Hamburger Hill

Hamburger Hill

Originaltitel: Hamburger Hill
Genre: Action • Kriegsfilm
Regie: John Irvin
Hauptdarsteller: Dylan McDermott • Anthony Barrile
Laufzeit: Ca. 109 Minuten
Label: Concorde Home Entertainment
FSK 16

Hamburger Hill   02.06.2012 von DeWerni

Zehn Tage leistet sich ein Platoon des amerikanischen Militärs im Vietnamkrieg im Jahre 1969 einen erbitterten Kampf um die Eroberung eines recht unbedeutenden Hügels. Doch keiner will auf den Rat der Soldaten zum Ablassen hören: Längst ist die Eroberung des Hügels ein prinzipielles Ziel. Doch für die eingesetzten Männer ist der Kampf einer ums Überleben …

Vietnamkrieg im Jahre 1969 – einem Bataillon der Bravo-Kompanie von 14 Neuankömmlingen wird mulmig zumute, als sie erfahren, dass sie ihr zukünftiges Einsatzgebiet das berüchtigte Ashau-Valley ist.
Doch nachdem sie die Zeit bisher eher mit sinnlosen und kleineren Einsätzen totgeschlagen haben, kommt diese Herausforderung für sie nicht unbedingt unpassend. In der Zwischenzeit erleben die Mitglieder des Bataillons auch andere Facetten des Krieges: Unmut, Aggression und Rassismus innerhalb des Trupps, die leidende Zivilbevölkerung aber auch die Freuden der vietnamesischen Damen, die den Soldaten den Aufenthalt wenigstens vorübergehend gegen Bezahlung versüßen.

Als sie schließlich ins Ashau-Tal geflogen werden, steigt die Spannung an. Doch was die Soldaten an dieser Stelle noch nicht wissen, ist der genaue Auftrag. Sergeant Frantz (Dylan McDermot) hat das Sagen und verkündet schließlich nach Ankunft, dass sie einen Hügel 937 erstürmen sollen. Zunächst macht sich keiner einen Kopf um die Sache, doch mit jedem Tag, den sie länger in dem unerbittlichen Kampf stecken, kommt ihnen immer wieder die Frage in den Sinn: Warum machen sie das alles? Warum soll ausgerechnet dieser strategisch recht unwichtige Hügel erobert werden? Tag für Tag geht der Kampf weiter, Verluste sind ebenfalls an der Tagesordnung. Bald wird er Einsatz in Vietnam für die teils recht jungen Soldaten ein Albtraum. Längst geht es bei dieser bitteren Eroberung aber nicht mehr um den Hügel 937, den die Mitglieder des Bataillons später den Hamburger Hill taufen, sondern eher um das Prinzip der sinnlosen Machtdemonstration, die für die Soldaten zu einem erbitterten Kampf um Leben und Tod wird …

Jedem von uns ist bewusst, dass es manchmal einfach zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen muss.
Doch die Frage nach Sinn und Unsinn solcher Taten schwebt zu jeder Zeit im Raum, auch wenn es in der heutigen Zeit aus der europäischen Sicht oftmals bei Kriegen eher um Unterstützung der lokalen Bevölkerung handelt. Hamburger Hill gelingt es auf beeindruckende Art und Weise diese Sinnlosigkeit gepaart mit möglichen Konsequenzen an einem realen Beispiel des Vietnamkriegs aufzufangen und dem Zuseher zu präsentieren.

Bildergalerie von Hamburger Hill (8 Bilder)

Qualitativ macht die Blu-ray im Vergleich zum Original-Release auf DVD einen ordentlichen Schritt in die richtige Richtung. Wenn man sie allerdings mit aktuellen Produktionen vergleicht, schneidet sie nicht besonders gut ab. Man erkennt sofort, dass das Bild nachbearbeitet wurde. Schärfe und Detailreichtum der Bilder gehen in Ordnung, haben aber auch einige schwächere Momente. Die Farben wirken authentisch und präsentieren sich im Stil der 80er Jahre, in denen der Film entstanden ist. Der Schwarzwert ist durchaus gelungen, der Kontrast etwas zu steil gewählt. So kommt es leider nie wirklich zu einer plastischen Optik des Bildes. Wenn man das Alter des Ausgangsmaterials berücksichtigt, geht die Qualität allerdings in Ordnung. Der Ton präsentiert sich dagegen noch schwächer, was sofort daran erkennbar ist, dass die Stimmen zu jedem Zeitpunkt recht gut zu verstehen sind. Normalerweise ist dieser Punkt ja positiv zu bewerten, allerdings deutet er hier darauf hin, dass es kaum Surroundeffekte gibt, die für einen ordentlichen Bumms sorgen sollten. Mir bleiben die Boxen etwas zu ruhig, der Subwoofer wird selten benötigt und die Atmosphäre mit dem Gefühl, dass einem die Kugeln um die Ohren fliegen, kann so nie entstehen. Schade, da wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Hamburger Hill zeigt wieder mal auf, wie sinnlos Krieg sein kann. Dabei ist die Story zwar nicht sonderlich tiefgründig, beruht aber dafür auf einer wahren Begebenheit. Der Film versucht die Gegebenheiten des Vietnamkriegs im Jahre 1969 darzustellen und kann mit einigen wenigen Effekten und kurzweiliger Unterhaltung aufwarten. Zu Beginn weiß man noch nicht so wirklich was man von diesem Werk halten soll, doch vor allem gegen Ende kommt die Botschaft klar rüber. Positiv an dieser Veröffentlichung ist sicherlich die deutliche qualitative und auch inhaltliche Steigerung gegenüber der DVD, sie bietet zudem eine zusätzliche Laufzeit von 10 Minuten mehr. Nichtsdestotrotz ist mir die Story ein wenig zu einfach gestrickt und präsentiert zu wenig richtig unterhaltsame Abschnitte. Von einem Kriegsfilm hätte ich etwas mehr Bumms oder alternativ Tiefgang erwartet. Trotzdem darf dieser Film mit seiner Botschaft in keinem Regal von Genrefans fehlen!


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