Flypaper - Wer überfällt hier wen?

Flypaper - Wer überfällt hier wen?

Originaltitel: Flypaper
Genre: Krimikomödie
Regie: Rob Minkoff
Hauptdarsteller: Patrick Dempsey • Ashley Judd
Laufzeit: Ca. 87 Minuten
Label: Universum Film
FSK 12

Flypaper - Wer überfällt hier wen?   19.03.2012 von DeWerni

Als der Kunde Tripp gerade mit der Angestellten Kaitlin am Flirten ist, wird die Bank plötzlich überfallen. Doch überraschenderweise stürmen gleich zwei unterschiedliche Gruppen in das Gebäude. Zunächst arbeiten die beiden Banden zusammen, bis sie schließlich in Zwist geraten und die ganze Situation urkomisch um die gefangenen Angestellten eskaliert …

Tripp
Kennedy (Patrick Dempsey) ist schon ein etwas komischer Kerl:
Er ist im Grunde gerade in eine Bank gegangen, um seinen 100$-Schein in Kleingeld zu tauschen und möchte dabei nur einzelne Münzen haben, deren Anzahlen sich an Primzahlen orientieren. Dabei gerät er an die hübsche Bankangestellte Kaitlin (Ashley Judd), die sich momentan in Hochzeitsvorbereitungen befindet. Als er dabei ist, mit ihr ein wenig in einen Flirt zu rutschen, stürmen plötzlich mehr oder weniger gleichzeitig zwei Banden in die Bank, bedrohen die Angestellten und sich gegenseitig und wollen das große Geld machen. Im schnell entstehenden Feuergefecht stirbt ein Mensch auf tragische Art und Weise. Tripp realisiert die mysteriöse Situation am schnellsten. Ihm gelingt es, das Gefecht durch tristes Dazwischengehen zu unterbinden, angeschossenen zu untersuchen und die Banden zum Miteinander zu bewegen, um weitere Opfer zu vermeiden.

Dabei einigen sich die professionelle Bande um Darrien (Mekhi Phifer) und die beiden eher dumm geratenen Kleinganoven, die sich selbst als Kartoffel (Tim Blake Nelson) und Puffer (Pruitt Taylor Vince) bezeichnen.
Darriens Bande bewacht die Geiseln in einem Raum im Obergeschoss und bearbeitet den Safe, während Kartoffel und Puffer die Geldautomaten ausnehmen wollen. Die beiden Banden können erst aus dem Grund gemütlich zusammenarbeiten, da in der Überfallzeit gerade das Alarmsystem durch den IT-Angestellten der Bank Mitchell Wolf (Curtis Armstrong) upgedatet und somit vorübergehend deaktiviert wurde. Mittlerweile beginnen sowohl die Kleinganoven als auch die Geiseln zu nerven: Erst sprengen Kartoffel und Puffer mit einem Sprengsatz die halbe Bank in die Luft und machen eine Mange Arbeit am Safe zunichte, dann stürzt auch noch Tripp aus der Decke, der aus dem Gefangenenraum fliehen wollte. Dabei flirtet er weiter munter mit Kaitlin und macht noch nicht einmal ein Geheimnis daraus. So langsam beginnt die Situation zu eskalieren, da die Gangster in Ruhe am Safe arbeiten wollen. An diesem Tag scheint eigentlich alles schief zu gehen. Das geht so lange gut, bis es Darrien schließlich reicht und er sich die beiden Hobbygangster zur Brust nimmt, während sein Kumpel Gates (Matt Ryan) gerade dabei ist, die Rankings der beiden Gangs im internationalen Gangsterranking im Internet zu vergleichen …

Was kann und wird bei diesen Überfällen noch alles schief gehen? Wird überhaupt einer der Gangster etwas von der Beute davontragen? Und was wird aus dem Flirt zwischen Tripp und seiner angebeteten Kaitlin?

 

Der technische Aspekt der Blu-ray wurde hier sauber bearbeitet. Das Bild erscheint jederzeit scharf und klar, was aber auch daran liegt, dass nahezu der gesamte Film in der Bank stattfindet und deswegen wohl genug Zeit zur idealen Beleuchtung verfügbar war. Die Farben sind meist authentisch und nicht zu kräftig gehalten, die meisten davon sind in Grau- und Brauntönen gehalten. Es ist teilweise ein wenig Bildkorn zu erkennen, was aber nicht wirklich störend wirkt. Ein plastischer Effekt wird ein wenig erreicht. Der Ton wirkt solide und relativ frontlastig, was aber eher typisch für eine Komödie ist, da es sich oftmals um ruhigere Szenen handelt. In den Schusswechseln und bei den Explosionen kracht es dann aber ordentlich aus allen Richtungen. Die Kanäle wurden effektvoll eingesetzt, sodass ein guter Raumklang entsteht. Nichtsdestotrotz sind die Dialoge jederzeit gut verständlich. Insgesamt handelt es sich um einen guten, technischen Transfer in den HD-Bereich.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Storytechnisch kann mich diese Krimikomödie sicher nicht vom Hocker reißen, dazu passiert einfach viel zu wenig und der Rest ist auch viel zu durchschaubar. Nichtsdestotrotz hat "Flypaper" einige richtige Kracher zu bieten, jedenfalls dann, wenn man das Hirn einfach abschaltet. Leichte Unterhaltung ist mit Sicherheit garantiert und die weiblichen Zuseher bekommen dann auch noch "McDreamy" geboten. Die Schauspieler machen ihre Sache im Allgemeinen ganz gut, auch wenn mich die Hauptcharaktere nicht ganz so überzeugt haben. Trotz allem kann die Besetzung überzeugen, was beim Hochkaräter Rob Minkoff als Regisseur aber auch keine Verwunderung hervorruft. Wenn man die Oberflächlichkeit der Geschichte außen vor lässt, dann bekommt man eine typische Krimikomödie präsentiert. Wer Spaß an den Darstellern oder dem Genre des Films hat, der bekommt sicherlich Nachschub geboten. Für alle anderen heißt es entweder Hirn ausschalten und mitlachen oder dann doch zu Alternativen greifen.


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