Eine Prinzessin zu Weihnachten

Eine Prinzessin zu Weihnachten

Originaltitel: A Princess for Christmas
Genre: Drama / Komödie
Regie: Michael Damian
Hauptdarsteller: Katie MKcGrath • Roger Moore
Laufzeit: Ca. 90 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 6

Eine Prinzessin zu Weihnachten   11.12.2012 von DeWerni

Jules Daly kümmert sich seit dem Tod ihrer Schwester und ihrem Mann um deren beiden Kinder. Kurz vor dem anstehenden Weihnachtsfest geht so einiges schief. Doch Rettung naht: Eine Einladung des Großvaters zum Weihnachtsfest auf einem Schloss trudelt ein. Dort angekommen, versucht sie ihr Leben zu verarbeiten und ein familiäres Weihnachtsfest zu gestalten …

 

Jules Daly (Katie McGrath) ist eine herzensgute Seele. Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester und deren Mann kümmert sie sich mit Liebe um die beiden hinterbliebenen Kinder Maddie (Leilah de Meza) und Milo Huntington (Travis Turner), die ihr das Leben nicht immer einfach machen, auch weil sie oftmals noch um ihre Eltern trauern. Das anstehende Weihnachtsfest verschlimmert die Situation zusehends, zudem schlägt das Schicksal bei Jules gnadenlos zu: An einem Tag verliert sie sowohl ihren Job als auch ihre Nanny, die genug vom Unfug von Maddie und Milo hat, außerdem hat sie auch finanzielle Probleme. Doch Rettung, zumindest für das Weihnachtsfest, scheint greifbar: Kurz darauf erhält sie eine Einladung zum Weihnachtsfest vom Großvater der Kinder väterlicherseits. Zum Fest sollen die Drei auf das Schloss Castlebury in Europa kommen.

 

Als die Drei dort ankommen, sind sie zunächst skeptisch. Empfangen werden sie auf der einen Seite vom gutherzigen Personal, allen voran Chefdiener Paisley Winterbottom (Miles Richardson). Auf der anderen Seite erwartet sie aber auch der Schlossherr Edward Duke von Castlebury (Roger Moore) und sein Sohn Prinz Ashton von Castlebury (Sam Heughan). Beide sind nicht unbedingt Weihnachtsliebende, trotzdem wollten sie vor allem die Kinder wiedersehen. Zunächst gestaltet sich das Zusammenleben recht steif, doch schnell findet Edward zur jungen Maddie und Ashton und beschäftigt sich auf männlichere Art und Weise mit Milo. Während Maddie spontan Ballettstunden bekommt und Milo den Umgang mit E-Gitarre und dem Pfeil und Bogen lernt, kann sich Jules ihrer Vorliebe für Weihnachten widmen. Gleichzeitig lernt sie auch den Prinzen Ashton besser kennen und versteht sich recht gut mit ihm. Die Bediensteten sind sowieso von der Gutherzigkeit Jules begeistert und auch der Schlossherr kann sich ihrem Weihnachtswahn nicht ganz entziehen, sodass er einem geschmückten baum schließlich zustimmt. Kurzerhand kommt ihm sogar die Idee, einen großen Weihnachtsball zu veranstalten und eine Menge Freunde einzuladen. Während sich Ashton und sie immer besser verstehen, fiebern alle Beteiligten dem großen Fest inklusive Ball entgegen. Doch irgendwie wird Jules das Gefühl nicht los, dass sie eigentlich nicht erwünscht ist und nur die Kinder an dem Ball teilhaben sollen …

 

Bildergalerie von Eine Prinzessin zu Weihnachten (5 Bilder)

Was hat es mit ihrem unguten Gefühl bezüglich des Weihnachtsballs auf sich? Was wird aus ihrem stetig verbesserten Verhältnis zum Prinzen Ashton? Und werden die Kinder ein würdiges Weihnachtsfest auf dem Ball erleben dürfen?

 

Qualitativ gibt der Film ein gutes Bild ab. Die HD-Bilder sind meist scharf und können sowohl mit einer Menge Details aufwarten, als auch dem Zuseher einen plastischen Eindruck verschaffen. Die Farbwerte gehen ebenfalls in Ordnung und sorgen für eine authentische Optik. Der Kontrast ist linear gehalten, so dass dunkle Bildbereiche gut von hellen getrennt werden. Nur in einigen, wenigen Szenen werden dunklere Bereiche etwas überstrahlt. Der Ton ist prinzipiell dynamisch gehalten, sodass die Atmosphäre gut zur Geltung kommt. Die Dialoge sind zu jeder Zeit verständlich, wirken aber oftmals aufgrund der schlechten Synchronisation etwas plump. Insgesamt handelt es sich um einen Veröffentlichung im HD-Bereich, die sicherlich in Ordnung geht, aber auch kein Highlight darstellt.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Irgendwie ist der Film nichts Halbes und nichts Ganzes. Da wird eine alltägliche Prinzessinnenstory in das Weihnachtsgewand gezwängt, wobei die Basis so gar nichts mit Weihnachten zu tun hat: Die arme Tante hat ein gutes Herz, das was ihr fehlt ist der Adelstitel, um wirklich glücklich zu werden. An Weihnachten besinnen sich alle auf das familiäre Herz und das Fest ist gerettet: Hilfe – Klischee – und das in Massen! Abgesehen von einer familiären Weihnachtsszene vor dem geschmückten Baum von rund einer Minute gibt es dann auch nicht viel Weihnachtliches. Zudem geben die Schauspieler abgesehen von der Hauptdarstellerin Katie McGrath und Roger Moore nicht immer ein gutes Bild ab. Da kommt nicht ganz so das rüber, was man von einem solchen Film erwartet. Diesen Effekt verstärkt dann auch noch die teilweise billig klingende Synchronisation. Wer auf Prinzessinenstories und Weihnachten steht, der kann einen Blick riskieren. Alle anderen sollten sich lieber nach Alternativen umschauen.


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