim Reden aufstehen, knappe Antworten geben und zu Beginn der Stunde im Gleichschritt marschieren. Diese Masche kommt bei den Schüler aber wider Erwarten so gut an, dass Rainer zu Demonstrationszwecken eine autokratische Bewegung gründet -  „Die Welle“ -, bei der die Mitglieder als Uniform weiße Hemden tragen müssen. Tim (Frederick Lau) ist von der Aktion besonders begeistert und macht sich selbst zum Leibwächter von Rainer. Trotz alledem gibt es auch zwei Mädchen, die gefährliche Tendenzen erkennen und miterleben, wie die Welle auch das Alltagsleben der Mitglieder beginnt zu beeinflussen. Doch scheint das ganze Projekt aus dem Ruder zu laufen und erste Menschen kommen zu Schaden, was vor allem auch an Tim liegt…

Wird es Rainer noch rechtzeitig gelingen, die Bewegung zu stoppen und sie auf den Unterricht einzuschränken? Oder wird es durch seine Initiierung weitere Gewaltopfer geben? Und was passiert mit der Welle und seinen Mitgliedern, als sich die Projektwoche dem Ende neigt?!

 

Im Großen und Ganzen kann man die HD-Umsetzung auf die Blu-ray nur als gelungen bezeichnen. Die Bildqualität ist abgesehen von einigen, kleineren Schwächen meist in Ordnung. Besonders positiv ist dabei die Schärfe des Bildes, das jederzeit sehr detailreich wirkt. Der Kontrast glänzt mit einem guten Schwarzwert, was aber an manchen Stellen dazu führt, dass das Bild etwas überstrahlt und zu hell wirkt. Die Farben wirken trotz allem sehr natürlich und kräftig. Außerdem hat das Bild eine gute plastische Tiefenwirkung.

Auch im Bereich des Tons weiß die Welle durchaus zu überzeugen. So sind die Dialoge meistens sehr gut zu verstehen. Auch wenn der Film manchmal etwas frontlastig rüber kommt, so gibt es doch auch einige, sehr gut eingestreute Surroundeffekte, die aus den hinteren Lautsprechern dringen. Mit ein wenig Feingefühl für die Akustik bekommt man das selbst durch etwas Tuning hin. Die actionlastigen Szenen sind sehr gut abgemischt und kommen auch mit ordentlichem Druck aus den Boxen. Zu alledem ist auch der Soundtrack überzeugend gewählt, was dem Film an manchen Stellen einen zusätzlichen Tick verleiht. Insgesamt gesehen ist die Umsetzung der Blu-ray aus der technischen Sicht gut bis sehr gut gelungen!


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Den meisten von euch sollte ja klar sein, um was es in dem Film geht. Obwohl man den Film schon kennt und auch der Inhalt nichts Neues mehr bietet, kann man ihn sich doch immer wieder anschauen. Wenn man die ganze Bewegung so sieht,  ist es kaum zu glauben, dass der Film tatsächlich auf einer wahren Begebenheit beruht. Doch anscheinend treibt das Zusammengehörigkeitsgefühl einige wirklich in die Extreme. Auf alle Fälle spielen die Schauspieler ihre Rollen meist sehr authentisch, vor allem Jürgen Vogel geht dabei in seiner Rolle auf. Die Kulissen und die Story wirken jederzeit realistisch, so dass ich den Kauf all denen, die den Film immer noch nicht in ihrer Sammlung haben, auf jeden Fall empfehlen kann. Und das, obwohl ich selbst eigentlich nicht wirklich auf den deutschen Film stehe. Überzeugende Umsetzung!


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen