Ghost Rider 2: Spirit of Vengeance

Ghost Rider 2: Spirit of Vengeance

Originaltitel: Ghost Rider: Spirit of Vengeance
Genre: Action
Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor
Hauptdarsteller: Nicolas Cage, Ciarán Hinds, Idris Elba
Laufzeit: Ca. 110 Minuten
Label: Universum Film
FSK 12

Ghost Rider 2: Spirit of Vengeance  23.02.2012 von Benji

Ein brennender Kopf, eine tödliche Kette und brennender Urin: der Ghost Rider ist los und hat eine Menge Lust ungezogenen Verbrecherbanden auf den Popo zu hauen. Inszeniert von den Regisseuren von Crank, wird der zweite Teil über den skurrilen Comichelden zu einem Feuerwerk schneller und absurder Action. Eine Fortsetzung, die ganz anders ist als der Vorgänger. Passt der neue Stil überhaupt noch zum Rachegeist?

Es ist schon eine Weile her, als Johnny Blaze am Totenbett seines Vaters den Pakt mit dem Teufel einging.
Mittlerweile sind die Geschehnisse aus dem ersten Teil der Comicverfilmung verdaut und Johnny hat sich in Osteuropa zurückgezogen, um den Ghost Rider unter Kontrolle zu halten. Leider hat das Schicksal aber andere Pläne mit ihm. Die Armee des Teufels jagt dem kleinen Danny hinterher, der scheinbar besondere Kräfte besitzt. Moreau, letzter Überlebender eines Ordens von Kriegsmönchen, ruft Blaze deswegen nun zu Hilfe. Als Gegenleistung für die Rettung soll dieser von seinem Fluch, als Ghost Rider umherstreifen zu müssen, erlöst werden. Natürlich willigt Johnny ein und schon beginnt die actiongeladene Jagd um das Kind.

Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor haben definitiv kein Interesse daran gehabt, die gefühlsbetonten Momente aus dem ersten Teil beizubehalten.
Während dort noch versucht wurde, den Erfolgen der jüngsten "Spider-Man"-Verfilmungen gerecht zu werden, gibt sich „Spirit of Vengeance“ kompromisslos der Action hin. Im Laufe der Handlung wird deswegen auf unnötige Länge verzichtet und umso mehr versucht, die wirklich „brennenden“ Fragen rund um den Ghost Rider zu lösen. Was passiert, wenn dieser uriniert? Wie sieht ein Kohlebagger aus, nachdem der Rider ihn bestiegen hat? Die Antworten sind bewusst simpel und geben natürlich genügend Stoff, um abgefahrene Action auf die Leinwand zu zaubern.

Natürlich hat eine solche Kompromisslosigkeit auch ihre Nachteile.
Die Geschichte von „Spirit of Vengeance“ ist zwar nett erdacht, sie wird allerdings lieblos erzählt und verzichtet dabei auch gleich auf jegliche Atmosphäre. Als Zuschauer wird man daher dem gebotenen Gegenüber gleichgültig – zumindest solange nicht wieder in bester Action-Manier irgendwelchen bösen Jungs auf den Hintern gehauen wird. Dafür stimmen immerhin die Spezialeffekte, die in diesem Film typischerweise aus schön anzusehendem Digitalfeuer bestehen. In einigen seltenen Momenten springt der Film allerdings sogar in einen ungewöhnlich comicnahen Art-Style. Passiert das, wird man als Zuschauer positiv überrascht. Zeugt das doch von einer ungewohnten Experimentierfreudigkeit, die man gerne auch im Rest des Films hätte anwenden können.

In der heutigen Zeit darf so gut wie kein Kinofilm mehr ohne einen entsprechenden 3D-Effekt erscheinen. Deswegen wurde auch das neueste Abenteuer von Johnny Blaze damit versehen. Speziell die zuvor erwähnten Spezialeffekte, sind in stereoskopischem 3D nett anzusehen. Ansonsten bietet der Film typische Tiefeneffekte und in angebrachten Teilen auch gut gemachte Popout-Effekte. Generell kommt allerdings das Gefühl auf, dass man gewisse Szenen nur aufgrund des 3D-Effektes in den Film integriert hat. Das ist keinesfalls als negativ anzusehen. Ghost Rider: Spririt of Vengeance ist in ganzer Linie ein Feuerwerk der actiongeladenen Kurzweile. Die etwas mehr als 100 Minuten vergehen wie im Flug, und das kann ja nicht wirklich etwas Schlechtes sein.


 


Das Fazit von: Benji

Benji

Kaum einen Platz gefunden ist der Film auch schon wieder vorbei. Die schnelle Action, und der Verzicht auf unnötige Story-Längen, sorgen für eine gelungene kurzweilige Unterhaltung. Sicherlich gehört Ghost Rider 2 damit nicht zu den nächsten Oskaranwärtern, aber für einen netten Kinoabend unter Freunden reicht es allemal. Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor sind zuletzt vor allem durch ihren absurden Actionstreifen „Crank“ bekannt geworden, und diesen Vergleich wird man bei „Ghost Rider: Spririt of Vengeance“ nur zu gut ziehen können. Die coolen Sprüche und die abgefahrene Art, in der Johnnys Rachegeist dargestellt wird, bringen einem als Zuschauer ein stetes Grinsen auf die Backen. Hirn aus, Bier auf, Spaß haben.




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen